{"id":7436,"date":"2023-02-23T18:55:17","date_gmt":"2023-02-23T17:55:17","guid":{"rendered":"https:\/\/hallo-salzburg.at\/?p=7436"},"modified":"2023-02-24T14:23:05","modified_gmt":"2023-02-24T13:23:05","slug":"teuer-teurer-salzburg-wo-bleibt-beim-wohnen-die-trendwende","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hallo-salzburg.at\/index.php\/2023\/02\/23\/teuer-teurer-salzburg-wo-bleibt-beim-wohnen-die-trendwende\/","title":{"rendered":"Teuer, teurer, Salzburg: Wo bleibt beim Wohnen die Trendwende?"},"content":{"rendered":"<div id=\"fb-root\"><\/div>\n<p><strong>Wohnen in Salzburg ist teuer. Fast 17 Euro pro Quadratmeter f\u00fcr eine Mietwohnung in der Stadt Salzburg und Eigentumspreise in unerschwinglichen H\u00f6hen f\u00fcr Normalsterbliche zeigen, dass etwas nicht stimmen kann. Sind die hohen Wohnpreise ein Naturgesetz. Oder k\u00f6nnte die Politik doch gegensteuern?<\/strong><\/p>\n<p>Die einfache Antwort k\u00f6nnte lauten: Mehr Wohnungen bauen, denn durch ein gr\u00f6\u00dferes Angebot sollte der Preis sinken. Doch ganz so simpel ist die Antwort nicht. Auch jetzt schon werden\u00a0Wohneinheiten gebaut, doch nur ein Bruchteil davon sind f\u00f6rderbare Mietwohnungen. Auch die Eigentumswohnungen am Markt richten sich angesichts der horrenden Preise haupts\u00e4chlich an Investor:innen, die Immobilien als Wertanlage und Spekulationsobjekt betrachten. Erschwinglicher Wohnraum f\u00fcr Salzburgerinnen und Salzburger, meist Fehlanzeige. Grunds\u00e4tzlich gilt: Mit einem durchschnittlichen Einkommen ist Eigentum ohne Finanzspritze der Eltern oder Erbe gerade f\u00fcr junge Menschen unrealistisch geworden.<\/p>\n<h5>Warum bauen die gemeinn\u00fctzigen Wohnbautr\u00e4ger nicht mehr Wohnungen?<\/h5>\n<p>Abhilfe schaffen sollte hier der Bau von f\u00f6rderbaren Wohnungen durch gemeinn\u00fctzige Wohnbautr\u00e4ger. Diese haben Zugang zur Wohnbauf\u00f6rderung. Mieterinnen und Mieter f\u00f6rderbarer Mietwohnungen k\u00f6nnen im Regelfall Wohnbeihilfe in Anspruch nehmen. Doch im Jahr 2023 werden von den Gemeinn\u00fctzigen nur wenige Wohnungen in der Stadt Salzburg beziehungsweise im Zentralraum fertiggestellt. Heimat \u00d6sterreich, GSWB, und Die Salzburg werden im Jahr 2023 gemeinsam gerade einmal 46 Einheiten in der Stadt Salzburg fertigstellen. Die SP\u00d6 fordert seit langem, dass landesweit pro Jahr 1.000 gef\u00f6rderte Wohnungen gebaut werden. 2023 ist leider kein negativer Ausrei\u00dfer, sondern mittlerweile die Regel. In den letzten f\u00fcnf Jahren wurden in Salzburg mehr als 1.700 Wohnungen zu wenig gebaut, gemessen an den geringeren Zielen der Landesregierung. Dieses lag im Jahr 2022 bei\u00a0650 bis 750 Mietwohnungen, errichtet wurden nicht einmal 400.\u00a0Die Fakten geben der SP\u00d6-Kritik Recht: Die Wohnbauf\u00f6rderung erf\u00fcllt ihren Zweck \u00a0schon lange nicht mehr.<\/p>\n<p>Ein <a href=\"https:\/\/www.sn.at\/salzburg\/politik\/gefoerderter-wohnbau-in-salzburg-uebergaben-geraten-ins-stocken-134329924\">Artikel<\/a> der Salzburger Nachrichten vom 21. Februar 2023 zeigt einmal mehr die Schieflage auf.\u00a0Neben der Pandemie, die einige Baustarts verz\u00f6gert, werden von den Gesch\u00e4ftsf\u00fchrern der Gemeinn\u00fctzigen vor allem zwei Gr\u00fcnde genannt. Hohe Kosten und zu wenige Grundst\u00fccke. Grund und Boden sind ein rares Gut in Salzburg, doch die Gemeinden k\u00f6nnten \u00fcber Baulandsicherungsmodelle eingreifen. Salzburgs SP\u00d6-Chef David Egger fordert eine aktivere Wohnbaupolitik, bei der das Land Grundst\u00fccke ankauft, auf denen in Zusammenarbeit mit den gemeinn\u00fctzigen Wohnbautr\u00e4gern f\u00f6rderbare Mietwohnungen realisiert werden. Im Neubau pocht Egger auf eine fixe Quote von 20 Prozent\u00a0zugunsten von sozialen Mietwohnbau.<\/p>\n<h5>Die Wohnbauf\u00f6rderung ist gescheitert<\/h5>\n<p>Die Wohnbautr\u00e4ger k\u00e4mpfen schon lange mit den gestiegenen Kosten. Nicht zuletzt auch deshalb musste die die schwarz-gr\u00fcne Wohnbauf\u00f6rderung seit 2015 16-Mal angepasst werden.\u00a0Die SP\u00d6 hat deswegen im letzten Oktober einen Antrag eingebracht, der die Wohnbauf\u00f6rderung von Grund auf reformieren sollte. Weg von dem 2015 eingef\u00fchrten Zuschusssystem, zur\u00fcck zum davor praktizierten Darlehenssystem, um den Wohnbautr\u00e4gern eine bessere Planung mit den gestiegenen Kosten zu erm\u00f6glichen. Dieser Antrag wurde von den Parteien zwar einstimmig angenommen. Passiert ist seither allerdings nichts. Um mit allen Beteiligten den Reformprozess zu starten, sollte es eigentlich ein Treffen des\u00a0Wohnbauf\u00f6rderungsbeirat geben.\u00a0Nur hat die zust\u00e4ndige NEOS-Landesr\u00e4tin Andrea Klambauer bis heute den Beirat nicht einberufen. Eine Trendwende in der Wohnbaupolitik wird es daher fr\u00fchestens nach der Landtagswahl geben. So die neue Regierungsmehrheit das will.<\/p>\n<hr class=\"wp-block-separator\" \/>\n<p><em>Titelbild:\u00a0<a href=\"http:\/\/arne-mueseler.at\">Arne M\u00fcseler<\/a>\u00a0\/\u00a0<a href=\"https:\/\/creativecommons.org\/licenses\/by-sa\/3.0\/de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">CC-BY-SA-3.0<\/a><\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wohnen in Salzburg ist teuer. 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