{"id":1857,"date":"2016-10-02T07:54:03","date_gmt":"2016-10-02T05:54:03","guid":{"rendered":"http:\/\/hallo-salzburg.at\/?p=1857"},"modified":"2016-09-30T18:54:49","modified_gmt":"2016-09-30T16:54:49","slug":"ab-heute-arbeiten-salzburgerinnen-gratis","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hallo-salzburg.at\/index.php\/2016\/10\/02\/ab-heute-arbeiten-salzburgerinnen-gratis\/","title":{"rendered":"Ab heute arbeiten Salzburgerinnen gratis"},"content":{"rendered":"<div id=\"fb-root\"><\/div>\n<p>Der Equal Pay Day erinnert dran, dass Frauen noch immer weniger Geld f\u00fcr die gleiche Arbeit bekommen. Statistisch betrachtet\u00a0<strong>arbeiten Salzburgerinnen, <\/strong>wenn man ihr durchschnittliches Vollzeiteinkommen mit jenem von M\u00e4nnern vergleicht,<strong>\u00a0<\/strong>\u00a0ab dem 2. Oktober 2016\u00a0<strong>gratis<\/strong>\u00a0bis zum Jahresende. M\u00e4nner haben zu diesem Zeitpunkt bereits das Jahreseinkommen der Frauen erreicht. Mit Blick auf das Jahresgehalt bedeutet dies, dass der Einkommensunterschied zwischen Salzburgern und Salzburgerinnen zirka 25 Prozent betr\u00e4gt. Damit verdienen Salzburgerinnen sogar im \u00f6sterreichischen \u00fcberdurchschnittlich schlecht. Auf alle \u00d6sterreicherinnen umgelegt f\u00e4llt der Equal Pay Day n\u00e4mlich &#8220;erst&#8221; auf den 10. Oktober 2016.<\/p>\n<h5>Ungleiche Verteilung unbezahlter Arbeit<\/h5>\n<p>Doch damit nicht genug. Bei der Berechnung des Equal Pay Days wird noch gar nicht mit einberechnet, dass Frauen neben der schlechteren Entlohnung f\u00fcr bezahlte Arbeit auch zwei Drittel der unbezahlten Arbeit leisten.\u00a0Dies f\u00fchrt dazu, dass Frauen nicht nur weniger verdienen, sondern in vielen F\u00e4llen zur Teilzeitarbeit und zu Jobs unter ihrer Qualifikation gezwungen sind. Vor Ort gibt es oft nur eine mangelnde Auswahl an Arbeitspl\u00e4tzen und Pendeln kommt aufgrund der famili\u00e4ren Gesamtsituation nicht infrage. In vielen F\u00e4llen mangelt es an Kinderbetreuungspl\u00e4tzen und einem Nachmittagsangebot in den Schulen.<\/p>\n<blockquote><p><em>Immer mehr junge M\u00e4nner wollen mehr Zeit f\u00fcr die Familie und dort mehr Verantwortung \u00fcbernehmen<br \/>\n(Ingrid Riezler-Kainzner, SP\u00d6 Frauen)<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p>F\u00fcr die SP\u00d6-Landesfrauenvorsitzende\u00a0Ingrid Riezler-Kainzner\u00a0liegt das Problem vor allem darin, dass Frauen in den meisten F\u00e4llen keine Wahlm\u00f6glichkeit bleibt:\u00a0<em>\u201eWenn Frauen diesen Weg w\u00e4hlen, so ist das in Ordnung. Wenn sie aber dazu gezwungen sind, weil die Rahmenbedingungen nicht passen, dann ist das schlecht. Au\u00dferdem \u00e4ndern sich auch die Anspr\u00fcche. Immer mehr junge M\u00e4nner wollen mehr Zeit f\u00fcr die Familie und dort mehr Verantwortung \u00fcbernehmen, mehr von der unbezahlten Arbeit \u00fcbernehmen. Das politische Ziel muss eine Angleichung der Arbeitszeiten auf 28 \u2013 35 Stunden f\u00fcr beide sein, die auch pensionsrechtlich als Vollzeit angerechnet werden.\u201c<\/em><\/p>\n<h5>Traditionelle Frauenberufe schlechter bezahlt<\/h5>\n<p>Als v\u00f6llig inakzeptabel bezeichnet\u00a0Ingrid Riezler-Kainzner\u00a0den Umstand, dass frauendominierte Berufe weiterhin chronisch unterbezahlt sind:\u00a0<em>\u201eDie Arbeit einer Krankenschwester muss gleich viel wert sein wie die eines Technikers.\u00a0 Und dass M\u00e4nner auch innerhalb einer Branche mehr bekommen, darf es eigentlich nicht geben. In diesen Bereichen braucht es endlich eine Durchforstung der Kollektivvertr\u00e4ge nach Diskriminierungen. Au\u00dferdem braucht es bessere Einstufungen, mehr Pr\u00e4mien und h\u00f6here Zulagen.\u201c<\/em><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-1858\" src=\"https:\/\/hallo-salzburg.at\/wp-content\/uploads\/2016\/09\/IMG_6039-1024x683.jpg\" alt=\"IMG_6039\" width=\"1024\" height=\"683\" srcset=\"https:\/\/hallo-salzburg.at\/wp-content\/uploads\/2016\/09\/IMG_6039-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/hallo-salzburg.at\/wp-content\/uploads\/2016\/09\/IMG_6039-300x200.jpg 300w, https:\/\/hallo-salzburg.at\/wp-content\/uploads\/2016\/09\/IMG_6039-768x512.jpg 768w, https:\/\/hallo-salzburg.at\/wp-content\/uploads\/2016\/09\/IMG_6039-1170x780.jpg 1170w, https:\/\/hallo-salzburg.at\/wp-content\/uploads\/2016\/09\/IMG_6039-585x390.jpg 585w, https:\/\/hallo-salzburg.at\/wp-content\/uploads\/2016\/09\/IMG_6039-440x293.jpg 440w, https:\/\/hallo-salzburg.at\/wp-content\/uploads\/2016\/09\/IMG_6039.jpg 1920w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/p>\n<h5>SP\u00d6-Frauen machten den Einkommensunterschied sichtbar<\/h5>\n<p>Um die Ungerechtigkeit\u00a0der schlechteren Bezahlung von Frauen zu veranschaulichen, machten die SP\u00d6 Frauen Salzburg im Vorfeld des Equal Pay Days mit einer Aktion auf diesen Missstand aufmerksam.\u00a0<em>\u201eWir haben uns entschlossen, mit mobilen Kaffeest\u00e4nden die Schieflage bei den Einkommen einmal umzudrehen. F\u00fcr Frauen kostete ein Becher Kaffee 75 Cent, w\u00e4hrend wir M\u00e4nner einen Euro berappen lie\u00dfen.\u00a0 In der Realit\u00e4t ist es genau umgekehrt.\u00a0 Zwar nicht beim Preis, daf\u00fcr aber bei der Leistbarkeit und darauf kommt es ja an<\/em>\u201c, so die SP\u00d6-Landesfrauenvorsitzende\u00a0Ingrid Riezler-Kainzner. Der Erl\u00f6s der Aktion wird einer gemeinn\u00fctzigen Organisation \u00fcbergeben.<\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Equal Pay Day erinnert dran, dass Frauen noch immer weniger Geld f\u00fcr die gleiche Arbeit bekommen. 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