{"id":6646,"date":"2020-12-03T14:43:55","date_gmt":"2020-12-03T13:43:55","guid":{"rendered":"http:\/\/hallo-salzburg.at\/?p=6646"},"modified":"2020-12-03T14:43:56","modified_gmt":"2020-12-03T13:43:56","slug":"guerillaartige-aktionen-anlaesslich-der-16-tage-gegen-gewalt-an-frauen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hallo-salzburg.at\/index.php\/2020\/12\/03\/guerillaartige-aktionen-anlaesslich-der-16-tage-gegen-gewalt-an-frauen\/","title":{"rendered":"Guerillaartige Aktionen anl\u00e4sslich der 16 Tage gegen Gewalt an Frauen"},"content":{"rendered":"<div id=\"fb-root\"><\/div>\n\n<p><strong>Zwischen dem Internationalen Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen und M\u00e4dchen am 25. November und dem Tag der Menschenrechte am 10. Dezember finden die 16 Tage gegen Gewalt an Frauen und M\u00e4dchen statt.\u00a0Die SP\u00d6-Frauen Salzburg wollen in diesem Jahr coronabedingt ein besonders lautes Zeichen setzen.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Corona-Krise: Ein N\u00e4hrboden f\u00fcr h\u00e4usliche Gewalt<\/h4>\n\n\n\n<p>Im Jahr 2019 wurden von der Polizei \u00f6sterreichweit 8.748 Betretungsverbote gemeldet, 19.943 Opfer famili\u00e4rer Gewalt wurden von den Gewaltschutzzentren und Interventionsstellen betreut. 83 Prozent der Opfer waren Frauen und M\u00e4dchen und 90 Prozent der Gef\u00e4hrder*innen waren m\u00e4nnlich.<\/p>\n\n\n\n<p>Im vergangenen Jahr wurden \u2013 in Relation zur Bev\u00f6lkerungsgr\u00f6\u00dfe gerechnet \u2013 nur in Wien mehr Betretungsverbote ausgesprochen als im Bundesland Salzburg. Und auch die j\u00fcngste Tendenz ist alles andere als erfreulich: Die Entwicklung zeigt, dass die F\u00e4lle sexualisierter Gewalt gegen Frauen w\u00e4hrend den Ausgangsbeschr\u00e4nkungen infolge der Corona-Pandemie noch einmal drastisch angestiegen sind.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eAngesichts der Zunahme von h\u00e4uslichen Gewaltverbrechen ist es uns als SP\u00d6-Frauen heuer umso wichtiger, w\u00e4hrend der 16 Tage gegen Gewalt an Frauen und M\u00e4dchen auf dieses gro\u00dfe Problem in der Gesellschaft aufmerksam zu machen\u201c, so die Salzburger SP\u00d6-Landesfrauenvorsitzende LAbg.\u00a0Karin Dollinger.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">SP\u00d6 setzt sich \u201eguerillaartig\u201c f\u00fcr den Ausbau der Frauenberatungsstellen ein<\/h4>\n\n\n\n<p>Im Mittelpunkt der Kampagne der Salzburger SP\u00d6-Frauen steht daher die Forderung nach einem raschen Ausbau der Frauenberatungseinrichtungen und die Erh\u00f6hung der finanziellen Mittel f\u00fcr Pr\u00e4vention und Gewaltschutz.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Weil\u00a0in diesem Jahr coronabedingt klassische Verteil- und Stra\u00dfenaktionen nicht m\u00f6glich sind, haben sich die SP\u00d6-Frauen\u00a0unter dem Motto \u201eStopp der Gewalt an Frauen\u201c\u00a0andere Aktionsformen \u00fcberlegt.\u00a0\u201eWir werden guerillaartig K\u00e4rtchen mit H\u00e4kelblumen auf Laternenmasten, Radst\u00e4nder, B\u00e4nken und Str\u00e4uchern anbringen, die \u00fcber Anlaufstellen bei erlebter Gewalt informieren\u201c, berichtet die SP\u00d6-Frauenvorsitzende in der Stadt Salzburg GR\u00a0Sabine Gabath.\u00a0<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">SP\u00d6-Frauen fordern mehr Mittel f\u00fcr Pr\u00e4vention und Gewaltschutz<\/h4>\n\n\n\n<p>Theoretisch sind Frauen in \u00d6sterreich gut gesch\u00fctzt: Bereits vor 40 Jahren unterzeichnete \u00d6sterreich die UN-Frauenrechtskonvention, die in s\u00e4mtlichen Bereichen Diskriminierung verbietet, 2011 schloss sich \u00d6sterreich der Istanbul-Konvention an, die Gewalt an Frauen bek\u00e4mpft. Und schon seit 1997 ist das Gewaltschutzgesetz in Kraft: Es erm\u00f6glicht die Wegweisung von T\u00e4tern und ein Betretungsverbot. In diesem Jahr wurde es sogar um weitere Ma\u00dfnahmen wie ein Ann\u00e4herungsverbot versch\u00e4rft.<\/p>\n\n\n\n<p>Und dennoch: Jede 5. in \u00d6sterreich lebende Frau ist im Lauf ihres Lebens k\u00f6rperlicher oder seelischer Gewalt ausgesetzt. Allein in diesem Jahr wurden in \u00d6sterreich 20 Frauen Opfer eines Mordes, weitere 22 \u00fcberlebten einen Mordversuch.<\/p>\n\n\n\n<p>\u00a0\u201eWenn allein in diesem Jahr \u00f6sterreichweit 20 Frauen ermordet wurden, macht das mehr als traurig und ist unfassbar\u201c, so\u00a0Landtagsabgeordnete\u00a0Barbara\u00a0Th\u00f6ny (SP\u00d6).\u00a0\u201eWir d\u00fcrfen Frauen nicht allein lassen und m\u00fcssen alles tun, um Gewalt zu verhindern. Es braucht einen gezielten bundesweiten Aktionsplan gegen Gewalt an Frauen und mehr Mittel f\u00fcr Pr\u00e4vention und Gewaltschutz\u201c,\u00a0ist\u00a0Th\u00f6ny\u00a0\u00fcberzeugt<em>.\u00a0<\/em><\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Frauenhaus Hallein: Schlie\u00dfung statt 30-Jahr-Feier<\/h4>\n\n\n\n<p>W\u00e4hrend anl\u00e4sslich der 16 Tage gegen Gewalt an Frauen und M\u00e4dchen nun Gemeinde\u00e4mter als Mahnmal lila beleuchtet werden, ist die k\u00fcnftige Betreuung der Bewohnerinnen im Frauenhaus Hallein derzeit vollkommen ungewiss. Fest steht nur, dass die seit drei\u00dfig Jahren betriebene Einrichtung mit 1. Juli 2021 seine Pforten schlie\u00dfen soll.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eBeratungseinrichtungen, vor allem aber auch die Frauenh\u00e4user sind eine wichtige St\u00fctze in der Not. Sie m\u00fcssten jetzt massiv ausgebaut werden, und nicht von der zust\u00e4ndigen Landesr\u00e4tin Andrea Klambauer demoliert, wie wir das leider gerade im Bundesland Salzburg erleben\u201c, stellt Stadtr\u00e4tin\u00a0Anja Hagenauer (SP\u00d6)\u00a0fest.<\/p>\n\n\n\n<p>Dass die Landesr\u00e4tin mit der Leiterin und ihren Mitarbeiterinnen bis jetzt noch nicht einmal das Gespr\u00e4ch \u00fcber deren berufliche Zukunft gesucht hat und alle Mitarbeiterinnen noch im Dezember gek\u00fcndigt werden m\u00fcssen, sorgt bei den VertreterInnen der SP\u00d6-Frauen f\u00fcr Unverst\u00e4ndnis.<\/p>\n\n\n\n<p>\u00a0\u201eWenn Landesr\u00e4tin Andrea Klambauer schon meint, im Zusammenhang mit den Frauenh\u00e4usern in Hallein und der Stadt Salzburg k\u00fcnftig auf 30 Jahre Erfahrung in der Betreuung von weiblichen Gewaltopfern und ihren Kindern verzichten zu k\u00f6nnen, soll sie sich wenigstens darum k\u00fcmmern, dass die Bewohnerinnen nicht pl\u00f6tzlich ohne Obdach und Betreuung dastehen\u201c, findet die SP\u00d6 Landesfrauenvorsitzende\u00a0Karin\u00a0Dollinger\u00a0abschlie\u00dfend deutliche Worte.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Info: Was sind die 16 Tage gegen Gewalt an Frauen und M\u00e4dchen?<\/h4>\n\n\n\n<p>Bei den 16 Tagen gegen Gewalt an Frauen und M\u00e4dchen handelt es sich um eine internationale Kampagne, welche j\u00e4hrlich am 25. November (Internationaler Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen) beginnt und am 10. Dezember (Internationaler Tag der Menschenrechte) endet. Die\u00a0SP\u00d6-Frauen\u00a0beteiligen sich jedes Jahr aktiv an dieser Kampagne.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<p><em>Foto: SP\u00d6-Frauen Salzburg<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zwischen dem Internationalen Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen und M\u00e4dchen am 25. November und dem Tag der Menschenrechte am 10. 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