{"id":2258,"date":"2016-11-21T08:15:25","date_gmt":"2016-11-21T07:15:25","guid":{"rendered":"http:\/\/hallo-salzburg.at\/?p=2258"},"modified":"2016-11-21T12:27:35","modified_gmt":"2016-11-21T11:27:35","slug":"salzburg-schulterschluss-bei-psychiatrischer-versorgung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hallo-salzburg.at\/index.php\/2016\/11\/21\/salzburg-schulterschluss-bei-psychiatrischer-versorgung\/","title":{"rendered":"Salzburg: Schulterschluss bei psychiatrischer Versorgung"},"content":{"rendered":"<div id=\"fb-root\"><\/div>\n<p>Mindestens jeder zweite von uns ist laut Fachleuten irgendwann in seinem Leben von einer behandlungsbed\u00fcrftigen psychischen Erkrankung betroffen. Die h\u00e4ufigsten davon sind Depressionen, Suchterkrankungen, Angstst\u00f6rungen, Schizophrenie oder Essst\u00f6rungen. Betroffen ist man aber nicht nur als Patient_in. Nein, betroffen ist ein viel gr\u00f6\u00dferer Kreis. Familie, Freunde und Bekannte z\u00e4hlen hier genauso dazu, wie Kolleg_innen am Arbeits- oder Ausbildungsplatz. Auch bei dieser Form der Erkrankung gilt: Je schneller die Diagnose erstellt und mit der Behandlung begonnen wird, desto besser die Chancen f\u00fcr die PatientInnen.<\/p>\n<h5>Nachfrage gr\u00f6\u00dfer als Angebot<\/h5>\n<p>Hier sto\u00dfen die Patient_innen im Bundesland Salzburg schnell auf Probleme. Vor allem im S\u00fcden des Landes \u2013 im Pinzgau, Pongau und Lungau \u2013 l\u00e4sst die ad\u00e4quate Versorgung von PatientInnen mit psychischen Problemen noch immer zu w\u00fcnschen \u00fcbrig. Die Nachfrage nach einer professionellen Begleitung und Behandlung ist bedeutend gr\u00f6\u00dfer, als das Angebot.<\/p>\n<p>Im Jahr 2004 startete die psychiatrische Abteilung des Krankenhauses Schwarzach mit 20 Betten. Viel zu wenig, wie schnell erkannt wurde, weswegen die Bettenzahl schrittweise auf 59 erh\u00f6ht wurde. Aber auch dieses Angebot ist Aufgrund der starken Nachfrage im psychiatrischen Bereich im Innergebirg noch zu wenig. Sp\u00e4testens seit dem Jahr 2013 weisen Fachleute darauf regelm\u00e4\u00dfig hin und fordern f\u00fcr eine ad\u00e4quate Versorgung der PatientInnen 83 Betten.<\/p>\n<p>Erg\u00e4nzt wurde das Angebot im Bundesland Salzburg ab Februar 2012 durch die Erweiterung der Psychiatrischen Rehabilitation in St. Veit im Pongau. Mangelware ist nach wie vor die M\u00f6glichkeit der Behandlung und Betreuung von psychisch erkrankten Kindern und Jugendlichen. Die Umsetzung eines konkreten Projektes in Salzburg schleppt sich seit 2013 dahin.<\/p>\n<h5>Schulterschluss im Landtag<\/h5>\n<p>Die Initiative zur Verbesserung der Situation der Betroffenen ergriffen hat, nach einem Hilfeschrei der Psychiatrie im Krankenhaus Schwarzach, nun die Salzburger SP\u00d6 und deren Chef Walter Steidl. Nach hartem Ringen mit dem zust\u00e4ndigen Gesundheitslandesrat Christian St\u00f6ckl (\u00d6VP) erreichten die Sozialdemokraten den einstimmig gefassten Beschluss, die psychiatrische und psychosoziale Versorgung in enger Zusammenarbeit der Spit\u00e4ler und der niedergelassenen \u00c4rzt_innen zu optimieren, ein integriertes Gesamtkonzept nach dem Hamburger Modell zu entwickeln und ein psychosoziales Versorgungs- und Beratungskonzept von Kindern und Jugendlichen vor allem im S\u00fcden des Landes umzusetzen.<\/p>\n<p><!-- Embedded with Magic Embeds - https:\/\/magicembeds.com --><\/p>\n<div class=\"wef-measure\" style=\"max-width: 450px;\"><\/div>\n<div class=\"fb-post\" data-href=\"https:\/\/www.facebook.com\/spoe.salzburg\/photos\/a.10150194161251277.304968.151181431276\/10153838529791277\/?type=3&#038;theater\" data-width=\"450\" data-show-text=\"true\"><\/div>\n<p>Noch Ende Oktober richtete St\u00f6ckl dem Krankenhaus Schwarzach medial aus, selbst am Bettenmangel schuld zu sein. &#8220;Das Krankenhaus hat in der psychiatrischen Abteilung 39 bewilligte Betten am Standort Schwarzach und 20 am Standort St. Veit. Aufgrund des Personalmangels ist man aber nicht in der Lage, die 20 Betten in St. Veit station\u00e4r zu nutzen&#8221;, meinte er gegen\u00fcber der Kronenzeitung, nachdem die Fach\u00e4rzt_innen in einem offenen Brief bem\u00e4ngelten, dass man statt der derzeitigen 53 Betten mindestens 80 Betten ben\u00f6tigen w\u00fcrde. Anders sah das Walter Steidl, welcher auf die Verantwortung des Gesundheitslandesrates verwies: &#8220;Finanzreferent St\u00f6ckl verkennt seine Aufgabe, wenn er die Schuld an der dramatischen Situation im Innergebirg auf den Personalmangel schiebt. St\u00f6ckl muss als politisch Verantwortlicher die Voraussetzungen schaffen, dass sich Psychiater_innen f\u00fcr Salzburg als Arbeitsort entscheiden. Die Schuld immer zu auf andere zu schieben ist ein schlechter Stil des Herrn Gesundheitslandesrates\u201c, erkl\u00e4rte Steidl.<\/p>\n<p>\u201eEinfach machen!\u201c, lautet der neue Slogan auf den Plakaten der Salzburger SP\u00d6. Obwohl sie sich in der Oppositionsrolle befindet und \u00fcber keine Mehrheit im Landtag verf\u00fcgt, d\u00fcrfte sich Steidl diesen Spruch zu Herzen genommen haben und appellierte an die Vernunft der Abgeordneten der anderen Parteien. &#8220;Mir war es wichtig, dass das Problem \u00fcber die Parteigrenzen hinweg angegangen wird. Die Patient_innen brauchen L\u00f6sungen und schnelle Hilfe, hier darf Parteipolitik keine Rolle spielen&#8221;, so Steidl. Der Beschluss fiel einstimmig. Offensichtlich f\u00fchrte sein Appell zu einem Umdenken.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mindestens jeder zweite von uns ist laut Fachleuten irgendwann in seinem Leben von einer behandlungsbed\u00fcrftigen psychischen Erkrankung betroffen. Die h\u00e4ufigsten davon sind Depressionen, Suchterkrankungen, Angstst\u00f6rungen, Schizophrenie oder Essst\u00f6rungen. 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