{"id":7309,"date":"2022-06-15T20:30:00","date_gmt":"2022-06-15T18:30:00","guid":{"rendered":"http:\/\/hallo-salzburg.at\/?p=7309"},"modified":"2022-06-28T10:10:00","modified_gmt":"2022-06-28T08:10:00","slug":"pflege-betreuung-sind-schwerstarbeit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hallo-salzburg.at\/index.php\/2022\/06\/15\/pflege-betreuung-sind-schwerstarbeit\/","title":{"rendered":"Pflege &#038; Betreuung sind Schwer(st)arbeit"},"content":{"rendered":"<div id=\"fb-root\"><\/div>\n\n<p><strong>Anl\u00e4sslich der k\u00fcrzlich beschlossenen &#8220;Pflegereform&#8221;, die statt der geforderten j\u00e4hrlichen Pflegemilliarde mit der H\u00e4lfte, also 500 Millionen umgesetzt wird, und auf lediglich zwei Jahre limitiert ist, \u00fcbte die SP\u00d6 Salzburg am Montag, dem 13.6.2022, in einer Pressekonferenz Kritik. Darin erl\u00e4utern SP\u00d6-Chef David Egger, Nationalratsabgeordneter Christian Drobits, Sozialstadtr\u00e4tin Anja Hagenauer und Sozialsprecherin Barbara Th\u00f6ny, warum diese \u00c4nderungen aus ihrer Sicht nicht ausreichend sind und was es eigentlich braucht, um die Arbeit in der Pflege attraktiver und gerechter zu machen. <\/strong><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-embed\"><div class=\"wp-block-embed__wrapper\">\n<!-- Embedded with Magic Embeds - https:\/\/magicembeds.com --><div class=\"wef-measure\" style=\"max-width: 450px;\"><\/div><div class=\"fb-video\" data-href=\"https:\/\/www.facebook.com\/salzburger.spoe\/videos\/772442744135309\" data-allowfullscreen=\"false\" data-autoplay=\"false\" data-width=\"450\" data-show-text=\"false\" data-show-captions=\"true\"><\/div>\n<\/div><\/figure>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Argumente f\u00fcr die Anerkennung der Pflege und Betreuung als Schwerarbeit<\/h4>\n\n\n\n<p>Die zentralen Anliegen der Pressekonferenz bestanden darin, Pflegekr\u00e4ften einen Teil ihres b\u00fcrokratischen Aufwands abzunehmen und pflegenden Angeh\u00f6rigen eine gute soziale Absicherung anzubieten. Dar\u00fcber hinaus wurde f\u00fcr eine Petition an den Nationalrat geworben, mit der gefordert wird, dass Berufe im Pflegebereich als Schwerarbeit erkannt werden. Dabei verweist die SP\u00d6 auf bereits bestehende Studien, die eine solche Einordnung belegen und entsprechende \u00c4nderungen anraten w\u00fcrden. Konkret betonte Egger die hohe Verantwortung, das extreme Ma\u00df an Flexibilit\u00e4t sowie auch die herausfordernden k\u00f6rperlichen und psychischen Belastungen, die mit einem Job in der Pflege einhergehen. <\/p>\n\n\n\n<p><strong>Die SP\u00d6 stellt in ihrer Petition daher folgende Forderungen:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Pflege sowie Betreuung sind Schwerarbeit und sollen daher der Schwerarbeitsverordnung unterliegen<\/li><li>Schul- und Ausbildungszeiten sollen als Versicherungszeiten anerkannt werden<\/li><li>Alle Schwerarbeitszeiten sollen bei Invalidit\u00e4ts- und Berufsunf\u00e4higkeitspensionen zu weniger Abschl\u00e4gen f\u00fchren<\/li><\/ul>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Reduktion sinnloser Dokumentation, um Pflege-Alltag zu erleichtern<\/h4>\n\n\n\n<p>Auch Hagenauer teilte in der Pressekonferenz ihre \u00dcberlegungen zur Erleichterung der Pflege-Berufe, um diese attraktiver zu machen. Als Beispiel nennt sie dazu etwa die ausufernde Dokumentationspflicht. Diese beanspruche zu viel Zeit und k\u00f6nne um insgesamt 116 Arbeitsstunden t\u00e4glich reduziert werden, wodurch wiederum Zeit f\u00fcr die Bewohner:innen geschaffen werden k\u00f6nnte. Generell m\u00f6chte sie die Pflege wieder zur Arbeit direkt mit den Menschen verlagern und Pfleger von b\u00fcrokratischen H\u00fcrden entlasten. So fordern auch die notwendige \u00e4rztliche Anordnung f\u00fcr jegliche Medikamentengabe sehr viel Zeit und Energie, da hiervon auch die Verwendung von Heilsalben wie Bepanthen oder Tabletten gegen Kopfschmerzen umfasst sind. W\u00e4re dies einfacher gel\u00f6st, spare man nicht nur viel Zeit, sondern handle vielmehr im Interesse der Pflegebed\u00fcrftigen.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Das Pflegepaket in Hinblick auf Pflege im privaten Umfeld<\/h4>\n\n\n\n<p>&#8220;Das Pflegepaket der Bundesregierung ist wie ein schwaches Schmerzmedikament &#8211; es tut trotzdem noch alles weh und die Ursachen werden erst recht nicht behandelt.&#8221;, so auch Th\u00f6ny, die sich unter anderem \u00fcber unzureichende Ma\u00dfnahmen f\u00fcr pflegende Angeh\u00f6rige beklagt. Sie w\u00fcnscht sich eine bundesweite Umsetzung nach burgenl\u00e4ndischem Beispiel. Dort k\u00f6nnen Angeh\u00f6rige Pflegebed\u00fcrftiger vom Land angestellt werden, die dann entsprechend ihrer Pflegestufe mit zwischen 1000 und 1750 Euro entlohnt werden. Dagegen sind die von T\u00fcrkis-Gr\u00fcn geplanten monatlichen 125 Euro f\u00fcr Th\u00f6ny nicht mehr als eine Almosenzahlung.  <\/p>\n\n\n\n<p>Insgesamt sieht die SP\u00d6 daher noch deutliches Verbesserungspotenzial im der vom Bund geplanten Pflegereform und bezeichnet diese als halbherzig bzw. unzureichend. Die Petition zur Anerkennung der Pflege als Schwerarbeit kann<a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/bit.ly\/petition-schwerstarbeit\" target=\"_blank\"> hier <\/a>unterzeichnet werden.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<p><em>Titelbild:&nbsp;<a href=\"http:\/\/arne-mueseler.at\">Arne M\u00fcseler<\/a>&nbsp;\/&nbsp;<a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/creativecommons.org\/licenses\/by-sa\/3.0\/de\/\" target=\"_blank\">CC-BY-SA-3.0<\/a><\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Anl\u00e4sslich der k\u00fcrzlich beschlossenen &#8220;Pflegereform&#8221;, die statt der geforderten j\u00e4hrlichen Pflegemilliarde mit der H\u00e4lfte, also 500 Millionen umgesetzt wird, und auf lediglich zwei Jahre limitiert ist, \u00fcbte die SP\u00d6 Salzburg&hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":63,"featured_media":7322,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_exactmetrics_skip_tracking":false,"_exactmetrics_sitenote_active":false,"_exactmetrics_sitenote_note":"","_exactmetrics_sitenote_category":0,"footnotes":"","_links_to":"","_links_to_target":""},"categories":[2],"tags":[116,1703,563,2337,1917,1078,562,2296,2346],"coauthors":[2284],"class_list":["post-7309","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-politik","tag-anja-hagenauer","tag-barbara-thoeny","tag-betreuung","tag-christian-drobits","tag-david-egger","tag-petition","tag-pflege","tag-pressekonferenz","tag-schwerarbeit"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/hallo-salzburg.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7309","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/hallo-salzburg.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/hallo-salzburg.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hallo-salzburg.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/63"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hallo-salzburg.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=7309"}],"version-history":[{"count":8,"href":"https:\/\/hallo-salzburg.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7309\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":7323,"href":"https:\/\/hallo-salzburg.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7309\/revisions\/7323"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hallo-salzburg.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media\/7322"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/hallo-salzburg.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=7309"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/hallo-salzburg.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=7309"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/hallo-salzburg.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=7309"},{"taxonomy":"author","embeddable":true,"href":"https:\/\/hallo-salzburg.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/coauthors?post=7309"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}