{"id":2226,"date":"2016-11-16T12:20:23","date_gmt":"2016-11-16T11:20:23","guid":{"rendered":"http:\/\/hallo-salzburg.at\/?p=2226"},"modified":"2016-11-16T12:18:31","modified_gmt":"2016-11-16T11:18:31","slug":"braucht-es-noch-die-sozialdemokratie-4","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hallo-salzburg.at\/index.php\/2016\/11\/16\/braucht-es-noch-die-sozialdemokratie-4\/","title":{"rendered":"Braucht es noch die Sozialdemokratie? #4"},"content":{"rendered":"<div id=\"fb-root\"><\/div>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: center;\"><em>\u00a0\u201eBraucht es noch die Sozialdemokratie\u201c ist eine Beitrags-Serie von Hallo Salzburg. Unterschiedlichste Personen aus der SP\u00d6, ihrem kritischen Umfeld, aber auch Leute aus anderen Parteien und der Zivilgesellschaft werden darum gebeten, ihre Gedanken zur Sozialdemokratie im 21. Jahrhundert zu formulieren. Hat sie ihre Ziele bereits erreicht? Sind ihre Ideen \u00fcberholt oder gar gescheitert? Oder braucht es sie mehr denn je? Muss sie sich \u00e4ndern oder zur\u00fcck zu ihren Wurzeln?<\/em><\/p>\n<h1 style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #ff0000;\">#4<\/span><\/h1>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>Ein Beitrag von <span style=\"color: #000000;\">Gabi Burgstaller<\/span>, der ersten Landeshauptfrau Salzburgs.<br \/>\n<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Es braucht die Sozialdemokratie, wie eh und je und auf allen Ebenen!<\/h3>\n<h6>Weltweit&#8230;<\/h6>\n<p>Weltweit, um die eklatanten Ungleichheiten zu reduzieren: Die soziale Ungleichheit w\u00e4chst immer schneller. Wie dramatisch das ist, zeigt eine aktuelle Zahl der Organisation Oxfam aus 2016: Die 62 reichsten Menschen besitzen so viel wie die \u00e4rmere H\u00e4lfte der Weltbe\u00adv\u00f6lkerung \u2013 und der Trend verst\u00e4rkt sich. Das Auseinanderklaffen von Arm und \u00adReich t\u00f6tet t\u00e4glich, ist aber auch der \u00adGrund f\u00fcr die wachsende Migration aus vielen L\u00e4ndern Afrikas. Wer, wenn nicht sozialdemokratische Politiker_innen, m\u00fcssen Antworten finden: f\u00fcr Zukunfts\u00adperspektiven, f\u00fcr Hilfe zur Selbsthilfe statt entm\u00fcndigender Entwicklungshilfe, f\u00fcr das Austrocknen der Steueroasen und eine Bildungsoffensive zur Selbsterm\u00e4chtigung der benachteiligten Regionen der Welt.<\/p>\n<h6>Auf EU-Ebene&#8230;<\/h6>\n<p>Noch immer ist die Europ\u00e4ische Union vor allem ein \u00f6konomisches Projekt. F\u00fcr die Bankenrettung geben die Akteur_innen alles, f\u00fcr Vollbe\u00adsch\u00e4ftigung und soziale Sicherheit wenig \u2013 an Zeit und an Geld. Die vielgepriesenen Werte die uns zusammenhalten, sind nur schemenhaft zu erkennen. Die Euro\u00adp\u00e4ische Sozialdemokratie braucht EINE Stimme und EINE Linie, Wohlstand und Solidarit\u00e4t f\u00fcr alle zu erm\u00f6glichen.<\/p>\n<blockquote><p>NUR die Sozialdemokratie will einen starken und verl\u00e4sslichen Sozialstaat.<br \/>\n(Gabi Burgstaller)<\/p><\/blockquote>\n<h6>In \u00d6sterreich&#8230;<\/h6>\n<p>NUR die Sozialdemokratie will einen starken und verl\u00e4sslichen Sozialstaat. Wir stellen \u2013 wie k\u00fcrzlich Bundeskanzler Kern im Sommergespr\u00e4ch \u2013 die Vollbesch\u00e4ftigung ins Zentrum unseres Tuns, weil wir wissen, dass gute Arbeit mit der W\u00fcrde der Menschen zu tun hat. Wir setzen auf Bildung, weil sie der Schl\u00fcssel zur Chancengleichheit ist. Eine gute Gesundheitsversorgung sch\u00fctzt vor dem gesellschaftlichen Absturz, und ein faires Pensionssystem beugt der Altersarmut vor. Wenn wir diese Errungenschaften gegen konservative Ein\u00adgriffsversuche verteidigen, leben wir das Versprechen einer solidarischen Gesell\u00adschaft. Wenn wir diese Politikfelder ausbauen, da und dort aber auch gerechter gestalten, verdienen wir die breite Unterst\u00fctzung aus der Bev\u00f6lkerung.<\/p>\n<h6>In Salzburg&#8230;<\/h6>\n<p>Und in Salzburg? Ein ehrlicher Befund: Ohne Sozialdemokrat_innen in der Regierung l\u00e4uft vieles aus dem Ruder, weil das Augenma\u00df f\u00fcr den sozialen Ausgleich verloren geht. Das beste Beispiel ist die skandal\u00f6se Wohnbauf\u00f6rderung, dank der Geld oft an die verschenkt wird, die es nicht brauchen, Luxus mitfinanziert wird, und Eigentum ohne soziale Verantwortung f\u00fcr k\u00fcnftige Generationen aufgebaut wird. Ganz nach dem Geschmack der \u00d6VP, die Klientelpolitik macht und unter Selbstaufgabe der Gr\u00fcnen, die das Wort \u201eNachhaltigkeit\u201c aus ihrem Wort\u00adschatz streichen sollten.<br \/>\nWenn Gleichheit unsere Gesellschaft gl\u00fccklicher macht, sollten wir Sozialdemokrat_innen uns nicht l\u00e4nger sch\u00e4men, diese zu fordern und zu gestalten.<\/p>\n<p>Das Buch von Kate Pickett und Richard Wilkinson \u201eGleichheit ist Gl\u00fcck: Warum gerechte Gesellschaften f\u00fcr alle besser sind\u201c aus 2010 ist eine gute Argumentationshilfe. Die Folgen des Auseinandertriftens unserer Welt im Gro\u00dfen und im Kleinen sind tragisch, sie\u00a0 gef\u00e4hrden mittlerweile auch unseren Frieden in Europa wieder. Nachzulesen bei Joseph Stiglitz \u201eDer Preis der Ungleichheit: Wie die Spaltung der Gesellschaft unsere Zukunft bedroht\u201c (2014).<br \/>\nBeide B\u00fccher sind ein guter Beweis, dass es sozialdemokratische Politik braucht. Wir sp\u00fcren es ohnehin, weil wir t\u00e4glich auf Ungerechtigkeiten sto\u00dfen. Reden wir dar\u00fcber und handeln wir danach!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00a0\u201eBraucht es noch die Sozialdemokratie\u201c ist eine Beitrags-Serie von Hallo Salzburg. 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