{"id":598,"date":"2016-06-20T14:58:35","date_gmt":"2016-06-20T12:58:35","guid":{"rendered":"http:\/\/hallo-salzburg.at\/?p=598"},"modified":"2016-06-21T09:06:07","modified_gmt":"2016-06-21T07:06:07","slug":"die-gesundheit-der-bevoelkerung-steht-in-direktem-zusammenhang-mit-wachstum-und-wohlstand-einer-volkswirtschaft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hallo-salzburg.at\/index.php\/2016\/06\/20\/die-gesundheit-der-bevoelkerung-steht-in-direktem-zusammenhang-mit-wachstum-und-wohlstand-einer-volkswirtschaft\/","title":{"rendered":"&#8220;Ern\u00e4hrung ist die erste Medizin&#8221;"},"content":{"rendered":"<div id=\"fb-root\"><\/div>\n<p><strong>Gesundheits- und Frauenministerin Dr<sup><span style=\"font-size: small;\">in<\/span><\/sup> Sabine Oberhauser<\/strong> erkl\u00e4rt, wie man den \u00d6sterreicher_innen eine gesunde Ern\u00e4hrung erm\u00f6glichen und damit auch die\u00a0Gesundheit\u00a0der Menschen deutlich erh\u00f6hen kann.<\/p>\n<p><strong><span style=\"color: #ff0000;\">Laut einer aktuellen Studie des Internationalen Forschungsinstitutes f\u00fcr Ern\u00e4hrungspolitik, leidet weltweit einer von drei Menschen unter irgendeiner Form von Fehlern\u00e4hrung. Auch \u00d6sterreich ist von dieser Entwicklung betroffen. Jeder zweite Erwachsene (47,7 Prozent) in \u00d6sterreich ist zu dick. Jeder achte (12,4 Prozent) gar krankhaft dick. Wir \u00d6sterreicher_innen essen zu fett, zu salzig und zu s\u00fc\u00df. Gleichzeitig essen wir zu wenig Obst und Gem\u00fcse und bewegen uns zu wenig. Mit welchen konkreten Ma\u00dfnahmen kann man diese negative Entwicklung aufhalten? Welche Anreize kann man z.B. speziell f\u00fcr j\u00fcngere Menschen schaffen?<\/span><\/strong><\/p>\n<blockquote><p>&#8230;die gesunde Wahl zur leichteren machen \u2013 unabh\u00e4ngig von Einkommen und Verm\u00f6gen<\/p><\/blockquote>\n<p>Fehl- und \u00dcberern\u00e4hrung sind eine der h\u00e4ufigsten Gesundheitsbedrohungen. Wir sehen, dass ungesundes Gewicht und ern\u00e4hrungsabh\u00e4ngige Erkrankungen generell in der gesamten EU steigen.\u00a0 Mein Ziel ist es, diesen aktuellen Trend umzukehren, indem wir die gesunde Wahl zur leichteren machen \u2013 unabh\u00e4ngig von Einkommen und Verm\u00f6gen. Hier gilt es auf drei Ebenen anzusetzen. Erstens muss man das richtige Essen f\u00f6rdern, vom Baby bis zur Urgro\u00dfmutter. Zweitens m\u00fcssen wir in die Ern\u00e4hrungskompetenz investieren und drittens muss die Qualit\u00e4t der Lebensmittel und Speisen erh\u00f6ht werden.<\/p>\n<p>Ich versuche, den Schwerpunkt verst\u00e4rkt auf Lebensmittelinnovationen zu setzen \u2013 im Sinne von weniger Salz, weniger Zucker, weniger \u201eschlechtes Fett\u201c, mehr Ballaststoffe\/Vollkorn und kleinere Portionen.\u00a0 Bei den Transfetts\u00e4uren sind wir ja eines von nur wenigen L\u00e4ndern weltweit, die schon 2009 einen gesetzlichen Grenzwert eingef\u00fchrt haben. Auch auf EU-Ebene arbeiten wir gemeinsam an diesen Themen. Beim Gesundheitsminister_innen-Rat in Luxemburg wurden auch Schlussfolgerungen zur Verbesserung von Lebensmittelprodukten beschlossen. Unsere \u201efood innovation strategie\u201c steht im Einklang mit den anderen EU-L\u00e4ndern.<\/p>\n<p><strong><span style=\"color: #ff0000;\">Wie wichtig ist die Ern\u00e4hrung \u00fcberhaupt f\u00fcr die Gesundheit?<\/span><\/strong><\/p>\n<blockquote><p>Viele Erkrankungen sind auf unsere Ern\u00e4hrung zur\u00fcckzuf\u00fchren.<\/p><\/blockquote>\n<p>Ern\u00e4hrung ist die erste Medizin. Die Gesundheit der Bev\u00f6lkerung steht in direktem Zusammenhang mit Wachstum und Wohlstand einer Volkswirtschaft. Viele Erkrankungen sind auf unsere Ern\u00e4hrung zur\u00fcckzuf\u00fchren. Durch Verbesserungen der Ern\u00e4hrung k\u00f6nnen wir somit viel erreichen.\u00a0 \u00dcbergewicht ist leider ungleich verteilt. Kinder aus sozio\u00f6konomisch benachteiligten Schichten sind deutlich h\u00e4ufiger \u00fcbergewichtig. Und hier gilt es anzusetzen, also nicht bei einer reinen Verhaltenspr\u00e4vention, sondern vielmehr bei einer Verh\u00e4ltnispr\u00e4vention.<\/p>\n<p><strong><span style=\"color: #ff0000;\">Eine Studie der \u00c4rztekammer von 2010 prognostiziert, dass die Gesundheitskosten \u00f6sterreichweit bis 2030 um 1,6 Milliarden Euro ansteigen, weil sich der Gesundheitszustand von Jugendlichen so sehr verschlechtert. Regelm\u00e4\u00dfig belegen weitere Studien, dass \u00f6sterreichische Kinder \u00fcbergewichtig sind und durch falsche Ern\u00e4hrung, kombiniert mit zu wenig Bewegung, die Grundlage f\u00fcr chronische Erkrankungen gelegt wird. Sollte die Politik ihr gesamtes Hauptaugenmerk auf die Pr\u00e4vention legen?<\/span><\/strong><\/p>\n<blockquote><p>Gesundes Essen in Kinderg\u00e4rten und Schulen spielt hier eine wichtige Rolle.<\/p><\/blockquote>\n<p>Gesundes Essen, sowie das Wissen um Ern\u00e4hrung und Lebensmittel sollen so fr\u00fch wie m\u00f6glich durch \u00f6ffentliche Einrichtungen erm\u00f6glicht und gef\u00f6rdert werden. Gesundes Essen in Kinderg\u00e4rten und Schulen spielt hier eine wichtige Rolle. Durch Modelle der Ganztagesbetreuung bzw. Ganztagsschule tun sich hier Chancen auf, die es zu nutzen gilt. Nat\u00fcrlich muss hier auch bei der Bewegung und beim Sport angesetzt werden. Nur \u00fcber die Ern\u00e4hrung wird es sehr schwierig sein, gegen ein zu viel an Gewicht oder ern\u00e4hrungsbedingte Krankheiten anzuk\u00e4mpfen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-600 size-full\" src=\"https:\/\/hallo-salzburg.at\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/schulbuffetteaser_gross.jpg\" alt=\"schulbuffetteaser_gross\" width=\"750\" height=\"240\" srcset=\"https:\/\/hallo-salzburg.at\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/schulbuffetteaser_gross.jpg 750w, https:\/\/hallo-salzburg.at\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/schulbuffetteaser_gross-300x96.jpg 300w, https:\/\/hallo-salzburg.at\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/schulbuffetteaser_gross-440x141.jpg 440w, https:\/\/hallo-salzburg.at\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/schulbuffetteaser_gross-585x187.jpg 585w\" sizes=\"auto, (max-width: 750px) 100vw, 750px\" \/><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong><span style=\"color: #ff0000;\">Welche zukunftsweisenden Projekte gibt es da seitens des Bundesministeriums f\u00fcr Gesundheit?<\/span><\/strong><\/p>\n<blockquote><p>Eine f\u00fcr mich sehr erfolgversprechende Herangehensweise sind Innovationspartnerschaften im Sinne von Kooperationen mit der Wirtschaft, Wissenschaft etc.<\/p><\/blockquote>\n<p>Erste Gespr\u00e4che haben hierzu bereits stattgefunden. Es geht hier um L\u00f6sungen mit ProduzentInnen f\u00fcr ges\u00fcndere Rezepturen, also weniger Salz oder Zucker, L\u00f6sungen mit WirtInnen und Kantinen, Mensen und Caterern f\u00fcr ges\u00fcndere Men\u00fcs oder auch L\u00f6sungen mit Werbetreibenden, um die Reduzierung des Marketingdrucks auf Kinder und Jugendliche zu erwirken. Ich glaube das w\u00e4re eine WIN-WIN-WIN-Situation: alle Menschen profitieren gleich, \u201eges\u00fcndere\u201c Gesch\u00e4fte f\u00fcr die Wirtschaft und ein Plus f\u00fcr die Gesundheit der Bev\u00f6lkerung.<\/p>\n<p>Dar\u00fcber hinaus arbeitet mein Ressort an einer Vielzahl von Themen und Projekten, um nur ein paar exemplarisch aufz\u00e4hlen: \u201eRichtig Essen von Anfang an\u201c (REVAN), wo wir schon bei den Schwangeren ansetzen, Gratisworkshops und Ern\u00e4hrungsberatung durch die Gebietskrankenkassen, eine neue Ern\u00e4hrungspyramide f\u00fcr Schwangere und Stillende, die Austestung einfacher Kennzeichnungsmodelle an Schulbuffets, die Erarbeitung von Ern\u00e4hrungsempfehlungen f\u00fcr 4-10-J\u00e4hrige, etc.<\/p>\n<p><strong><span style=\"color: #ff0000;\">Wir danken f\u00fcr das interessante\u00a0Gespr\u00e4ch!<\/span><\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gesundheits- und Frauenministerin Drin Sabine Oberhauser erkl\u00e4rt, wie man den \u00d6sterreicher_innen eine gesunde Ern\u00e4hrung erm\u00f6glichen und damit auch die\u00a0Gesundheit\u00a0der Menschen deutlich erh\u00f6hen kann. 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