{"id":4664,"date":"2018-01-23T06:02:14","date_gmt":"2018-01-23T05:02:14","guid":{"rendered":"http:\/\/hallo-salzburg.at\/?p=4664"},"modified":"2018-01-23T11:07:35","modified_gmt":"2018-01-23T10:07:35","slug":"neues-vom-stangerlfahrer-5-der-frust-und-der-fahrplan","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hallo-salzburg.at\/index.php\/2018\/01\/23\/neues-vom-stangerlfahrer-5-der-frust-und-der-fahrplan\/","title":{"rendered":"Neues vom Stangerlfahrer #5 \u2013 Der Frust und der Fahrplan"},"content":{"rendered":"<div id=\"fb-root\"><\/div>\n<div class=\"container container-single penci_sidebar\">\n<div id=\"main\">\n<article id=\"post-4159\" class=\"post-4159 post type-post status-publish format-standard has-post-thumbnail hentry category-gesellschaft category-politik tag-der-stangerlfahrer tag-o-bus tag-oeffis tag-verkehr\">\n<div class=\"post-image\"><\/div>\n<div class=\"post-entry\">\n<div class=\"inner-post-entry\">\n<hr \/>\n<h6>Eine regelm\u00e4\u00dfige Kolumne \u00fcber Mensch und Verkehr<\/h6>\n<p><em>Auf Hallo Salzburg m\u00f6chte ich, der Stangerlfahrer, die Sicht auf den Verkehr und die davon betroffenen Menschen aus einer v\u00f6llig anderen Sicht reflektieren. Immer wieder liest man von der Stauhauptstadt Salzburg, von Expert_innenkommissionen und auch von ver\u00e4rgerten Fahrg\u00e4sten. Doch eigentlich niemand berichtet \u00fcber die unz\u00e4hligen Busfahrer_innen der Stadt Salzburg. Das will ich hiermit \u00e4ndern\u2026.<\/em><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/hallo-salzburg.at\/?s=stangerlfahrer\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>[Bisherige Kolumnenbeitr\u00e4ge&#8230;]<\/em><\/a><\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/article>\n<\/div>\n<\/div>\n<hr \/>\n<p><strong>Der neue Fahrplan ist eingetreten, oder besser auf uns hereingest\u00fcrzt und eine Reihe erheblicher Ver\u00e4nderungen machen sich bemerkbar. Wobei, so viele Ver\u00e4nderungen sind es dann auch nicht, weil das Hauptproblem bleibt: STAU. Aber der Reihe nach.<\/strong><\/p>\n<blockquote><p>Gesch\u00e4tzte Fahrg\u00e4ste, es tut mir leid! Wenn man Pferde\u00e4pfel in Zucker w\u00e4lzt, kann man sie als Donuts verkaufen.<br \/>\n(Der Stangerlfahrer)<\/p><\/blockquote>\n<p>Ich m\u00f6chte mich diesmal einfach entschuldigen bei euch, mehrmals, da ich vielerorts und auch in diesen Kolumnen die Verkehrsf\u00fchrung und allgemein die Verkehrspolitik angeprangert habe. Ich habe Unf\u00e4higkeit, Unwissenheit und Kurzsichtigkeit als Gr\u00fcnde angef\u00fchrt, die den \u00f6ffentlichen Verkehr in Salzburg Land und Stadt zu dem machen, was er ist: unattraktiv, teuer, ineffizient, langsam, verwirrend und nicht zum Ziel bringend im wahrsten Sinne.<\/p>\n<p>In strotzender Naivit\u00e4t glaubte ich, dass es auch m\u00f6glich sein kann, etwas zu verbessern, nach hehren Zielen zu greifen, die Zukunft auf sichere Bahnen (mitzu-)lenken. Man m\u00f6chte doch wirklich glauben, dass gerade ein \u00f6ffentliches Unternehmen, oder genauer gesagt ein Unternehmen in \u00f6ffentlicher Hand doch am besten und genauesten darauf schaut, was die Kund_innen und die Teilhaber (Stadt, Land und Energie AG) m\u00f6chten bzw. erwarten. Da es ein \u00f6ffentliches Unternehmen ist, geh\u00f6rt es auf gewisse Weise doch allen in der Gesellschaft. Dass es sich auch um Steuergeld handelt, brauche ich nicht weiter betonen. Doch mitnichten. \u00a0Wie bereits mit der Post AG, so wird auch \u2013 wenngleich verborgener \u2013 in Bezug auf den \u00f6ffentlichen Verkehr agiert; langsam und Schrittweise, so wie die Obusse in der Stadt vorankommen, liquidiert. Ja, liquidiert, da dies mittlerweile planm\u00e4\u00dfig erscheint und nicht mehr einfach so passieren kann. Freilich kann ich es nicht belegen, und so steht meine Aussage hier als eine schlichte Behauptung. Und doch platziere ich meine Hypothese auf mehre Fakten, die gerade jetzt durch den Fahrplanwechsel, gerade beim Obus, wiederaufgekommen sind.<\/p>\n<p>Aja und es waren ja auch noch Wahlen zum B\u00fcrgermeister.<br \/>\nAchtung Sarkasmus: Schlussendlich hat ein altbekannter \u00d6ffi-&#8220;Freund&#8221; gewonnen. Gratulation&#8230;<\/p>\n<h5>Warum nun so negativ?<\/h5>\n<p>Ich habe diese Reihe gestartet, da ich wie gesagt meinen Beruf als\u00a0 Bus-\/Obuslenker sehr gerne ausf\u00fchre. Es macht mir Spa\u00df, es ist eine Berufung f\u00fcr mich. Doch wenn der Ast, auf dem du sitzt, von Holzw\u00fcrmern zerfressen wird und am Ende auch noch weitgehend durchges\u00e4gt ist, vergeht dir die Laune zunehmend.<\/p>\n<p>Ein kleines Best-Of der Ver\u00e4nderungen: Die Verl\u00e4ngerung der Linie 3 zur Landstra\u00dfe, auch als Salzburg Nord beschrieben, erscheint ja auf den ersten Blick als notwendig, da man theoretisch die Verkn\u00fcpfung mit den Postbussen verbessern kann. Die Aussage einiger Herren in Bezug auf die Zeitersparnis, die Pendler_innen nun haben (kolportierte 10 min), sind wie eine Watschn ins Gesicht eines jeden klardenkenden Menschen. Es wurden die Abfahrtszeiten im Bereich Itzling, beginnend Goethestra\u00dfe \u00fcber die Zweigstra\u00dfe bis hin zur Landstra\u00dfe so gew\u00e4hlt, dass selbst bei geringstem Verkehrsaufkommen die Zeiten nicht erreicht werden k\u00f6nnen, da die Obusse die StVo bez\u00fcglich Geschwindigkeit erheblich \u00fcberschreiten m\u00fcssten, sowie auch die Vorschriften bez\u00fcglich des Befahrens der Oberleitung. Dass abgesehen davon ein Spurwechsel aus der Haltestelle \u00fcber drei Spuren, geregelt von einer 6 sek. (!) Bedarfsampel, gef\u00fchrt wird, erg\u00e4nzt das ganze Desaster dieser Erweiterung. Beim Fr\u00fchverkehr ebenso wie abends ist es Usus, 20 Minuten und mehr versp\u00e4tet zu sein. Aber nat\u00fcrlich wird das als eine Verbesserung verkauft. Gesch\u00e4tzte Fahrg\u00e4ste, es tut mir leid! Wenn man Pferde\u00e4pfel in Zucker w\u00e4lzt, kann man sie als Donuts verkaufen.<\/p>\n<p>In weiterer Folge trifft eine Verl\u00e4ngerung auch die Linie 5, die, geplagt durch kurze Ausgleichszeiten, mit einer zeitig befristeten Verl\u00e4ngerung nach Pflanzmann ebenfalls in der Fr\u00fch in den Kollaps getrieben wird. Gerade jetzt in der sch\u00f6nen kalten Winterzeit ist es besonders angenehm, 28 Minuten auf einen Obus in Gneis zu warten. Gesch\u00e4tzte Fahrg\u00e4ste, ich entschuldige mich. Auch hier wurde alles &#8220;verbessert&#8221;.<\/p>\n<p>Die Linie 4 mit der 8 in der Streckenf\u00fchrung zu tauschen ist ein \u00fcberlegenswerter Ansatz, wenn es auch das Grundproblem der 4er mit dem Stau nicht l\u00f6sen wird, da die Hauptstaugebiete Sterneckstra\u00dfe, Esshaverstra\u00dfe und in Folge der lange Weg von und nach Liefering sind. Man kann sich da sicher selbst ein Bild machen.<\/p>\n<p>Und zu guter Letzt die \u00fcberp\u00fcnktliche Linie 1: Ich hoffe, ihr m\u00fcsst nie nach Kle\u00dfheim, weil nur mehr alle halbe Stunde ein Fahrzeug da raus f\u00e4hrt, sofern es \u00fcberhaupt in der Zeit ist. Mit der Verlegung der Linie von der Fasaneriestra\u00dfe in die Helmbergstra\u00dfe wurde wieder eine Glanzleistung an Planungskunst pr\u00e4sentiert. Diese Stra\u00dfe ist so derma\u00dfen eng und die Haltestelle durchg\u00e4ngig zugeparkt, dass es absolut empfehlenswert ist, in Wertpapiere f\u00fcr Autoau\u00dfenspiegel zu investieren. Denn da werden viele neue produziert werden m\u00fcssen&#8230;<\/p>\n<p>Basierend auf den Tatsachen, die ich in den letzten Ausgaben bereits er\u00f6rtert habe, wie Busspuren die eher Lade- und Parkfl\u00e4chen sind und ggf. vom \u00f6ffentlichen Verkehr benutzt werden k\u00f6nnen, Haltestellen, die diesen Ausdruck nicht verdienen sowie anarchische Verh\u00e4ltnisse auf den Stra\u00dfen und zu guter Letzt einen Fuhrpark der wahrscheinlich sogar in Kasachstan besser ausgestattet ist, kann ich froh und munter behaupten, dass der Schlitten, der bergab schie\u00dft, nun auch noch mit Raketen best\u00fcckt wurde, damit es noch schneller der Talsohle entgegen geht.<\/p>\n<p>Ich behaupte, wie schon anfangs angedeutet, dass diese Sache System hat. Es wird ergiebig der Bereich Verkehr ausgehungert und eingekeilt. Defizit\u00e4r, umfangreich, personalintensiv, und \u00fcberhaupt einfach l\u00e4stig. Der Bereich Verkehr ist schon lange ein Dorn im Auge jener, die sich an hohen Geh\u00e4ltern und Pr\u00e4mien erg\u00f6tzen und da man sich damals verpflichtete, diesen Bereich einzugliedern, muss man ihn eben zwangsweise noch am Leben erhalten. Die Lieb\u00e4ugelung mit alternativen Fahrgastbef\u00f6rderungsmittel ist informativ und streckenweise abstrus, doch wird es das Grundproblem nicht l\u00f6sen. Ihr als Fahrg\u00e4ste werdet das auch schon erkannt haben oder zumindest mal dar\u00fcber nachdenken k\u00f6nnen; ihr steht an der Haltestelle und wartet und wartet, oder sitzt im Bus und es tut sich nichts. Und ebenso alle Kolleginnen und Kollegen. Dies zieht sich wie ein schwarzer Faden durch dieses Konstrukt und wenn sogar <u>Teile<\/u> der Arbeitnehmer_innenvertretung als GELBE Gewerkschafter_innen agiert haben und an anderer Stelle agieren, bricht das letzte Bollwerk, der Enthusiasmus, die Freude am Job der\/die Chauffeur_in einfach weg.<\/p>\n<p>Ich verbleibe abwartend und habe abschlie\u00dfend mit folgendem Tipp: Wenn ihr einen wichtigen Termin habt und ihr\u00a0 diesen auch p\u00fcnktlich wahrnehmen wollt, dann nehmt zumindest den Bus, der 20 Minuten vorher f\u00e4hrt und kauft das Ticket im Vorverkauf. Alles Gute!<\/p>\n<p>Euer Stangerlfahrer<\/p>\n<hr \/>\n<p><em>Disclaimer: Diese Kolumne stellt die Meinung dieses Autors\/dieser Autorin dar und spiegelt nicht grunds\u00e4tzlich die Meinung der Redaktion wider.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine regelm\u00e4\u00dfige Kolumne \u00fcber Mensch und Verkehr Auf Hallo Salzburg m\u00f6chte ich, der Stangerlfahrer, die Sicht auf den Verkehr und die davon betroffenen Menschen aus einer v\u00f6llig anderen Sicht reflektieren.&hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":48,"featured_media":3418,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_exactmetrics_skip_tracking":false,"_exactmetrics_sitenote_active":false,"_exactmetrics_sitenote_note":"","_exactmetrics_sitenote_category":0,"footnotes":"","_links_to":"","_links_to_target":""},"categories":[2],"tags":[1466,1802,1016],"coauthors":[1465],"class_list":["post-4664","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-politik","tag-der-stangerlfahrer","tag-fahrplan","tag-o-bus"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/hallo-salzburg.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4664","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/hallo-salzburg.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/hallo-salzburg.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hallo-salzburg.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/48"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hallo-salzburg.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=4664"}],"version-history":[{"count":8,"href":"https:\/\/hallo-salzburg.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4664\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":4751,"href":"https:\/\/hallo-salzburg.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4664\/revisions\/4751"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hallo-salzburg.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media\/3418"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/hallo-salzburg.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=4664"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/hallo-salzburg.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=4664"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/hallo-salzburg.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=4664"},{"taxonomy":"author","embeddable":true,"href":"https:\/\/hallo-salzburg.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/coauthors?post=4664"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}