{"id":4562,"date":"2017-11-08T11:59:42","date_gmt":"2017-11-08T10:59:42","guid":{"rendered":"http:\/\/hallo-salzburg.at\/?p=4562"},"modified":"2018-01-22T10:44:44","modified_gmt":"2018-01-22T09:44:44","slug":"du-sollst-nicht-piefke-sagen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hallo-salzburg.at\/index.php\/2017\/11\/08\/du-sollst-nicht-piefke-sagen\/","title":{"rendered":"Du sollst nicht Piefke sagen!"},"content":{"rendered":"<div id=\"fb-root\"><\/div>\n<p><strong>Das Wort &#8220;Piefke&#8221; ist in der Stadt Salzburg gerade omnipr\u00e4sent. Wei\u00df auf rot ziert es Plakate, die bei genaurem Hinsehen dann doch mehr verk\u00fcnden: &#8220;Sag nicht Piefke zu den Deutschen. Sag ihnen lieber, dass sie in Salzburg ihren B\u00fcrgermeister w\u00e4hlen d\u00fcrfen.&#8221; Es handelt sich dabei um eine kleine Plakatkampagne, mit der SP\u00d6-B\u00fcrgermeisterkandidat Bernhard Auinger EU-B\u00fcrger_innen auf ihr Recht hinweisen m\u00f6chte, an dieser Wahl teilzunehmen.<\/strong><\/p>\n<blockquote><p>Leider wissen viele EU-B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger nicht , dass sie bei Gemeinderats- und B\u00fcrgermeisterwahlen stimmberechtigt sind.<br \/>\n(Bernhard Auinger, SP\u00d6-B\u00fcrgermeisterkandidat)<\/p><\/blockquote>\n<p>Bei der B\u00fcrgermeister-und Gemeinderatswahl 2014 waren in der Stadt Salzburg rund 12.000 EU-B\u00fcrger_innen wahlberechtigt. Mit 6.500 Menschen waren die meisten unter ihnen deutsche Staatsb\u00fcrger_innen. Das war ein deutlicher Anstieg zum Jahr 2009: Hier waren es noch rund 8.000 EU-B\u00fcrger_innen. Es l\u00e4sst sich somit davon ausgehen, dass die Anzahl der EU-B\u00fcrger_innen mit Hauptwohnsitz in der Stadt Salzburg sogar noch angewachsen ist. Sie alle d\u00fcrfen am 26. November 2017 bei der B\u00fcrgermeister <a href=\"https:\/\/www.help.gv.at\/Portal.Node\/hlpd\/public\/content\/32\/Seite.320331.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">w\u00e4hlen<\/a>, insofern sie in ihrem\u00a0 EU-Herkunftsstaat nicht vom Wahlrecht ausgeschlossen sind.<\/p>\n<p>&#8220;Rund elf Prozent aller Wahlberechtigten kommen aus EU-Staaten. Wenn man bedenkt, dass im Jahr 2014 55.000 Personen ihr Kreuzerl abgegeben haben, zeigt sich, welche Bedeutung mittlerweile die Stimmen der EU-B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger haben&#8221;, erkl\u00e4rt Bernhard Auinger gegen\u00fcber Hallo Salzburg und veranschaulicht: &#8220;Mehr als 6.500 Deutsche haben ihren Hauptwohnsitz in der Stadt Salzburg. &#8220;Rund 1.500 Stimmen waren bei der letzten Wahl f\u00fcr ein Gemeinderatsmandat notwendig. Wenn alle deutschen Staatsb\u00fcrgerinnen und Staatsb\u00fcrger zur Wahl gehen w\u00fcrden, k\u00f6nnten sie \u00fcber vier Mandate entscheiden&#8221;. Bei dieser Wahl geht es freilich nicht um Mandate, sondern um den n\u00e4chsten B\u00fcrgermeister oder die n\u00e4chste B\u00fcrgermeisterin. Derzeit ist davon auszugehen, dass die finale Entscheidung erst in der f\u00fcr den 10. Dezember 2017 anberaumten Stichwahl gef\u00e4llt wird. Umfragen zufolge wird es ein knappes Duell zwischen Harald Preuner (\u00d6VP) und Bernhard Auinger (SP\u00d6) geben. Die Stimmen der EU-B\u00fcrger_innen k\u00f6nnten jedenfalls entscheidend werden.<\/p>\n<p>&#8220;Es darf auch den EU-B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrgern\u00a0 nicht egal sein, von wem die Stadt gef\u00fchrt wird. Leider wissen viele EU-B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger nicht einmal, dass sie bei Gemeinderats- und B\u00fcrgermeisterwahlen stimmberechtigt sind. Noch viel weniger EU-B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger wissen, dass sie selbst bei Gemeinderatswahlen kandidieren k\u00f6nnen. Wir m\u00f6chten in den kommenden Wochen und Monaten m\u00f6glichst viele EU-B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger motivieren, sich aktiv in die Kommunalpolitik der Stadt Salzburg einzubringen. Wir freuen uns auf positive R\u00fcckmeldungen der in Salzburg lebenden EU-B\u00fcrgerinnen und EU-B\u00fcrger&#8221;, macht Bernhard Auinger klar, der selbst seit vielen Jahren gl\u00fccklich mit seiner deutschen Ehefrau in Salzburg lebt, dass es ihm um mehr als um ein paar zus\u00e4tzliche Stimmen geht. Die n\u00e4chsten Gemeinderatswahlen finden 2019 statt.<\/p>\n<div class=\"sli-oembed\"><\/div>\n<p>Doch wie kommt die SP\u00d6-Initiative bei den Deutschen an? In den sozialen Kan\u00e4len\u00a0 st\u00f6\u00dft die Initiative\u00a0 durchwegs auf Zustimmung wie dieses Instagram-Beispiel (<a href=\"https:\/\/www.instagram.com\/explore\/tags\/piefke\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">#piefke<\/a>) zeigt. Auch wir haben ein paar Stimmen eingeholt. So etwa jene von Kerstin Geller, die zum Studieren nach Salzburg gekommen ist und urspr\u00fcnglich aus der N\u00e4he von Regensburg stammt: &#8220;Die Piefke-Kampagne ist mir sofort ins Auge gesprungen und das nicht nur, weil ich Deutsche bin. Wer h\u00e4tte gedacht, dass man als europ\u00e4ische Staatsb\u00fcrgerin in anderen europ\u00e4ischen L\u00e4ndern bei Regionalwahlen w\u00e4hlen darf? Ich finde es toll, dass gezielt darauf aufmerksam gemacht wird, wer alles ein Wahlrecht hat. So habe ich das Gef\u00fchl, dass ich in der Stadt, in der ich lebe, auch mitbestimmen kann und sich mein Engagement lohnt.&#8221; Alexander kommt eigentlich aus Dresden und findet es gut, &#8220;dass die Plakate, obwohl sie von der SP\u00d6 stammen, keine Wahlempfehlung abgeben, sondern nur dazu aufrufen, vom demokratischen Recht Gebrauch zu machen. Ich musste wirklich lachen, als ich die Plakate gesehen habe und finde sie eigentlich sehr lustig. Tats\u00e4chlich wusste ich nicht, dass ich bei dieser Wahl eine Stimme habe&#8221;.<\/p>\n<p>Doch nicht alle R\u00fcckmeldungen waren positiv. &#8220;Tats\u00e4chlich gab es zwei Anrufe, in denen sich jemand beschwert hat. Eine Person f\u00fchlte sich als Deutsche betroffen, dass wir \u00fcberhaupt so einen Begriff wie Piefke plakatieren. In einem anderen Anruf beschwerte sich jemand, warum jetzt auch die Deutschen w\u00e4hlen d\u00fcrfen sollen. Insgesamt war die Resonanz aber mehr als positiv&#8221;, erz\u00e4hlt der SP\u00d6-Bezirksgsch\u00e4ftsf\u00fchrer der Stadt Salzburg Vincent Pultar.<\/p>\n<div id=\"polls-4\" class=\"wp-polls\">\n\t<form id=\"polls_form_4\" class=\"wp-polls-form\" action=\"\/index.php\" method=\"post\">\n\t\t<p style=\"display: none;\"><input type=\"hidden\" id=\"poll_4_nonce\" name=\"wp-polls-nonce\" value=\"d15046778a\" \/><\/p>\n\t\t<p style=\"display: none;\"><input type=\"hidden\" name=\"poll_id\" value=\"4\" \/><\/p>\n\t\t<p style=\"text-align: center;\"><strong>Wie finden Sie die SP\u00d6-Initiative \"Sag nicht Piefke zu den Deutschen\"?<\/strong><\/p><div id=\"polls-4-ans\" class=\"wp-polls-ans\"><ul class=\"wp-polls-ul\">\n\t\t<li><input type=\"radio\" id=\"poll-answer-11\" name=\"poll_4\" value=\"11\" \/> <label for=\"poll-answer-11\">Sehr gut. EU-B\u00fcrger_innen, die hier leben, sollen \u00fcber ihr Wahlrecht Bescheid wissen!<\/label><\/li>\n\t\t<li><input type=\"radio\" id=\"poll-answer-12\" name=\"poll_4\" value=\"12\" \/> <label for=\"poll-answer-12\">Mir gef\u00e4llt die Initiative nicht!<\/label><\/li>\n\t\t<li><input type=\"radio\" id=\"poll-answer-13\" name=\"poll_4\" value=\"13\" \/> <label for=\"poll-answer-13\">Ich habe dazu keine Meinung.<\/label><\/li>\n\t\t<\/ul><p style=\"text-align: center;\"><input type=\"button\" name=\"vote\" value=\"   Vote   \" class=\"Buttons\" onclick=\"poll_vote(4);\" \/><\/p><p style=\"text-align: center;\"><a href=\"#ViewPollResults\" onclick=\"poll_result(4); return false;\" title=\"View Results Of This Poll\">View Results<\/a><\/p><\/div>\n\t<\/form>\n<\/div>\n<div id=\"polls-4-loading\" class=\"wp-polls-loading\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/hallo-salzburg.at\/wp-content\/plugins\/wp-polls\/images\/loading.gif\" width=\"16\" height=\"16\" alt=\"Wird geladen ...\" title=\"Wird geladen ...\" class=\"wp-polls-image\" \/>&nbsp;Wird geladen ...<\/div>\n\n<p>Wer sich erst jetzt entscheidet, schnell noch seinen Hauptwohnsitz nach Salzburg zu verlegen, ist allerdings zu sp\u00e4t dran. Wie f\u00fcr \u00f6sterreichische B\u00fcrger_innen in der Stadt Salzburg gilt auch f\u00fcr alle anderen EU-B\u00fcrger_innen: Wahlberechtigt sind alle jene, die sp\u00e4testens mit Stichtag 21. September 2017 ihren Hauptwohnsitz in der Stadt Salzburg angemeldet haben.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<hr \/>\n<p><em>\u00dcbrigens: Wer w\u00e4hlen m\u00f6chte, kann dies\u00a0 auch per Briefwahl machen. Seit Montag, 6. November 2017 werden in der Stadt Salzburg Wahlkarten ausgegeben. Diese k\u00f6nnen pers\u00f6nlich wie gewohnt im Schloss Mirabell und im Kieselgeb\u00e4ude in der St. Julienstra\u00dfe 20 (4. Stock) gegen Vorlage eines amtlichen Lichtbildausweises bis sp\u00e4testens 24. November 2017, 12 Uhr beantragt werden. Hier k\u00f6nnen die Briefwahlkuverts auch gleich ausgef\u00fcllt und samt Stimmzettel abgegeben\u00a0 werden. Zus\u00e4tzlich k\u00f6nnen Wahlkarten auch online, schriftlich oder per Fax (ebenfalls bis sp\u00e4testens 24. November 2017, 12 Uhr) bestellt werden. Die Frist f\u00fcr eine allf\u00e4llige B\u00fcrgermeiserstichwahl ist der 8. Dezember 2017, 12 Uhr.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Wort &#8220;Piefke&#8221; ist in der Stadt Salzburg gerade omnipr\u00e4sent. 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