{"id":4005,"date":"2017-07-31T15:02:35","date_gmt":"2017-07-31T13:02:35","guid":{"rendered":"http:\/\/hallo-salzburg.at\/?p=4005"},"modified":"2018-01-22T10:46:29","modified_gmt":"2018-01-22T09:46:29","slug":"transkript-heinz-schaden-erklaert-politischen-rueckzug","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hallo-salzburg.at\/index.php\/2017\/07\/31\/transkript-heinz-schaden-erklaert-politischen-rueckzug\/","title":{"rendered":"Transkript &#8211; Heinz Schaden erkl\u00e4rt politischen R\u00fcckzug"},"content":{"rendered":"<div id=\"fb-root\"><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><!-- Embedded with Magic Embeds - https:\/\/magicembeds.com --><\/p>\n<div class=\"wef-measure\" style=\"max-width: 450px;\"><\/div>\n<div class=\"fb-video\" data-href=\"https:\/\/www.facebook.com\/spoe.salzburg\/videos\/10154590452646277\/\" data-allowfullscreen=\"false\" data-autoplay=\"false\" data-width=\"450\" data-show-text=\"false\" data-show-captions=\"true\"><\/div>\n<h6>In einer Pressekonferenz k\u00fcndigte B\u00fcrgermeister Heinz Schaden heute seinen politischen R\u00fcckzug an. Hallo Salzburg hat seine sehr pers\u00f6nliche Erkl\u00e4rung transkribiert:<\/h6>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Erst einmal Danke f\u00fcr das Kommen. Ich verstehe das Interesse. Ich m\u00f6chte Ihnen pers\u00f6nlich sagen, ich bin zutiefst betroffen von dem Urteil. Ich h\u00e4tte mir das nicht erwartet, aber <strong>ich zieh die Konsequenz daraus. <\/strong><\/p>\n<p><strong>Ich werde im Gemeinderat am 20. September offiziell zur\u00fccktreten.<\/strong> Warum im Gemeinderat? Der Gemeinderat ist das h\u00f6chste, demokratisch gew\u00e4hlte Forum dieser Stadt. Der Gemeinderat steht \u00fcber dem B\u00fcrgermeister. Es gebietet der Respekt, dass ich dem Gemeinderat in dieser Funktion und als jenes Gremium, das letztendlich alle Entscheidungen in dieser Stadt f\u00e4llt \u2013 dass ich dem Gemeinderat pers\u00f6nlich das sage und das werde ich tun \u2013 bei der ersten Sitzung nach der Sommerpause, wie gesagt am 20. September.<\/p>\n<p><strong>Ich kann verstehen, dass ich als B\u00fcrgermeister, als Letztverantwortlicher in dieser Stadt besonders hart beurteilt werde.<\/strong> Und ich mein das \u00fcberhaupt nicht wehleidig, sondern das ist mit dieser Funktion schlichtweg so verbunden.<\/p>\n<p><strong>Was ich nicht verstehen kann<\/strong> und was ich auch pers\u00f6nlich schwer tragen kann, dass auch Martin Floss und Axel Maurer jetzt zum Handkuss kommen. Ich kenne die beiden Menschen seit vielen Jahren und ich wei\u00df, dass sie immer korrekt und mit gro\u00dfem Anstand ihre Arbeit gemacht haben. Sie sind loyal \u2013 n\u00e4mlich gegen\u00fcber der Stadt \u2013 und ausgezeichnete Mitarbeiter. Daher mein Appell an Sie. Bitte lassen Sie die zwei in Ruhe. <strong>Ich nehme die Verantwortung auf mich, aber bitte lasst&#8217;s die beiden in Ruh&#8217;, weil sie haben ihre Arbeit, auch mir gegen\u00fcber, aber vor allem der Stadt gegen\u00fcber nach besten Wissen und Gewissen erledigt. <\/strong><\/p>\n<p>Und bitte vergessen Sie nicht \u2013 der Martin Floss hat es in seinem Schlussstatement vor Gericht gesagt und das ist einfach zutreffend. Seine Tochter ist mit vier Jahren jetzt genauso alt oder jung, oder wie auch immer, wie das Verfahren gedauert hat. <strong>K\u00f6nnt ihr euch das vorstellen, was das f\u00fcr eine Familie hei\u00dft?<\/strong> Was das an, an \u2013 f\u00fcr einen Familienvater und ich wei\u00df vom Martin, dass er das mit Herz ist, weil wenn ich ihn am Abend anrufe, dann h\u00f6re ich im Hintergrund immer, dass er mit seinen Kindern, dass er da was spielt oder was immer auch jedenfalls kommuniziert, jedenfalls mit seinen Kindern zusammen ist\u00a0und darum m\u00f6chte ich Sie\u00a0wirklich bitten:\u00a0 Lasst den Martin und den Axel \u2013 und ich darf mich jetzt auf die Vornamen reduzieren \u2013 in Ruh&#8217;. Ich nehme die Verantwortung auf mich. Und so schaut es aus.<\/p>\n<p>Ich m\u00f6chte Ihnen allerdings auch sagen, dass ich als B\u00fcrgermeister\u00a0 das immer so gesehen habe, dass<strong> meine wichtigste und vordringlichste Aufgabe ist, die Interessen der B\u00fcrger der Stadt zu vertreten<\/strong>. Und auch in diesen Fall, f\u00fcr den ich jetzt verurteilt wurde, war das meine \u00dcberzeugung: Ich muss im Sinne der Stadt handeln. Ich kann nicht einfach sagen: &#8220;Wurscht!&#8221; \u2013 Ja? Es geht nicht. Und ich wei\u00df auch, dass die \u00dcbertragung den Steuerzahlerinnen, dem Steuerzahler keinen Schaden verursacht hat; dass kein Steuergeld veruntreut wurde. Und was auch ganz, ganz, ganz wichtig ist: Es hat sich in diesem ganzen Vorgang <strong>niemand pers\u00f6nlich bereichert!<\/strong> Im Gegenteil: Es war\u00a0 \u2013 glaube ich \u2013 allen bewusst, dass\u2026 ja\u2026 es unumg\u00e4nglich ist, zu handeln.<\/p>\n<p>Ich hab ja heute in der Fr\u00fch dem Pr\u00e4sidium meiner Partei mitgeteilt, dass ich zur\u00fccktrete. Und das wurde dort so zur Kenntnis genommen. <strong>Ich werde auch alle anderen \u00f6ffentlichen \u00c4mtern die mit der Funktion des B\u00fcrgermeisters verbunden sind<\/strong> \u2013 ich z\u00e4hle sie jetzt nicht alle auf, sie wissen das \u2013 vom Aufsichtsrat bis zu den Festspielen &#8211; oder den Aufsichtsr\u00e4ten \u2013 <strong>zur\u00fccklegen<\/strong>. Ich bin froh dar\u00fcber, dass ich diese Stadt in einem geordneten und vor allem finanziell\u00a0 absolut stabilen Zustand \u2013 was jetzt meine Funktionsperiode betrifft \u2013 hinterlasse. Und das ist mir schon auch wichtig \u2013 ein Motto gibts nicht: &#8220;Ich schleich mich und hinter mir die Sinflut.&#8221; Sondern diese Stadt steht stabil auf all ihren Beinen, die da viele sind zum Gl\u00fcck <em>(Heinz sagt es mit einer lachenden ruhigen Stimme) <\/em>und ja.<\/p>\n<p>Ich m\u00f6chte vielleicht noch eines sagen. Ich habe das auch w\u00e4hrend meiner gesamten Amtszeit gesagt: <strong>B\u00fcrgermeister zu sein ist eine der sch\u00f6nsten politischen Funktionen, die man haben kann.<\/strong> Da gehts n\u00e4mlich nicht darum, dass man irgendwo in einem Parlament, Abgeordnetenhaus oder sonst wo sitzt, sondern da geht\u2019s darum, dass man handeln kann. Dass man was tun kann. Dass man was umsetzen kann. Ich hab immer gesagt: Das ist wie ein Handwerk und als solches begreif ich es heute noch. Aber auch ein Handwerker muss, wenn gesagt wird \u201eDu hast Unrecht getan\u201c \u2013 ob es jetzt stimmt oder nicht \u2013 sein Gewerbe zur\u00fccklegen und deswegen tue ich das. Ich m\u00f6chte nur allen sagen: <strong>Lasst euch nicht abschrecken,in die Kommunalpolitik zu gehen!<\/strong><\/p>\n<p>Es wird zwar gerade, was B\u00fcrgermeister betrifft \u2013 ich bin ja im st\u00e4ndigen Austausch mit meinen Amtskollegen und Kolleginnen \u2013 es wird gerade, was die Funktion des obersten Organs sozusagen einer Kommune betrifft, immer heikler, aber: Lasst euch nicht abschrecken. Das ist eine der erf\u00fcllendsten \u2013 und ich wei\u00df wovon ich rede \u2013 <strong>eine der erf\u00fcllendsten T\u00e4tigkeiten, die ein Mensch erf\u00fcllen kann.<\/strong> Ich m\u00f6chte mich auch ausdr\u00fccklich bei allen<span style=\"color: #333333;\"> anderen Fraktionen im Gemeinderat bedanken, auch wenn es naturgem\u00e4\u00df auch manchmal Unstimmigkeiten gegeben hat.<\/span> Ich wei\u00df: Das ist das Wesen der Politik, dass man nicht immer einer Meinung ist, aber man muss sich respektieren. Gegenseitig respektieren. Und nicht in den Fehlern verfallen, zu sagen: Du bist anderer Meinung, also bist du ein schlechter Mensch. Sondern umgekehrt: <strong>Du bist ein Mensch, den ich als Menschen respektiere und du hast halt eine andere Meinung. Und das ist das Wesen der Demokratie und wir haben das Gl\u00fcck, wir haben das Gl\u00fcck in einer Republik zu leben, die eine demokratische ist.<\/strong> Sie brauchen nur einige 100 Kilometer im Umfeld schauen und Sie wissen, wie es auch ganz anders funktionieren kann. Leider.<\/p>\n<p>Abschlie\u00dfend: <strong>Ich danke allen, die mich in diesen, ja, nicht leichten Zeiten jetzt begleitet haben.<\/strong> Ich bedanke mich auch ausdr\u00fccklich bei den Medien, wo ich f\u00fcr mich erkennbar das Bem\u00fchen gesehen habe objektiv zu berichten. Das ist nicht immer angenehm fairerweise, aber ich habe mich nie verfolgt gef\u00fchlt. Und ich bitte um Verst\u00e4ndnis darum, dass ich \u00fcber meine weitere politische, nicht politische sag ich jetzt mal kolportierend dazu, Zukunft erst nach dem 20. September Auskunft gebe.<\/p>\n<p><strong>Nochmals danke f\u00fcr Ihren Respekt.<\/strong> Danke f\u00fcr Ihre Korrektheit der Stadt Salzburg, die einen wirklich ganz, ganz, ganz tollen Job machen. Und ja: <strong>Ich danke meinen Herrgott, dass ich das Gl\u00fcck hatte, dieses Amt zu begleiten. <\/strong><\/p>\n<p><strong>Danke Ihnen.<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<hr \/>\n<p><em>Foto: ORF Salzburg Screenshot<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; In einer Pressekonferenz k\u00fcndigte B\u00fcrgermeister Heinz Schaden heute seinen politischen R\u00fcckzug an. Hallo Salzburg hat seine sehr pers\u00f6nliche Erkl\u00e4rung transkribiert: &nbsp; Erst einmal Danke f\u00fcr das Kommen. 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