{"id":3129,"date":"2017-04-21T10:12:39","date_gmt":"2017-04-21T08:12:39","guid":{"rendered":"http:\/\/hallo-salzburg.at\/?p=3129"},"modified":"2017-04-21T10:12:39","modified_gmt":"2017-04-21T08:12:39","slug":"salzburger_innen-unzufrieden-loehne-zu-niedrig","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hallo-salzburg.at\/index.php\/2017\/04\/21\/salzburger_innen-unzufrieden-loehne-zu-niedrig\/","title":{"rendered":"Salzburger_innen unzufrieden: L\u00f6hne zu niedrig"},"content":{"rendered":"<div id=\"fb-root\"><\/div>\n<p>Der finanzielle Druck auf die Menschen steigt. Immer mehr Menschen leiden unter den hohen Lebenserhaltungskosten. Besonders schwer haben es jene, die weniger als 1300 Euro netto pro Monat verdienen. Laut neuen Zahlen der Arbeiterkammer sind eine halbe Million der \u00d6sterreicher_innen betroffen. Besonders unzufrieden mit der Situation sind die Salzburger_innen. Auch in \u00d6sterreich\u00a0scheint es mittlerweile &#8220;working poor&#8221;, das hei\u00dft Menschen, die trotz Besch\u00e4ftigung(en) in Armut leben, zu geben. Hohe Mietkosten kommen zu dieser Situation erschwerend hinzu.<\/p>\n<h5>Junge und Frauen besonders betroffen<\/h5>\n<p>Besonders betroffen sind junge Menschen. Fast ein Viertel der unter 25-j\u00e4hrigen f\u00e4llt in den Niedriglohnbereich. Verglichen zu den anderen Altersgruppen ist dies ein hoher Anteil &#8211; hier liegt der Anteil an Menschen mit geringem Einkommen zwischen zehn und 15 Prozent. 31 Prozent der jungen Frauen und 16 Prozent der jungen M\u00e4nner arbeiten f\u00fcr einen Niedriglohn. Wenig \u00fcberraschend sind jene Personen mit geringerem Bildungsabschluss eher gef\u00e4hrdet, in die unterste Einkommensklasse zu fallen. Mehr als 25 Prozent der Besch\u00e4ftigten mit Pflichtschulabschluss arbeiten f\u00fcr einen Niedriglohn. Das geringste Risiko in den Niedriglohnbereich zu fallen haben\u00a0Akademiker_innen. Drei Prozent der Akademiker_innen arbeiten f\u00fcr ebensowenig Geld. Erneut best\u00e4tigt auch diese Erhebung, dass Frauen am Arbeitsmarkt benachteiligt sind. Im Niedriglohnsektor arbeiten wesentlich mehr Frauen als M\u00e4nner. W\u00e4hrend neun Prozent der M\u00e4nner weniger als 1300 Euro netto pro Monat verdienen, liegt der Anteil der Frauen bei 20 Prozent.<\/p>\n<h5>Spitzenreiter: Textilbranche und Einzelhandel<\/h5>\n<p>Besonders betroffen sind &#8220;traditionelle&#8221; Frauenbranchen. In der Textilbranche und im Einzelhandel, beides Branchen, in denen \u00fcberdurchschnittlich viele Frauen besch\u00e4ftigt sind, ist der Anteil jener, die unter 1.300 Euro netto verdient, besonders hoch. Auch Leiharbeiter_innen sind besonders betroffen: Fast 30 Prozent verdienen monatlich weniger als 1.300 Euro. Besonders betroffen sind auch Personen, die im Tourismus besch\u00e4ftigt sind. Jobs in diesen Branchen werden seit jeher schlechter bezahlt. Besonders dramatisch ist dies f\u00fcr das Bundesland Salzburg, da der Tourismus in der Wirtschaft eine wichtige Rolle einnimmt und viele Arbeitspl\u00e4tze davon abh\u00e4ngen. Besonders im Pinzgau ist der Tourismus zentrales Standbein der Wirtschaft &#8211; dies zeichnet sich auch in den L\u00f6hnen ab. Beim Lohnvergleich der Bezirke nehmen Pinzgau und Pongau jeweils den vorletzten, beziehungsweise letzten Platz ein.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-3136 size-large\" src=\"https:\/\/hallo-salzburg.at\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/girl-1131853_1920-1024x685.jpg\" width=\"1024\" height=\"685\" srcset=\"https:\/\/hallo-salzburg.at\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/girl-1131853_1920-1024x685.jpg 1024w, https:\/\/hallo-salzburg.at\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/girl-1131853_1920-300x201.jpg 300w, https:\/\/hallo-salzburg.at\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/girl-1131853_1920-768x514.jpg 768w, https:\/\/hallo-salzburg.at\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/girl-1131853_1920-1170x783.jpg 1170w, https:\/\/hallo-salzburg.at\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/girl-1131853_1920-585x392.jpg 585w, https:\/\/hallo-salzburg.at\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/girl-1131853_1920-440x294.jpg 440w, https:\/\/hallo-salzburg.at\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/girl-1131853_1920.jpg 1920w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/p>\n<h5>Arbeitslosigkeit als Risiko<\/h5>\n<p>Einem besonderen Risiko sind auch Arbeitslose ausgesetzt. Ihre einzige Chance, am Arbeitsmarkt wieder Fu\u00df zu fassen, ist oftmals der Niedriglohnsektor. Die Zahlen best\u00e4tigen diese Aussage: 22 Prozent der Personen, die im letzten Jahr ohne Erwerbst\u00e4tigkeit waren, arbeiten nun f\u00fcr einen Niedriglohn.\u00a0Im Vergleich dazu sind in der Gruppe jener, die in den vergangenen zw\u00f6lf Monaten durchgehend besch\u00e4ftigt waren, \u00a0&#8220;nur&#8221; elf Prozent im Nierdirglohnsektor besch\u00e4ftigt. Arbeitnehmer_innen in der Privatwirtschaft sind vergleichsweise \u00f6fter von niedrigen L\u00f6hnen betroffen. 18 Prozent der Arbeiter_innen und Angestellten verdienen unter 1300 Euro netto.<\/p>\n<p>Staatsbedienstete sind weniger oft betroffen. Nur zwei Prozent der \u00f6ffentlich Bediensteten beziehen Niedriglohn. Ebenso gibt es\u00a0im Unterrichtswesen, im Verkehr, in der Industrie und am Bau einen geringen Anteil an Besch\u00e4ftigten, die in diesen Sektor fallen. Am besten gesch\u00fctzt sind Arbeitnehmer_innen in Gro\u00dfbetrieben, in denen es einen Betriebsrat gibt.<\/p>\n<h5>Elf Prozent kommen nicht mit Lohn aus<\/h5>\n<p>65 Prozent der Besch\u00e4ftigten, die unter 1300 Euro netto verdienen, gaben an, mit ihrem Einkommen nur knapp auszukommen. Elf Prozent der Besch\u00e4ftigten im Niedriglohnsektor kommen mit ihrem Einkommen gar nicht \u00fcber die Runden. Dies wirkt sich auf die Arbeitszufriedenheit der Arbeitnehmer_innen im Niedriglohnsektor aus: Sie liegt f\u00fcnf Punkte unter dem durchschnittlichen Wert von 106 Punkten. Dar\u00fcber hinaus f\u00fcrchten acht von zehn der Betroffenen, dass sie sp\u00e4ter mit ihrer Pension nur knapp auskommen werden.<\/p>\n<p>&#8220;Es kann nicht sein, dass Menschen, die 40 Stunden pro Woche arbeiten, nicht mehr \u00fcber die Runden kommen. Dieser Entwicklung muss Einhalt geboten werden&#8221;, kommentierte Walter Steidl (SP\u00d6) die Situation. In Salzburg fordert die SP\u00d6 in ihrer Fr\u00fchjahrskampagne geringere Mieten, die Einf\u00fchrung des geb\u00fchrenfreien Kindergartens und ein g\u00fcnstigeres \u00d6ffi-Ticket, um die Menschen finanziell zu entlasten.<\/p>\n<h5>Kalliauer fordert 1700 Euro Mindestlohn<\/h5>\n<p>Aufgrund der Zahlen zeigt man sich vonseiten der Arbeiterkammer besorgt. Die Arbeiterkammer fordert erneut die Einf\u00fchrung eines 1700 Euro Brutto-Mindestlohns. Der ober\u00f6sterreichische AK-Pr\u00e4sident Kalliauer argumentiert, dass man von einem 40-Stunden-Job auch ohne Zusch\u00fcsse leben k\u00f6nnen muss. Das aktualisierte Regierungsprogramm enth\u00e4lt die Umsetzung eines 1500 Euro Brutto-Mindestlohns.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der finanzielle Druck auf die Menschen steigt. Immer mehr Menschen leiden unter den hohen Lebenserhaltungskosten. Besonders schwer haben es jene, die weniger als 1300 Euro netto pro Monat verdienen. Laut&hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":10,"featured_media":3130,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_exactmetrics_skip_tracking":false,"_exactmetrics_sitenote_active":false,"_exactmetrics_sitenote_note":"","_exactmetrics_sitenote_category":0,"footnotes":"","_links_to":"","_links_to_target":""},"categories":[24,2],"tags":[809,1388,1389,860,908,7,381,1390],"coauthors":[1208],"class_list":["post-3129","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-gesellschaft","category-politik","tag-arbeiterkammer","tag-fruehjahrskampagne","tag-niedriglohnsektor","tag-teuerung","tag-tourismus","tag-walter-steidl","tag-wirtschaft","tag-working-poor"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/hallo-salzburg.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3129","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/hallo-salzburg.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/hallo-salzburg.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hallo-salzburg.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/10"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hallo-salzburg.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=3129"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/hallo-salzburg.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3129\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3140,"href":"https:\/\/hallo-salzburg.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3129\/revisions\/3140"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hallo-salzburg.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media\/3130"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/hallo-salzburg.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=3129"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/hallo-salzburg.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=3129"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/hallo-salzburg.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=3129"},{"taxonomy":"author","embeddable":true,"href":"https:\/\/hallo-salzburg.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/coauthors?post=3129"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}