{"id":2025,"date":"2016-11-10T15:47:39","date_gmt":"2016-11-10T14:47:39","guid":{"rendered":"http:\/\/hallo-salzburg.at\/?p=2025"},"modified":"2016-11-10T15:47:39","modified_gmt":"2016-11-10T14:47:39","slug":"microchipping","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hallo-salzburg.at\/index.php\/2016\/11\/10\/microchipping\/","title":{"rendered":"Microchipping &#8211; liegt die Zukunft in unserer Hand?"},"content":{"rendered":"<div id=\"fb-root\"><\/div>\n<p>In englischsprachigen Medien wird immer h\u00e4ufiger \u00fcber &#8220;Microchipping&#8221; berichtet. Microchipping bezeichnet das Implantieren von Microchips unter der Haut. Bekannt ist die Methode aus der Veterin\u00e4rmedizin. Haustieren werden Chips mit Informationen \u00fcber die Besitzer_innen implantiert. Sie dienen vor allem dazu, ein Tier zu identifizieren. Das erleichtert es, ein entlaufenes Tier wiederzufinden.<\/p>\n<h5>Microchips als Schl\u00fcsselersatz<\/h5>\n<p>Mittlerweile besteht die M\u00f6glichkeit, dass sich Menschen Microchips implantieren lassen. Diese Microchips sind so programmiert, dass man Haust\u00fcren, Autos oder Computer auf &#8211; beziehungsweise &#8211; entsperren kann. Vertreter_innen der Technologie argumentieren, dass die Microchips Kund_innenkarten, Bankomat &#8211; und Schl\u00fcsselkarten ersetzen. In naher Zukunft soll es m\u00f6glich sein, ganz ohne Portemonnaie das Haus zu verlassen. Alle Karten, die sonst Platz im Geldbeutel finden, sind dann auf einem implantierten Chip gespeichert.<\/p>\n<h5>Microchipping und Biohacking in den USA und Australien<\/h5>\n<p>In den USA gilt\u00a0Amal Graafstra\u00a0als der Pionier in diesem Bereich. Er hat die Firma\u00a0&#8220;Dangerous Things&#8221; gegr\u00fcndet. Dangerous Things ist auf Biohacking und Microchips spezialisiert. Der Term beschreibt\u00a0das Hacken von Geist und K\u00f6rper mit Hilfe von Technologie. Das Drucken von organischem Gewebe mit Hilfe von 3D-Druckern f\u00e4llt ebenso darunter wie das Einsetzen von Microchips.\u00a0Die Chips werden notwendigerweise\u00a0in die Hand eingesetzt. Dadurch k\u00f6nnen die Tr\u00e4ger_innen T\u00fcren, Autos und Computer \u00f6ffnen, ohne dabei auf Schl\u00fcssel \u00a0oder Passw\u00f6rter angewiesen zu sein. Sie m\u00fcssen nur ihre Hand zum entsprechenden Schloss heben.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div class=\"epyt-video-wrapper\"><iframe loading=\"lazy\"  id=\"_ytid_49525\"  width=\"1170\" height=\"658\"  data-origwidth=\"1170\" data-origheight=\"658\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/7DxVWhFLI6E?enablejsapi=1&#038;autoplay=0&#038;cc_load_policy=0&#038;cc_lang_pref=&#038;iv_load_policy=1&#038;loop=0&#038;rel=1&#038;fs=1&#038;playsinline=0&#038;autohide=2&#038;hl=de_DE&#038;theme=dark&#038;color=red&#038;controls=1&#038;disablekb=0&#038;\" class=\"__youtube_prefs__  epyt-is-override  no-lazyload\" title=\"YouTube player\"  allow=\"fullscreen; accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share\" referrerpolicy=\"strict-origin-when-cross-origin\" allowfullscreen data-no-lazy=\"1\" data-skipgform_ajax_framebjll=\"\"><\/iframe><\/div>\n<p>Auf der Website von Dangerous Things werden die Kund_innen dar\u00fcber informiert, dass m\u00f6gliche Auswirkungen auf den menschlichen K\u00f6rper nicht bekannt sind\u00a0und keine Untersuchungen durch Beh\u00f6rden vorliegen. Entscheidet man sich f\u00fcr den Chip unter der Haut, so handelt man auf eigenes Risiko.<\/p>\n<p>In Australien ist\u00a0Shanti Korporaal die\u00a0bekannteste Vertreterin des Microchipping. Die 27-j\u00e4hrige Australierin tr\u00e4gt\u00a0ebenso wie Graafstra in beiden H\u00e4nden jeweils einen Microchip. Sie begr\u00fcndet ihre Entscheidung damit, dass die Microchips den Alltag ungemein bereichern. Als Antwort auf die Frage, warum sich jemand f\u00fcr einen Chip entscheidet, bekommt man oft &#8220;convenience&#8221; oder &#8220;Bequemlichkeit&#8221;.\u00a0Eine schwedische Firma bot\u00a0ihren Mitarbeiter_innen an, zwischen einer Identifizierungskarte\u00a0und einem Handimplantat zu w\u00e4hlen. 400 Mitarbeiter_innen der Firma entschieden sich f\u00fcr den\u00a0implantierten Microchip.<\/p>\n<h5>Wie funktionieren die Chips?<\/h5>\n<p>\u00dcblicherweise hat jeder Microchip eine einzigartige Identifikationsnummer, die mit Informationen einer externen Datenbank verbunden werden. Somit k\u00f6nnen sich Tr\u00e4ger_innen eines Chips identifizieren, Autos und T\u00fcren \u00f6ffnen und Computer und Handys entsperren. Es gibt zwei Arten von Chips. Derzeit werden &#8220;Radio frequency identification&#8221; (RFID) Chips und &#8220;near field communication&#8221; (NFC) Chips verwendet. Die NFC-Technologie dient der Daten\u00fcbertragung und ist\u00a0in vielen Smartphones integriert. Auch bei der drahtlosen Bezahlung mit der Bankomatkarte nutzen wir NFC. Die Technologie\u00a0gilt als besonders sicher, da sie nur funktioniert, wenn zwei Gegenst\u00e4nde sehr nahe beieinander sind. Dadurch sind Hackerangriffe schwieriger. Die Chips\u00a0haben keine Batterie und reagieren erst, wenn sie in die N\u00e4he eines Leseger\u00e4ts gelangen.<\/p>\n<p>Dangerous Things bietet Chips an, die man sich selbst implantieren kann. Trotzdem wird dazu geraten, den Eingriff von Fachpersonal durchf\u00fchren zu lassen. Implantiert werden die Chips \u00fcblicherweise von Piercer_innen oder \u00c4rzt_innen.<\/p>\n<h5>Datensch\u00fctzer_innen warnen<\/h5>\n<p>Kritik an den Chips kommt vor allem von Datensch\u00fctzer_innen und religi\u00f6sen Gruppierungen. Im Islam wird dies als ein zu gro\u00dfer Eingriff in den K\u00f6rper betrachtet, weshalb die Implantate von vielen Muslim_innen abgelehnt werden. Datensch\u00fctzer_innen warnen vor \u00dcberwachung, die durch die implantierten Chips erm\u00f6glicht wird. W\u00e4hrend man das Smartphone zu Hause lassen kann, kommt der Chip immer mit. Kritisch zu hinterfragen ist der Vorschlag, Chips als Identifikation f\u00fcr Fl\u00fcchtlinge zu benutzen oder als Schl\u00fcssel f\u00fcr Frauenh\u00e4user und Obdachlosenheime.<\/p>\n<h5>Ein Leben ohne Schl\u00fcssel und Geldbeutel?<\/h5>\n<p>Obwohl die Technologie noch nicht sehr weit verbreitet ist, hat sie schon an Bekanntheit gewonnen und wird wohl auch weiterhin diskutiert werden. Graafstra und Korporaal sind davon \u00fcberzeugt, dass die Technologie eines Tages viele Dinge unseres Alltags, wie Kund_innen &#8211; und Bankomatkarten, Schl\u00fcssel, oder Versicherungskarten\u00a0ersetzt und selbstverst\u00e4ndlich wird.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In englischsprachigen Medien wird immer h\u00e4ufiger \u00fcber &#8220;Microchipping&#8221; berichtet. Microchipping bezeichnet das Implantieren von Microchips unter der Haut. Bekannt ist die Methode aus der Veterin\u00e4rmedizin. 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