{"id":2173,"date":"2016-11-11T11:58:49","date_gmt":"2016-11-11T10:58:49","guid":{"rendered":"http:\/\/hallo-salzburg.at\/?p=2173"},"modified":"2016-11-11T11:58:49","modified_gmt":"2016-11-11T10:58:49","slug":"das-leben-in-salzburg-wird-immer-teurer","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hallo-salzburg.at\/index.php\/2016\/11\/11\/das-leben-in-salzburg-wird-immer-teurer\/","title":{"rendered":"Das Leben in Salzburg wird immer teurer"},"content":{"rendered":"<div id=\"fb-root\"><\/div>\n<h6>Salzburg ist ein sch\u00f6nes Land, in dem man gerne lebt. Aber das bezahlt man auch: Die Mieten steigen, die \u00d6ffis sind die teuersten in ganz \u00d6sterreich, und selbst der Gasthaus-Besuch wird zum Luxus.<\/h6>\n<p>F\u00fcr viele Salzburger_innen bleibt am Ende des Monats kaum Geld \u00fcbrig. Selbst mit einem 40-Stunden-Job wird es zunehmend schwieriger, mit dem Einkommen das Auslangen zu finden. So ergab eine Erhebung des Sozial\u00administeriums, dass im Bundesland Salzburg 41 Prozent der Mindestsicherungsbezieher_innen \u00fcber ein Erwerbseinkommen verf\u00fcgen. In keinem anderen Bundesland war zum erhobenen Zeitpunkt der Anteil der Besch\u00e4ftigten, die auf bedarfsorientierte Mindest\u00adsicherung angewiesen ist, h\u00f6her (Zahlen beziehen sich auf den Oktober 2014).<\/p>\n<p>W\u00e4hrend die L\u00f6hne stagnieren, steigen die Preise. Stark ins Gewicht f\u00e4llt vor allem das Wohnen. Im Hochpreisland Salzburg geht knapp ein Drittel des Einkommens f\u00fcr Wohnen drauf. Das ist einer der h\u00f6chsten Werte in ganz \u00d6sterreich. Ein Blick auf die Zahlen verr\u00e4t, dass sich die Lage in den vergangenen Jahren weiter zugespitzt hat. Allein im Zeitraum zwi\u00adschen 2000 und 2014 sind die Mietpreise im Bundesland Salzburg um 45,8 Prozent angestiegen. Noch heftiger sind die Preis\u00adsteigerungen im Eigentumsbereich. In der Stadt Salzburg hat sich der Preis f\u00fcr eine Eigentumswohnung innerhalb von 14 Jahren bei einem Anstieg um 94,1 Prozent beinahe verdoppelt. In diesem Zusammenhang erscheint der landesweite Preisanstieg um zirka 58 Prozent auf Wohnungseigentum beinahe gering.\u00a0 Was sich in der Stadt zuspitzt, passiert genauso am Land.<\/p>\n<p>Unabh\u00e4ngig vom Bildungsgrad, der sozialen Herkunft oder vom Berufsfeld wird das Leben f\u00fcr die Menschen in Salzburg zunehmend teu\u00adrer und machen selbst Alltagsausgaben mehr und mehr zum Luxus. Denn die hohen Lebens\u00adkosten betreffen viele Bereiche. Den Verkehr, die <a href=\"http:\/\/hallo-salzburg.at\/index.php\/2016\/11\/03\/teuerungstrend-in-salzburgs-gastronomiebetrieben\/\">Tasse Kaffee<\/a>, die Halbe Bier. Nach Vorarlberg schl\u00e4gt sich der Besuch im Gasthaus in keinem anderen Bundes\u00adland teurer zu Buche als in Salzburg. Bereits f\u00fcr eine halbe Bier berappt man in der Salzburger Altstadt mittler\u00adweile gut und gerne Preise von\u00a0 4,40 Euro oder gar mehr.\u00a0 In keinem anderen Bundesland sind \u00d6ffis so teuer. Mit 52,90 Euro f\u00fcr eine Monatskarte und 379 Euro f\u00fcr eine Jahreskarte allein in der SVV-Kernzone ist Salzburg trauriger Spitzenreiter. Damit ist selbst die Jahreskarte durchschnittlich um 18,4 Prozent teurer als anderswo. Immerhin: Ab 1. Juli wird das Jahresticket f\u00fcr die Kernzone wieder 365 Euro kosten. Ein paar Euro weniger also.<\/p>\n<blockquote><p>\u201eWir sind hier nicht auf Urlaub!\u201c<\/p><\/blockquote>\n<p>\u201eWir sind hier nicht auf Urlaub!\u201c, hei\u00dft ein Slogan der Salzburger JUSOS, mit dem sie aufzeigen wollen, dass es sich die Salzburger Bev\u00f6lkerung nicht leisten kann, 365 Tage im Jahr Tourismus\u00adpreise zu zahlen. Die Lebenskosten sind in Salzburg mittlerweile so hoch, dass ihre Leistbarkeit zunehmend keine Frage von Armut mehr darstellt, sondern auch Menschen betroffen sind, die sich selbst zur Mittelschicht z\u00e4hlen. Leben in Salzburg wird immer mehr zum Luxus. Wer hier leben m\u00f6chte, muss bei anderen Dingen Abstriche machen. Ohne Zweifel ist es f\u00fcr die Politik keine einfache Aufgabe, gegenzulenken. In vielen Bereichen fehlen schlicht die Werkzeuge, etwas dagegen zu unternehmen. Eine M\u00f6glichkeit immerhin w\u00e4re die Wohnbauf\u00f6rderung. Doch Meldungen wie jene, dass bereits zur Mitte des Jahres 2016 die F\u00f6rdergelder ausgegangen sind, sind eher ein Anreiz f\u00fcr junge Menschen, sich den Luxus, sich f\u00fcr ein Leben in Salzburg zu entscheiden, lieber doch nicht zu leisten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Salzburg ist ein sch\u00f6nes Land, in dem man gerne lebt. 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