{"id":3443,"date":"2017-06-13T21:56:59","date_gmt":"2017-06-13T19:56:59","guid":{"rendered":"http:\/\/hallo-salzburg.at\/?p=3443"},"modified":"2017-06-13T21:56:59","modified_gmt":"2017-06-13T19:56:59","slug":"hoher-nachhilfebedarf-bei-salzburgs-schueler_innen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hallo-salzburg.at\/index.php\/2017\/06\/13\/hoher-nachhilfebedarf-bei-salzburgs-schueler_innen\/","title":{"rendered":"Hoher Nachhilfebedarf bei Salzburgs Sch\u00fcler_innen!"},"content":{"rendered":"<div id=\"fb-root\"><\/div>\n<p>Die hohen Nachhilfekosten stellen eine starke Belastung f\u00fcr Salzburger Eltern dar. Zus\u00e4tzlich zu ohnehin hohen Schulkosten m\u00fcssen Eltern im Bedarfsfall noch Nachhilfekosten tragen. K\u00f6nnen sich Familien zus\u00e4tzliche Kosten nicht leisten, sind die Verlierer_innen in der Regel die Kinder.<\/p>\n<h4>Nachhilfebedarf unver\u00e4ndert<\/h4>\n<p>Viele Salzburger Sch\u00fcler_innen nehmen zus\u00e4tzliche F\u00f6rderung in Form von Nachhilfe in Anspruch. Bei einer Umfrage gaben 22 Prozent der Eltern an, dass zumindest eines ihrer Kinder schon einmal private Nachhilfe ben\u00f6tigte. 11000 der 67000 der Salzburger Sch\u00fcler_innnen besuchen zumindest w\u00e4hrend der Sommerferien oder w\u00e4hrend des laufenden Schuljahres Nachhilfe &#8211; das sind 16 Prozent. Der Bedarf ist jedoch weitaus gr\u00f6\u00dfer. Vier Prozent der Eltern h\u00e4tten ihren Kindern den Besuch einer Nachhilfe gern erm\u00f6glicht, konnten sich dies aber nicht leisten. Tats\u00e4chlich br\u00e4uchten dementsprechend 20 Prozent der Sch\u00fcler_innen Nachhilfe. In Salzburg sind konkret 2000 Kinder davon betroffen, die zus\u00e4tzliche F\u00f6rderung ben\u00f6tigen w\u00fcrden.<\/p>\n<h4><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-3458 size-full\" src=\"https:\/\/hallo-salzburg.at\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/ec-cash-1750490_1920-8.jpg\" alt=\"\" width=\"1920\" height=\"1280\" srcset=\"https:\/\/hallo-salzburg.at\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/ec-cash-1750490_1920-8.jpg 1920w, https:\/\/hallo-salzburg.at\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/ec-cash-1750490_1920-8-300x200.jpg 300w, https:\/\/hallo-salzburg.at\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/ec-cash-1750490_1920-8-768x512.jpg 768w, https:\/\/hallo-salzburg.at\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/ec-cash-1750490_1920-8-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/hallo-salzburg.at\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/ec-cash-1750490_1920-8-1170x780.jpg 1170w, https:\/\/hallo-salzburg.at\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/ec-cash-1750490_1920-8-585x390.jpg 585w, https:\/\/hallo-salzburg.at\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/ec-cash-1750490_1920-8-440x293.jpg 440w\" sizes=\"auto, (max-width: 1920px) 100vw, 1920px\" \/><\/h4>\n<h4>Nachhilfekosten belasten Familien<\/h4>\n<p>Ein Blick auf die Zahlen zeigt: Die Situation hat sich auch in den letzten Jahren nicht ge\u00e4ndert &#8211; die Zahlen sind fast unver\u00e4ndert. Im Jahr 2015 gaben Salzburger Haushalte 593 Euro f\u00fcr Nachhilfe aus.\u00a0Die Zahlen der aktuellen Nachhilfestudie sind ann\u00e4hernd gleich: Familien geben j\u00e4hrlich 590 Euro f\u00fcr Nachhilfe aus.\u00a0Insgesamt betragen die Kosten f\u00fcr Nachhilfe in Salzburg j\u00e4hrlich 5,4 Millionen Euro. \u00a043 Prozent der Befragten gaben an, dass die zus\u00e4tzlichen Nachhilfekosten sie stark belasten. Finanzschwache Haushalte k\u00f6nnen sich \u00fcberhaupt keine Nachhilfe f\u00fcr ihre Kinder leisten. In Salzburg brachte die\u00a0 SP\u00d6 brachte zu genau diesem Thema einen Antrag im Landtag ein, in dem sie forderte, kostenlose Nachhilfe in den Bildungseinrichtungen zu etablieren. &#8220;So lange wir noch keine fl\u00e4chendeckende Ganztagsschule haben,\u00a0erachten wir es als sinnvolle Ma\u00dfnahme, dass das Land Salzburg die Kosten f\u00fcr Nachhilfe \u00fcbernimmt. Immerhin geht es hier um unsere Kinder und ihren Start ins Leben. Wir\u00a0wollen, dass alle Kinder die gleichen Chancen haben&#8221;, erkl\u00e4rt\u00a0Walter Steidl (SP\u00d6).<\/p>\n<h4>Nachmittagsbetreuung mindert Bedarf<\/h4>\n<p>Dar\u00fcber hinaus brachte die Befragung hervor, dass der Besuch einer Nachmittagsbetreuung in der Schule den Nachhilfebedarf verminderte. Inhalte w\u00fcrden in der schulischen Nachmittagsbetreuung vertieft und somit sei weitere Nachhilfe nicht notwendig. Arbeiterkammer Pr\u00e4sident Pichler fordert den Ausbau der Betreuungsangebote, um Bildungsgerechtigkeit herzustellen. Im aktuellen Schulsystem werde der Bildungsgrad der Eltern\u00a0an die Kinder weitervererbt. Um Chancengerechtigkeit herzustellen, sei die Einf\u00fchrung der fl\u00e4chendeckenden schulischen Nachmittagsbetreuung notwendig.<\/p>\n<h4>Ausbaubedarf: Nachmittagsbetreuung<\/h4>\n<p>In den Salzburger Bezirken besteht nach wie vor gro\u00dfer Bedarf, die Nachmittagsbetreuung auszubauen. In Salzburg gibt es 315 Pflichtschulen von denen 101 Schulen eine Nachmittagsbetreuung anbieten. Davon sind\u00a0aber allein in der Stadt Salzburg 36,6 Prozent dieser Angebote zu finden: 73 Prozent der Pflichtschulen in der Stadt bieten Nachmittagsbetreuung an. W\u00e4hrend es in Hallein und Salzburg Umgebung noch immerhin ein Drittel sind, bieten im Pinzgau und Pongau nur 26 Prozent der Schulen Nachmittagsbetreuung an. Das Schlusslicht bildet der Lungau mit 13 Prozent.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die hohen Nachhilfekosten stellen eine starke Belastung f\u00fcr Salzburger Eltern dar. Zus\u00e4tzlich zu ohnehin hohen Schulkosten m\u00fcssen Eltern im Bedarfsfall noch Nachhilfekosten tragen. 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