{"id":3117,"date":"2017-04-19T14:04:30","date_gmt":"2017-04-19T12:04:30","guid":{"rendered":"http:\/\/hallo-salzburg.at\/?p=3117"},"modified":"2017-04-19T17:44:51","modified_gmt":"2017-04-19T15:44:51","slug":"wer-ist-schuld-an-der-gesundheitsmisere-im-bundesland-salzburg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hallo-salzburg.at\/index.php\/2017\/04\/19\/wer-ist-schuld-an-der-gesundheitsmisere-im-bundesland-salzburg\/","title":{"rendered":"Wer ist schuld an der Gesundheitsmisere im Bundesland Salzburg?"},"content":{"rendered":"<div id=\"fb-root\"><\/div>\n<p><em>Die Gesundheitspolitik der Landesregierung wirft die Frage auf, ob Spitalsreferent Christian St\u00f6ckl (\u00d6VP) die Gesundheitsversorgung im l\u00e4ndlichen Raum mit einer Blinddarm-OP verwechselt. Einfach wegschneiden?<br \/>\n<strong>Karikatur: Daniel Jokesch<\/strong><\/em><\/p>\n<hr \/>\n<p>Nur wenige Tage, nachdem die \u00d6VP Salzburg die Sorgen in der Bev\u00f6lkerung um das Krankenhaus Mittersill \u00f6ffentlich als unbegr\u00fcndet bezeichnete und erneut die seit Jahren versprochenen Investitionen ank\u00fcndigte, macht sich der zust\u00e4ndige Gesundheitsreferent Christian St\u00f6ckl pl\u00f6tzlich auch selbst wieder Sorgen. Kleinere Spit\u00e4ler und die haus\u00e4rztliche Versorgung am Land seien in Gefahr, verk\u00fcndete er in einem Interview mit dem <a href=\"http:\/\/salzburg.orf.at\/news\/stories\/2837805\/\">ORF<\/a> und machte im selben Atemzug die Bundesregierung daf\u00fcr verantwortlich. Mit H\u00e4me auf seine j\u00fcngsten Aussagen reagierte die Salzburger SP\u00d6.\u00a0 St\u00f6ckl w\u00fcrde stets die Verantwortung auf andere schieben, w\u00e4hrend er mit seiner fehlenden Gesundheitslanung die kleinen Krankenh\u00e4user im Bundesland gef\u00e4hrde, lautet die Kritik. Schuld an der mangelnden \u00e4rztlichen Versorgung im l\u00e4ndlichen Raum sei nicht das Arbeitsgesetz, sondern die Planlosigkeit der Landesregierung.<\/p>\n<p>\u201eSt\u00f6ckl hat beim Krankenhaus Mittersill wieder einmal gezeigt, dass ihm die Aufgaben \u00fcber den Kopf wachsen. Der Grund f\u00fcr den \u00c4rztemangel in Mittersill liegt in der schlechten Planung seitens des Gesundheitsreferenten selbst und der damit einhergehenden Perspektivenlosigkeit f\u00fcr das \u00e4rztliche Personal. Das gef\u00e4hrdet die kleinen Krankenh\u00e4user und nicht die gesetzlichen Vorgaben des Bundes\u201c, so der Salzburger SP\u00d6-Chef Walter Steidl in einer Aussendung und verweist darin auf den Umstand, dass sich St\u00f6ckl nach wie vor weigert, eine Mindestzahl von 32 Ausbildungsstellen im Salzburger Krankenanstaltengesetz festzuschreiben, wie es von Expert_innen der \u00c4rztekammer <a href=\"http:\/\/www.salzburg.gv.at\/Stellungnahmen zu Gesetzentw%C3%BCrfen\/K-Krankenanstaltengesetz\/\u00e4rztekammer_salzburg_ges-1103-417.pdf\" target=\"_blank\">empfohlen<\/a> wird. \u00c4hnliche Worte findet sein Parteikollege NR-Abg. Walter Bacher: &#8220;F\u00fcr die Misere im Krankenhaus Mittersill gibt es genau einen Verantwortlichen und der hei\u00dft Christian St\u00f6ckl.&#8221;<\/p>\n<h4>Seit April im KH Mittersill: Bettenzahl auf der &#8220;Interne&#8221; halbiert<\/h4>\n<p>W\u00e4hrend die \u00d6VP mit ganzseitigen Einschaltungen in den Bezirksmedien der Kritik vonseiten der Opposition entgegentrat und versuchte, die Bev\u00f6lkerung zu beruhigen, nimmt die Situation im Krankenhaus Mittersill mittlerweile dramatische Z\u00fcge an. So musste Anfang April die Zahl der Betten von 40 auf 20 halbiert werden. &#8220;<em>I<\/em>n der Nacht ist zeitweise \u00fcberhaupt kein \u00e4rztliches Personal mehr anwesend\u201c, berichtet Walter Bacher und erg\u00e4nzt: &#8220;Aus diesem Grund wurden die Haus\u00e4rzte und das Rote Kreuz angewiesen, am Wochenende und in der Nacht alle Patienten nach Zell am See zu \u00fcberweisen bzw. zu bringen. Auch am Osterwochenende gibt es mehrere dokumentierte F\u00e4lle. So schauen die Versprechungen des Herrn St\u00f6ckl aus.&#8221; Tats\u00e4chlich muss die Interne in der Nacht zeitweise ohne Arzt auskommen, weil es nur mehr einen gibt, der allerdings zwischen Zell am See und Mittersill hin und her pendelt.<\/p>\n<h4>Ist Christian St\u00f6ckl mit seiner Aufgabe als Gesundheitsreferent \u00fcberfordert?<\/h4>\n<p>Bereits in der Vergangenheit schob Christian St\u00f6ckl gerne anderen die Schuld f\u00fcr die Probleme in der Salzburger Gesundheitspolitik zu. So etwa machte er erst k\u00fcrzlich die Gemeinde Zell am See daf\u00fcr verantwortlich, dass es im Tauernklinikum an Pl\u00e4tzen f\u00fcr Dialysepatient_innen fehlt. Ein weiteres Beispiel war ein Ansuchen auf Gr\u00fcndung einer Gruppenpraxis f\u00fcr Pr\u00e4nataldiagnostik von vier Salzburger Gyn\u00e4kologen. Begr\u00fcndung: Der Bedarf sei gedeckt. Dies liegt allerdings unmittelbar daran, dass die ansuchenden \u00c4rzte selbst sind, die f\u00fcr die Deckung des Bedarfs verantwortlich waren. Der als fadenscheinig bezeichnete Bescheid wurde in der weiteren Folge zwar vom Landesverwaltungsgericht aufgehoben, doch auch diesemal wies St\u00f6ckl jede Verantwortung von sich. Damit so etwas nicht mehr passieren k\u00f6nne, brauche es ein Bundesgesetz, lautete seine Reaktion.<\/p>\n<p>Gleichzeitig vergr\u00f6\u00dfert sich die Anzahl der \u201aBaustellen\u2018 zunehmend. So steht neben der Politik zum Krankenhaus Mittersill auch die Reduktion der \u00d6ffnungszeiten im Krankenhaus Hallein, die fehlende not\u00e4rztliche Versorgung im Tennengau und neuerdings auch im Flachgau in der Kritik. Dort kam es im vergangenen Dezember zu einem tragischen Todesfall, der mit einer fl\u00e4chendeckenden not\u00e4rztlichen Versorgung verhindert werden h\u00e4tte k\u00f6nnen. \u201eSelbst der not\u00e4rztliche St\u00fctzpunkt im Pinzgau wurde erst umgesetzt, nachdem wir gemeinsam mit Expertinnen und Experten so hart daf\u00fcr gek\u00e4mpft haben&#8221;,betont Bacher. Die not\u00e4rztliche Versorgung ist Landeskompetenz. Die landesweite not\u00e4rztliche Versorgung wurde bereits im Oktober 2015 im Salzburger Landtag beschlossen. Umgesetzt wurde sie von St\u00f6ckl bis dato nicht.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Gesundheitspolitik der Landesregierung wirft die Frage auf, ob Spitalsreferent Christian St\u00f6ckl (\u00d6VP) die Gesundheitsversorgung im l\u00e4ndlichen Raum mit einer Blinddarm-OP verwechselt. Einfach wegschneiden? 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