{"id":770,"date":"2016-07-08T07:40:58","date_gmt":"2016-07-08T05:40:58","guid":{"rendered":"http:\/\/hallo-salzburg.at\/?p=770"},"modified":"2016-07-08T07:40:58","modified_gmt":"2016-07-08T05:40:58","slug":"kill-billy","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hallo-salzburg.at\/index.php\/2016\/07\/08\/kill-billy\/","title":{"rendered":"Kill Billy"},"content":{"rendered":"<div id=\"fb-root\"><\/div>\n<p>Harold Lunde (Bj\u00f8rn Sundquist) und seine Gattin Marny (Grethe Selius) sind die Besitzer eines M\u00f6belgesch\u00e4fts, das den ganzen Ort seit 40 Jahren mit Qualit\u00e4tsm\u00f6bel versorgt. Ihr ganzer Stolz ist ein Sessel-Modell, mit feinstem Stoff aus Italien, das noch immer wie vor 400 Jahren in sorgf\u00e4ltiger Handarbeit hergestellt wird. Das Leben ist gut zu den beiden, bis Ikea kommt und alles kaputt macht.<\/p>\n<blockquote><p>Der norwegische Regisseur Gunnar Vikene borgt sich f\u00fcr <em>Kill Billy<\/em> (original Titel: <em>Her er Harold<\/em>) die weltgr\u00f6\u00dfte M\u00f6belkette und setzt sie in einen durchaus brisanten Kontext. Die \u201eGro\u00dfen\u201c \u00fcberrollen die \u201eKleinen\u201c ohne R\u00fccksicht auf Verluste. Ein Rahmen, der im weiteren Film bedauerlicherweise keinerlei Rolle mehr spielt.<\/p><\/blockquote>\n<p>Zur\u00fcck zur Handlung: Ein paar Monate nach Er\u00f6ffnung der Ikea-Filiale ist es um das Lebenswerk der Lundes geschehen. Die Lundens k\u00f6nnen der Konkurrenz nichts entgegensetzen. Weil sich Marnys geistiger Zustand zudem rapide verschlechtert, will Harold sie in einem Altersheim unterbringen. Sie stirbt jedoch, bevor sie in ihr neues Zuhause einziehen kann. Harold sieht sein Leben zerst\u00f6rt und versucht sich im Selbstmord, der allerdings misslingt. Als gebrochener Mann schmiedet er einen Plan: Er will Rache an Ikea, genauer an dessen Gr\u00fcnder Ingvar Kamprad (Bj\u00f6rn Granath). Richtig geplant hat Harold seine Rache nicht. Er setzt sich einfach in sein Auto und f\u00e4hrt ins Abenteuer. Auf dem Weg besucht er seinen Sohn, zu dem er scheinbar eine eher gef\u00fchlslose und distanzierte Beziehung hat und der mit seinen eigenen Problemen zu k\u00e4mpfen hat.<\/p>\n<p>In Schweden trifft Harold bald die sechzehnj\u00e4hrige Ebba (Fanny Ketter), die er im Auto mitnimmt und deren Lebensb\u00fcrde ihre alkoholkranke Mutter ist. Zwischen Harold und Ebba entwickelt sich eine Art Freundschaft, wodurch Ebba in die Entf\u00fchrung Kamprads involviert wird. Wie diese letztendlich abl\u00e4uft sei nicht verraten. Kamprad f\u00fchlt sich als Entf\u00fchrungsopfer gar nicht so unwohl, wie man annehmen k\u00f6nnte und Harold wei\u00df bald selbst nicht mehr, was er eigentlich so genau will.<\/p>\n<div class=\"epyt-video-wrapper\"><iframe loading=\"lazy\"  id=\"_ytid_63877\"  width=\"1170\" height=\"658\"  data-origwidth=\"1170\" data-origheight=\"658\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/hoULIQmsr1k?enablejsapi=1&#038;autoplay=0&#038;cc_load_policy=0&#038;cc_lang_pref=&#038;iv_load_policy=1&#038;loop=0&#038;rel=1&#038;fs=1&#038;playsinline=0&#038;autohide=2&#038;hl=de_DE&#038;theme=dark&#038;color=red&#038;controls=1&#038;disablekb=0&#038;\" class=\"__youtube_prefs__  epyt-is-override  no-lazyload\" title=\"YouTube player\"  allow=\"fullscreen; accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share\" referrerpolicy=\"strict-origin-when-cross-origin\" allowfullscreen data-no-lazy=\"1\" data-skipgform_ajax_framebjll=\"\"><\/iframe><\/div>\n<p>Der anf\u00e4ngliche Hauch von Sozialkritik weicht schnell mehreren Statements des Ikea-Gr\u00fcnders, die zwar nichts am pers\u00f6nlichen Leid Harolds \u00e4ndern, f\u00fcr uns Zusehende die Situation allerdings relativieren. \u201eIch habe allein in Schweden 10.000 Arbeitspl\u00e4tze geschaffen!\u201c, erkl\u00e4rt Kamprad dem gescheiterten Harold und damit uns Zuschauenden. Man bekommt fast den Eindruck, als wolle uns der Film erkl\u00e4ren, dass die blau-gelbe Marke ja eigentlich eine ganz feine Sache sei und mehrmals kam mir der Vergleich zur Google-Propaganda-Kom\u00f6die <em>Prakti.com<\/em> (im Original: <em>The Internship<\/em>), auch wenn <em>Kill Billy<\/em> keinesfalls zu einem solchen Werbefilm ausartet. Am\u00fcsant ist <em>Kill Billy<\/em> zwischenzeitlich dennoch immer wieder, was vor allem an den eigenwillig liebenswerten Charakteren liegt. Hitzige Wortgefechte und Witze liefern sich die Figuren zumindest in der soliden deutschen Synchronfassung keine. Lustig ist <em>Kill Billy<\/em> auf Grund zahlreicher skurriler Situationen und den Reaktionen von Harold, Kamprad und Ebba. Eine Rache-Orgie im Stil von <em>Kill Bill<\/em> ist <em>Kill Billy<\/em> trotz der Namens\u00e4hnlichkeit im deutschen Titel keinesfalls. Obgleich der Film die Erwartungshaltung in Sachen Sozialkritik nicht erf\u00fcllt, kann man ihn auf filmischer Ebene immerhin als Gegendarstellung zu den Gr\u00f6\u00dfen des Rache-Films betrachten. Von Hollywood bis nach Japan fesseln Rachegeschichten immer wieder das Kinopublikum. <em>Kill Billy<\/em> nimmt das Thema als Rahmenhandlung, geht darin aber ganz eigenwillige Wege durch das verschneite Skandinavien und das ist, obgleich es dem Film teilweise ein bisschen an Zugkraft fehlt, eine nennenswerte Errungenschaft.<\/p>\n<p><em>Kill Billy<\/em><\/p>\n<p>(Original-Titel: <em>Her Er Harold<\/em>)<br \/>\n<strong>Regie:<\/strong> Gunnar Vikene<br \/>\n<strong>Drehbuch:<\/strong> Gunnar Vikene<br \/>\n<strong>Soundtrack:<\/strong> Janove Ottesen<br \/>\n<strong>Cast:<\/strong> Bjorn Sundquist, Bj\u00f6rn Granath, Fanny Ketter, Grethe Selius&#8230;<br \/>\n<strong>Laufzeit:<\/strong> 95 Minuten<br \/>\n<strong>FSK:<\/strong> ab 6 Jahren<br \/>\n<strong>Kinostart:<\/strong> 24.06.16 (AT)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Harold Lunde (Bj\u00f8rn Sundquist) und seine Gattin Marny (Grethe Selius) sind die Besitzer eines M\u00f6belgesch\u00e4fts, das den ganzen Ort seit 40 Jahren mit Qualit\u00e4tsm\u00f6bel versorgt. Ihr ganzer Stolz ist ein&hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":771,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_exactmetrics_skip_tracking":false,"_exactmetrics_sitenote_active":false,"_exactmetrics_sitenote_note":"","_exactmetrics_sitenote_category":0,"footnotes":"","_links_to":"","_links_to_target":""},"categories":[49,26],"tags":[308,306,307,305],"coauthors":[],"class_list":["post-770","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-film","category-kultur","tag-gunnar-vikene","tag-her-er-harold","tag-ikea","tag-kill-billy"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/hallo-salzburg.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/770","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/hallo-salzburg.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/hallo-salzburg.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hallo-salzburg.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hallo-salzburg.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=770"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/hallo-salzburg.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/770\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":794,"href":"https:\/\/hallo-salzburg.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/770\/revisions\/794"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hallo-salzburg.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media\/771"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/hallo-salzburg.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=770"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/hallo-salzburg.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=770"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/hallo-salzburg.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=770"},{"taxonomy":"author","embeddable":true,"href":"https:\/\/hallo-salzburg.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/coauthors?post=770"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}