{"id":3989,"date":"2017-07-28T13:02:33","date_gmt":"2017-07-28T11:02:33","guid":{"rendered":"http:\/\/hallo-salzburg.at\/?p=3989"},"modified":"2017-07-28T13:02:33","modified_gmt":"2017-07-28T11:02:33","slug":"welt-hepatitis-tag-oesterreich-mit-zweithoechster-sterberate-innerhalb-der-eu","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hallo-salzburg.at\/index.php\/2017\/07\/28\/welt-hepatitis-tag-oesterreich-mit-zweithoechster-sterberate-innerhalb-der-eu\/","title":{"rendered":"Welt-Hepatitis-Tag: \u00d6sterreich mit zweith\u00f6chster Sterberate innerhalb der EU"},"content":{"rendered":"<div id=\"fb-root\"><\/div>\n<p><strong>Wie jedes Jahr will der Welt-Hepatits-Tag am 28. Juli auch heuer statt, diesmal unter dem Motto &#8220;Hepatitis eliminieren&#8221;. Aktuellen Sch\u00e4tzungen der WHO zufolge leben weltweit 257 Millionen Menschen mit Hepatitis B und 71 Millionen mit Hepatitis C. Das Ziel ist es, Infektionen bis 2030 drastisch einzud\u00e4mmen.<\/strong><\/p>\n<p>Obwohl in \u00d6sterreich die Hepatitis B-Impfung (allerdings nicht Hepatitis A) im Gratiskinderimpfprogramm enthalten ist, sterben j\u00e4hrlich hunderte Menschen daran. So gab es in absoluten Zahlen im Jahr 2014 etwa 268 Todesf\u00e4lle. Pro Kopf gerechnet weist \u00d6sterreich nach Italien laut Eurostat-Daten die h\u00f6chste Todesrate auf. W\u00e4hrend in Italien auf eine Million Einwohner 40 Hepatitis-Tote kommen, sind es in \u00d6sterreich 32 Todesopfer. In Finnland wiederum sterben mit zwei Todesopfern pro einer Million Einwohnern am wenigsten Menschen an der Krankheit. Der EU-Durchschnitt liegt bei 14 Toten pro einer Million. Hepatitis bedeutet entz\u00fcndliche Sch\u00e4digung der Leber. Die h\u00e4ufigsten Ausl\u00f6ser sind Virusinfektionen, daneben spielen Alkohol und Fehlern\u00e4hrung (Softdrinks) eine immer gr\u00f6\u00dfere Rolle. Seltener sind Autoimmunerkrankungen oder Medikamente verantwortlich.<\/p>\n<p>Wenig \u00fcberraschend ist in \u00d6terreich Hepatitis C die h\u00e4ufigste verbreitete Form. F\u00fcr diese gibt es n\u00e4mlich keine M\u00f6glichkeit zur Impfung. Weltweit betrachtet ist allerdings Hepatits B die h\u00e4ufigste Hepatitiserkankung. Sie kann \u00fcber Blut und K\u00f6rperfl\u00fcssigkeiten, aber auch w\u00e4hrend der Geburt \u00fcbertragen werden. \u00dcber 90 Prozent der Infektionen heilen spontan, das Virus hinterl\u00e4sst aber genetische Spuren und kann bei schlechter Immunlage reaktiviert werden. Weniger als 10 Prozent der Infizierten entwickeln eine chronische Entz\u00fcndung. Mit hochwirksamen antiviralen Medikamenten kann bei diesen Patientinnen und Patienten die Krankheitsaktivit\u00e4t jedoch unterdr\u00fcckt, und das langfristige Risiko von Leberzirrhose und Leberkrebs reduziert werden. Medikamente zur definitiven Heilung der Infektion gibt es noch nicht, sind aber in Entwicklung. Wie Hepatitis B wird Hepatitis C auch \u00fcber das Blut und Blutprodukte \u00fcbertragen, also unter anderem auch durch Drogeninjektion. Unbehandelt kann die Hepatitis C bei einem Teil der Betroffenen Leberzirrhose oder Leberkrebs ausl\u00f6sen. Auch wenn es keine Impfung gibr, ist die Therapie in vielen F\u00e4llen effektiv. Hepatitis A\u00a0 kann in der Regel \u00fcber kontaminierte Lebensmittel bei schlechten Hygienebedingungen oder durch Kontakt mit infekti\u00f6sen Ausscheidungen sowie sexuell \u00fcbertragen werden, heilt aber immer aus und f\u00fchrt nur vor\u00fcbergehend zur Leberentz\u00fcndung. Diese kann bei Erwachsenen schwer verlaufen. Eine Impfung ist zwar nicht im Gratiskinderimpfprogramm enthalten, aber g\u00fcnstig verf\u00fcgbar. Es gibt Kombinationsimpfungen, bei denen eine eine Immunisierung gegen die Viren des Typs A und B stattfindet.<\/p>\n<h5>Impfen sch\u00fctzt und beugt weiterer Verbreitung vor<\/h5>\n<p>Die Wahrscheinlichkeit, sch mit Hepatitis B zu infizieren, ist bei fehlendem Impfschutz etwa 100 Mal so hoch wie die Gefahr, sich mit HIV anzustecken. Die Gefahr, sich mit Hepatitis C zu infizieren, ist immerhin 10 Mal so hoch. Impfen zahlt sich daher in jedem Fall aus und sch\u00fctzt nicht nur vor der Erkrankung mit Hepatitis A oder B, sondern beugt auch der weiteren Verbreitung des Virus vor.<\/p>\n<p>Ein weiterer Schritt zur Eind\u00e4mmung des Virus wurde mit einer Ma\u00dfnahme gesetzt, welche der Nationalrat erst k\u00fcrzlich beschloss. Mitarbeiter_innen der Freiwilligen Feuerwehren k\u00f6nnen sich k\u00fcnftig gratis gegen Hepatitis A und B impfen lassen. Diese Gruppe ist aufgrund ihres ehrenamtlichen Einsatzes in vielen Notf\u00e4llen einem besonderen Infektionsrisiko ausgesetzt. Eine Ma\u00dfnahme, die auch in Salzburgs Politiklandschaft positiv aufgenommen wurde. &#8220;Tausende M\u00e4nner und Frauen stellen ihre Freizeit unentgeltlich und ehrenamtlich zur Verf\u00fcgung um im Dienst der Freiwilligen Feuerwehr Tag und Nacht f\u00fcr die Gesellschaft bereit und im Notfall im Einsatz zu stehen. Umso erfreulicher ist es, dass die langj\u00e4hrige Forderung nach einer gratis Hepatitis-Schutzimpfung f\u00fcr Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr umgesetzt und im Nationalrat beschlossen wurde&#8221;, so die Stellungnahme vom \u00d6VP-Landesgesch\u00e4ftsf\u00fchrer Wolfgang Mayer. Hochzufrieden zeigte sich auch der Salzburger SP\u00d6-Chef Walter Steidl: &#8220;Ich freue mich, dass die Gratis-Impfung auf Dr\u00e4ngen der SP\u00d6 nun durchgesetzt wurde und halte sie f\u00fcr eine wichtige Unterst\u00fctzung unserer Feuerwehrleute. Immerhin setzen sie sich mit ihrem ehrenamtlichen Einsatz einer erh\u00f6hten Ansteckungsgefahr aus. Die Wertsch\u00e4tzung, die wir unseren Blaulichtorganisationen entgegenbringen, kann nicht hoch genug sein.&#8221;<\/p>\n<div id=\"attachment_3998\" style=\"width: 1034px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-3998\" class=\"wp-image-3998 size-large\" src=\"https:\/\/hallo-salzburg.at\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/OR_8478-3-1024x680.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"680\" srcset=\"https:\/\/hallo-salzburg.at\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/OR_8478-3-1024x680.jpg 1024w, https:\/\/hallo-salzburg.at\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/OR_8478-3-300x199.jpg 300w, https:\/\/hallo-salzburg.at\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/OR_8478-3-768x510.jpg 768w, https:\/\/hallo-salzburg.at\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/OR_8478-3-1170x777.jpg 1170w, https:\/\/hallo-salzburg.at\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/OR_8478-3-440x292.jpg 440w, https:\/\/hallo-salzburg.at\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/OR_8478-3-585x388.jpg 585w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><p id=\"caption-attachment-3998\" class=\"wp-caption-text\">Mike Leprich , BK Christian Kern, Jaroslav Vetrovec, Walter Steidl, BM Pamela Rendi-Wagner, Laurenz Parandian (Feuerwehrarzt); Foto: (c)wildbild<\/p><\/div>\n<p>Um f\u00fcr diese Gratis-Impfung zu werben, besuchten Bundeskanzler Christian Kern und Gesunheitsministerin Pamela Rendi-Wagner (SP\u00d6) am Rande ihres Salzburgsbesuches anl\u00e4ssich des Auftakts der Festsspiele am Welt-Hepatitis-Tag die Freiwillige Feuerwehr in der Freyhammerstra\u00dfe in Gnigl. Bei diesem Treffen machten drei Feuerwehrleute sogar kurzerhand von der Gratis-Impfung Gebrauch und lie\u00dfen den kleinen Stich \u00fcber sich ergehen. Selbst wenn bereits eine Grundimpfung besteht, ist eine Auffrischungsimpfung alle zehn Jahre notwendig, damit der Schutz aufrecht bleibt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wie jedes Jahr will der Welt-Hepatits-Tag am 28. Juli auch heuer statt, diesmal unter dem Motto &#8220;Hepatitis eliminieren&#8221;. 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