{"id":173,"date":"2016-06-08T10:16:35","date_gmt":"2016-06-08T08:16:35","guid":{"rendered":"http:\/\/hallo-salzburg.at\/?p=173"},"modified":"2016-06-08T12:22:20","modified_gmt":"2016-06-08T10:22:20","slug":"weil-lebensmittel-kostbar-sind","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hallo-salzburg.at\/index.php\/2016\/06\/08\/weil-lebensmittel-kostbar-sind\/","title":{"rendered":"Weil Lebensmittel kostbar sind"},"content":{"rendered":"<div id=\"fb-root\"><\/div>\n<p>Die Frage, wie wir in Mitteleuropa, in \u00d6sterreich und schlussendlich hier in Salzburg mit unseren Lebensmitteln umgehen, regte in der j\u00fcngsten Vergangenheit nicht nur viele \u00f6ffentliche Diskussionen an, sondern es entwickelten sich in den letzten Jahren zahlreiche Initiativen die aufkl\u00e4ren und aufzeigen, dass es auch ohne sinnlose Verschwendung und mit Nachhaltigkeit geht.<\/p>\n<p><strong>Daten und Fakten<\/strong><\/p>\n<blockquote><p><strong>Jede Minute<\/strong> wird in der Stadt Salzburg <strong>ein voller Einkaufswagen mit Lebensmitteln<\/strong> weggeworfen.<\/p><\/blockquote>\n<p>Eine Abfallanalyse in der Stadt Salzburg best\u00e4tigt uns die allt\u00e4gliche Wegwerfkultur: <strong>Jede Minute<\/strong> wird in der Stadt Salzburg <strong>ein voller Einkaufswagen mit Lebensmitteln<\/strong> weggeworfen. Innerhalb von 6 Stunden landen \u00fcber 2.800 kg Lebensmittel in der Tonne statt auf dem Teller. Damit werfen die Salzburgerinnen und Salzburger pro Haushalt und Jahr durchschnittlich Lebensmittel im Gegenwert von 387 \u20ac zum M\u00fcll. Mit der Menge an Lebensmitteln, die allein in der Stadt Salzburg j\u00e4hrlich in die M\u00fclltonnen geworfen wird, k\u00f6nnte zum Beispiel ganz Seekirchen versorgt werden.\u00a0Noch drastischer wird es, wenn man einzelne Lebensmittelgruppen betrachtet: W\u00e4hrend die Brot- und Backwaren\u00a0beispielsweise\u00a0\u201enur\u201c f\u00fcr Fuschl reichten, w\u00e4ren mit der weggeworfenen Fleischmenge Hallein und St. Johann gut versorgt. (Quelle: Stadtgemeinde Salzburg)<\/p>\n<p>Hinter diesen Zahlen verbirgt sich eine unglaubliche Verschwendung\u00a0an Rohstoffen, Energie, Arbeitskraft und Geld.\u00a0So viele noch genussf\u00e4hige Lebensmittel landen im Bundesland Salzburg in den M\u00fclltonnen.<\/p>\n<p><strong>Was kann ich tun? <\/strong><\/p>\n<p>Ob man nun aktiv verschiedene Initiativen unterst\u00fctzt [wie z.B. <a href=\"http:\/\/www.view-salzburg.at\/default.asp?dir=Home\/VIEW\"><strong>V<\/strong>erein <strong>I<\/strong>nitiative <strong>E<\/strong>thisch <strong>W<\/strong>irtschaften<\/a>, Plattform <a href=\"https:\/\/www.bmlfuw.gv.at\/land\/lebensmittel\/kostbare_lebensmittel.html\">\u201eLebensmittel sind kostbar\u201c<\/a>] oder sich diversen Trends widmet [z.B. Slow-Food, Dumpster Diving | M\u00fclltauchen] oder am besten einfach mal bei sich selber aktiv wird. Der oder die Einzelne kann vieles tun:<\/p>\n<p>Vor allem bewusst einkaufen und sich dabei <strong>VORHER<\/strong> auch einige banale Fragen stellen. Was brauche ich heute und in den n\u00e4chsten Tagen wirklich? Kann ich auch ein regionales Angebot nutzen? Komme ich auch mit weniger Verpackung aus? H\u00e4tte ich nicht doch noch vor dem Einkaufen etwas essen sollen? Was kann ich wie richtig lagern?<\/p>\n<p><strong>Aber was machen nun gro\u00dfe Unternehmen und Handelsgruppen?<\/strong><\/p>\n<p>Wir haben genauer hingeschaut und festgestellt, dass im Lebensmittelhandel weit weniger weggeworfen wird als man gemeinhin meint. Denn alles, was weggeworfen wird, verursacht Kosten und schon aus diesem rein wirtschaftlichen Grund sind alle Systeme darauf ausgerichtet, so wenig wie m\u00f6glich wegwerfen zu m\u00fcssen. In Summe werden rund 1-2% der Produkte, die im Laden sind, tats\u00e4chlich weggeworfen. Grunds\u00e4tzlich setzt der Lebensmittelhandel bei der m\u00f6glichst bedarfsgerechten Planung und Bestellung an \u2013 alles was dar\u00fcber hinaus an \u00dcberschuss bleibt, kommt meist sozialen Einrichtungen zugute.<\/p>\n<p>Seit 1999 gibt zum Beispiel die <a href=\"https:\/\/www.gemeinsam-nachhaltig.at\/bericht\/gesellschaftliches-engagement-2\/reduzierung-der-lebensmittel-verschwendung\/\">REWE International AG (REWE Group)<\/a> Lebensmittelspenden an karitative Organisationen ab. Beispiele sind die Caritas, das Rote Kreuz, die SOMA-Sozialm\u00e4rkte oder die Vinzi-M\u00e4rkte.\u00a0Rund 750 BILLA Filialen geben\u00a0regelm\u00e4\u00dfig abgelaufene, aber genie\u00dfbare Waren im Wert von 9,5 Mio. Euro (j\u00e4hrlich)\u00a0an 114 Kooperationspartner ab. Auch alle MERKUR M\u00e4rkte und knapp die H\u00e4lfte der PENNY Filialen kooperieren mit sozialen Einrichtungen.<\/p>\n<p>Die Initiative des Lebensministeriums <strong>\u201eLebensmittel sind kostbar!\u201c <\/strong>wird nicht nur durch die internationale REWE Group, sondern auch durch den bedeutendsten \u00f6sterreichischen Lebensmittelh\u00e4ndler <a href=\"https:\/\/www.spar.at\/de_AT\/index\/nachhaltigkeit\/nachhaltige_produkte\/lebensmittel_sind_kostbar\/was-wir-tun.html\">SPAR<\/a> intensiv unterst\u00fctzt. Ziel der Initiative ist \u2013 gemeinsam mit Unternehmen, KonsumentInnen, Gemeinden und sozialen Einrichtungen \u2013Lebensmittelabf\u00e4lle nachhaltig zu verringern.<\/p>\n<p><strong>Was wird nun tats\u00e4chlich entsorgt?<\/strong><\/p>\n<p>Das betrifft vor allem Lebensmittel die in den Bereichen Feinkost, Fleisch und Fisch nicht verkauft werden k\u00f6nnen. Lebensmittelrechtliche Bestimmungen legen sehr streng\u00a0fest, dass diese Produkte mit einigen Ausnahmen entsorgt werden m\u00fcssen. Auch Obst und Gem\u00fcse das bei laufenden Kontrollen aussortiert werden muss, kann nicht weiter genossen und muss folglich entsorgt werden. Bei Milch und Milchprodukten bleibt unter der Woche meist nur\u00a0wenig \u00fcbrig, weil mittlerweile die Haltbarkeitsfristen sehr lange sind. Am Wochenende bleiben vor allem die Frischmilchprodukte \u00fcbrig, die wiederum meist an Sozialm\u00e4rkte abgegeben werden.<\/p>\n<p>Im Trend liegen auch Backstationen in den M\u00e4rkten, die zwar in der Kritik stehen, globale und ungesunde Backmischungen zu verwenden, aber den gro\u00dfen Vorteil besitzen, dass bedarfsgerecht produziert werden kann.\u00a0Ein definitiv richtiger und wichtiger Schritt ist das Reduzieren von Sortiments und Produktgruppen. Ab dem Nachmittag wird zum Beispiel das angebotene Brot- und Geb\u00e4cksortiment in fast allen SPAR-Filialen auf 15 Produkte reduziert, die dann in kleinen St\u00fcckzahlen bis zum Ladenschluss\u00a0angeboten werden.<\/p>\n<p><strong>Was bleibt f\u00fcr uns zu tun?<\/strong><\/p>\n<p>Bewusst, sorgsam\u00a0und m\u00f6glichst regional einkaufen. Genie\u00dfen. Das Geldb\u00f6rserl schonen, aber nicht um jeden Preis. Und wir sollten\u00a0vielleicht den Bissen nicht gr\u00f6\u00dfer nehmen als der Mund ist.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Frage, wie wir in Mitteleuropa, in \u00d6sterreich und schlussendlich hier in Salzburg mit unseren Lebensmitteln umgehen, regte in der j\u00fcngsten Vergangenheit nicht nur viele \u00f6ffentliche Diskussionen an, sondern es&hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":180,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"gallery","meta":{"_exactmetrics_skip_tracking":false,"_exactmetrics_sitenote_active":false,"_exactmetrics_sitenote_note":"","_exactmetrics_sitenote_category":0,"footnotes":"","_links_to":"","_links_to_target":""},"categories":[24],"tags":[41,37,39,42,38,40],"coauthors":[],"class_list":["post-173","post","type-post","status-publish","format-gallery","has-post-thumbnail","hentry","category-gesellschaft","tag-abfall","tag-essen","tag-lebensmittel","tag-nachhaltigkeit","tag-nahrungsmittel","tag-wegwerfkultur","post_format-post-format-gallery"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/hallo-salzburg.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/173","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/hallo-salzburg.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/hallo-salzburg.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hallo-salzburg.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hallo-salzburg.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=173"}],"version-history":[{"count":11,"href":"https:\/\/hallo-salzburg.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/173\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":556,"href":"https:\/\/hallo-salzburg.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/173\/revisions\/556"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hallo-salzburg.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media\/180"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/hallo-salzburg.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=173"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/hallo-salzburg.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=173"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/hallo-salzburg.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=173"},{"taxonomy":"author","embeddable":true,"href":"https:\/\/hallo-salzburg.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/coauthors?post=173"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}