{"id":2467,"date":"2017-01-25T11:11:29","date_gmt":"2017-01-25T10:11:29","guid":{"rendered":"http:\/\/hallo-salzburg.at\/?p=2467"},"modified":"2017-01-26T10:01:49","modified_gmt":"2017-01-26T09:01:49","slug":"was-ist-sicherheit-fuer-frauen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hallo-salzburg.at\/index.php\/2017\/01\/25\/was-ist-sicherheit-fuer-frauen\/","title":{"rendered":"Was ist Sicherheit f\u00fcr Frauen?"},"content":{"rendered":"<div id=\"fb-root\"><\/div>\n<h6>Ein Kommentar.<\/h6>\n<p>&#8220;\u00d6sterreich braucht Sicherheit\u201c &#8211; so lautete einer der Slogans der letzten FP\u00d6-Plakatserie zur Bundespr\u00e4sidentschaftswahl, die Alexander Van der Bellen am 4. Dezember gewann. Was mit dem Begriff Sicherheit gemeint ist, wird deutlich, wenn man sich die <a href=\"https:\/\/www.fpoe.at\/themen\/parteiprogramm\/sicherheit\/\">Homepage<\/a> der Freiheitlichen genauer ansieht: Dabei ist von Recht und Ordnung die Rede, von Heimatschutz, Sicherheitsexekutive und nat\u00fcrlich auch vom Asylthema. <a href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref1\"><\/a>In den Programmen der anderen Parteien findet Sicherheit zwar in entsch\u00e4rfter Form Erw\u00e4hnung, aber dennoch fast ausschlie\u00dflich im Zusammenhang mit den Themen <em>innere<\/em> Sicherheit, Netzpolitik, Extremismus und der Exekutive.<\/p>\n<blockquote><p>In einer Gesellschaft, in der sich Wandel gef\u00fchlt immer schneller, unkontrollierbarer und daher auch weniger prognostizierbar vollzieht, braucht es eine alternative Besetzung des Begriffs Sicherheit.<\/p><\/blockquote>\n<p>In einer Gesellschaft, in der sich Wandel gef\u00fchlt immer schneller, unkontrollierbarer und daher auch weniger prognostizierbar vollzieht, braucht es eine alternative Besetzung des Begriffs Sicherheit. Sicherheit bedeutet mehr als Stimmung zu machen gegen \u201edie Anderen\u201c.\u00a0 Wie k\u00f6nnen also die anderen Parteien diesen Begriff f\u00fcr sich gewinnen und damit wieder positiv besetzen?<\/p>\n<p>S\u00e4mtliche Milieustudien und Befragungen zu Lebensentw\u00fcrfen zeigen, dass sich das Schlagwort wie ein roter Faden durch die Haltungen und Einstellungen der Befragten zieht \u2013 egal, welcher Altersgruppe sie angeh\u00f6ren. So auch eine europaweite Umfrage unter Jugendlichen, bei der sich der ORF beteiligte. Sie tr\u00e4gt den Titel <a href=\"http:\/\/www.generation-what.at\/\">\u201eGeneration what?\u201c<\/a>.<a href=\"#_ftn2\" name=\"_ftnref2\"><\/a>Ein Viertel der 18 bis 34-J\u00e4hrigen hat Angst vor der Zukunft und ist davon <a href=\"http:\/\/wien.orf.at\/news\/stories\/2809103\/\">\u00fcberzeugt<\/a>, dass es der Nachfolgegeneration einmal schlechter gehen wird.<a href=\"#_ftn3\" name=\"_ftnref3\"> <\/a>Rund ein Drittel der berufst\u00e4tigen Befragten zwischen 16 und 17 Jahren machen sich gro\u00dfe Sorgen um ihre finanzielle Sicherheit.<\/p>\n<h5>&#8220;Welche Sorgen sollen diese jungen Menschen schon haben?&#8221;<\/h5>\n<p>So lautet m\u00f6glicherweise die Frage aus einem Blickwinkel des Wohlstandes. Leider aber gibt es viel zu viele Antworten darauf. Ziehen wir zur Veranschaulichung ein Beispiel heran: Paula, 14 Jahre alt, steht kurz vor dem Abschluss der polytechnischen Schule und m\u00f6chte n\u00e4chstes Jahr eine Lehre im technischen Bereich beginnen. Sie hat lange \u00fcberlegt, und obwohl sie eigentlich lieber Kosmetikerin werden m\u00f6chte, hat sie sich dagegen entschieden, denn bereits in der Lehre werden Frauen mit der Einkommensschere zum anderen Geschlecht konfrontiert. Besonders jene Sparten, in denen junge Frauen vertreten sind, werden schlecht bezahlt. Zudem unterliegen Kosmetiker_innen in der Lehre keinem Kollektivvertrag, die Bezahlung ist an jene der Friseur_innen angelehnt.<\/p>\n<p>Paulas* gro\u00dfe Schwester musste ihre Lehre aufgrund einer Schwangerschaft abbrechen, auch das macht dem jungen M\u00e4dchen gro\u00dfe Sorgen. Ihre Schwester hatte Gl\u00fcck, dass sie ein famili\u00e4res Netz hat, welches sie aufgefangen hat, sowohl finanziell als auch pers\u00f6nlich. Um M\u00e4dchen wie Paula solche Sorgen zu nehmen und ihnen die Sicherheit zu bieten, dass sie ihr Leben so gestalten k\u00f6nnen, wie sie wollen, braucht es endlich gerechte Bezahlung in Lehre und Beruf. Ein wichtiger Schritt in diese Richtung w\u00e4re Lohntransparenz, wie sie nun auch von Bundeskanzler Christian Kern (SP\u00d6) in seinem Plan A gefordert wurde und in vielen L\u00e4ndern (z. B. Schweden, Gro\u00dfbritannien, Norwegen) bereits der Fall ist. Doch noch weitere Ma\u00dfnahmen braucht es dringend: Ein Recht auf Teilzeitlehre bei Schwangerschaft, die Verl\u00e4ngerung der Lehrzeit nach Geburt eines Kindes oder auch die Verh\u00fctung auf Krankenschein, w\u00e4ren erste wichtige Schritte. Hormonelle Verh\u00fctungsmittel k\u00f6nnten au\u00dferdem bis zum Abschluss einer Ausbildung von der Krankenkasse \u00fcbernommen werden, ebenso Schwangerschaftsabbr\u00fcche. Konkrete Vorschl\u00e4ge und Ma\u00dfnahmen, die auch \u2013 teilweise auf L\u00e4nderebene \u2013 umsetzbar sind, k\u00f6nnen Frauen die Sicherheit geben, ihre Ziele zu verfolgen.<\/p>\n<p>F\u00fcr Paula bedeutet Sicherheit viel mehr, als diffuse \u00c4ngste auf bestimmte Gruppen zu \u00fcbertragen: Die Sicherheit, das Leben nach den eigenen Vorstellungen gestalten zu k\u00f6nnen, sollte das Ziel unserer Parteien sein.<\/p>\n<p><em>*Paula ist ein fiktives Beispiel. Ihre Sorgen sind jedoch f\u00fcr viele M\u00e4dchen in ihrem Alter Alltag.<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref3\" name=\"_ftn3\"><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein Kommentar. &#8220;\u00d6sterreich braucht Sicherheit\u201c &#8211; so lautete einer der Slogans der letzten FP\u00d6-Plakatserie zur Bundespr\u00e4sidentschaftswahl, die Alexander Van der Bellen am 4. Dezember gewann. 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