{"id":7876,"date":"2024-01-12T13:17:52","date_gmt":"2024-01-12T12:17:52","guid":{"rendered":"https:\/\/hallo-salzburg.at\/?p=7876"},"modified":"2024-01-15T16:54:02","modified_gmt":"2024-01-15T15:54:02","slug":"kinderbetreuung-salzburg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hallo-salzburg.at\/index.php\/2024\/01\/12\/kinderbetreuung-salzburg\/","title":{"rendered":"Salzburg: Qualifizierte Frauen m\u00fcssen Kinder h\u00fcten und fehlen dadurch der Wirtschaft"},"content":{"rendered":"<div id=\"fb-root\"><\/div>\n\n<p><strong>Zu wenig Kindergartenpl\u00e4tze:<\/strong> <strong>Bei der Kinderbetreuung ist Salzburg auf Platz 7 von 9 Bundesl\u00e4ndern. Nur 26 % der Kinderg\u00e4rten und Krippen haben lange genug offen, damit Eltern Vollzeit arbeiten k\u00f6nnen. Frauen, die gerne mehr arbeiten w\u00fcrden, k\u00f6nnen das nicht tun. Denn auch beim Halbtagskindergarten werden Kinder per Stichtag-Regelung ausgeschlossen.&nbsp;<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Trotz Fachkr\u00e4ftemangel im ganzen Land m\u00fcssen qualifizierte Frauen, die gern mehr arbeiten w\u00fcrden, daheim bleiben. Denn Salzburg ist im Bundesvergleich auf Platz sieben, wenn man sich die Kinderbetreuungsquoten anschaut. Nur <a href=\"https:\/\/www.momentum-institut.at\/grafik\/kinderbetreuung-und-vollzeitjob\">26 Prozent<\/a> der Kinderg\u00e4rten haben so lange ge\u00f6ffnet, dass  Eltern einer Vollzeitbesch\u00e4ftigung nachgehen k\u00f6nnen. <\/p>\n\n\n\n<p>Die aktuellen Regelungen zum Halbtagskindergarten bereiten vielen Eltern zus\u00e4tzlich Sorgen. Im Gegensatz zu Volksschulen gibt es hier n\u00e4mlich keine Flexibilit\u00e4t beim Stichtag f\u00fcr das Alter der Kinder. Das Resultat: Viele Kinder werden vom Halbtagskindergarten ausgeschlossen und die M\u00fctter bleiben dann mit der Betreuung allein. Denn es sind die Frauen, die in Familien wesentlich \u00f6fter daheim bleiben (m\u00fcssen), als die M\u00e4nner.  Sieht man sich die Zahlen in ganz \u00d6sterreich an, arbeitet knapp die H\u00e4lfte der Frauen in Teilzeitjobs. Und das obwohl Arbeitskr\u00e4fte in fast allen Betrieben fehlen. Die Gr\u00fcnde sucht man nicht lange: <a href=\"https:\/\/www.momentum-institut.at\/news\/frauen-leisteten-care-arbeit-im-wert-von-108-mrd-euro\"> Jede Vierte<\/a>, die gern mehr arbeiten w\u00fcrde aber das nicht tut, gibt als Grund die mangelnde Kinderbetreuung an.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Trotz Arbeitskr\u00e4ftemangel: Zu wenig Kinderbetreuung schickt qualifizierte Frauen hinter den Herd<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Anstatt das Angebot f\u00fcr Kinderbetreuungspl\u00e4tze in Salzburg auszubauen, plant FP\u00d6 Salzburg-Chefin und stellvertretende Landeshauptfrau Marlene Svazek das Grundproblem noch zu versch\u00e4rfen. 1.100 Euro gibt das Land laut eines Antrags der FP\u00d6 Salzburgs pro Kind und Kinderbetreuungsplatz aus. Weil den Freiheitlichen das zu viel ist, wollen sie den M\u00fcttern das &#8220;Daheimbleiben&#8221; schmackhaft machen. Svazek und die FP\u00d6 nennen es Wahlfreiheit, doch am Ende haben die Frauen keine Wahl. Wenn das Land zu wenig Kinderbetreuungspl\u00e4tze zur Verf\u00fcgung stellt, m\u00fcssen sie daheim bleiben &#8211; ob sie das nun selbst wollen oder nicht. <\/p>\n\n\n\n<p>Gleichzeitig st\u00f6hnt die Wirtschaft auf. Denn die k\u00f6nnte mehr Arbeitskr\u00e4fte aktuell dringend gebrauchen. Wie l\u00f6sen andere Bundesl\u00e4nder dieses Problem? <a href=\"https:\/\/neuezeit.at\/kaernten-kindergarten-gehalt\/\">K\u00e4rnten<\/a> und Wien beispielsweise haben die L\u00f6hne f\u00fcr Kindergartenpersonal verbessert. Das soll einerseits den Personalengpass in der Kinderbetreuung minimieren. Andererseits sollen arbeitende Eltern wissen, dass ihre Kleinen jederzeit gut betreut sind.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Kindergartenpersonal ist hoch gefragt und dennoch unterbezahlt<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Kinderg\u00e4rten sind mehr als nur Aufbewahrungsst\u00e4tte f\u00fcr Kinder. P\u00e4dagoginnen und P\u00e4dagogen wollen die Kids bestm\u00f6glich auf ihr weiteres Leben vorbereiten. Bei immer gr\u00f6\u00dferen Gruppen und <a href=\"https:\/\/www.momentum-institut.at\/news\/bezahlung-kinderbetreuung-mangelhaft#:~:text=Im%20Schnitt%20bekommen%20sie%20pro%20Stunde%2014%2C97%20Euro%20brutto.\">schlechten Geh\u00e4ltern<\/a> f\u00fcr viele Erzieher:innen ist das aber schwer. Im \u00d6sterreich-Schnitt bekommen Erzieher:innen knapp 15 Euro brutto pro Stunde bezahlt. In Tirol, Ober\u00f6sterreich und Salzburg liegt das Gehalt sogar unter der Armutsgef\u00e4hrdungsschwelle von 1.392 \u20ac Nettogehalt (f\u00fcr einen 1-Personen-Haushalt). Am besten bezahlt Wien das Personal in der Kinderbetreuung. Auch K\u00e4rnten hat das Gehalt zuletzt erh\u00f6ht, um dem P\u00e4dagog:innenmangel entgegenzuwirken. Dennoch hinkt <a href=\"https:\/\/www.momentum-institut.at\/grafik\/bildungsreport-kinderbetreuung-der-unter-3-jaehrigen\">\u00d6sterreich im EU-Vergleich<\/a> weiter nach. Wir erreichen noch immer nicht das f\u00fcr 2010 gesetzte Ziel von 30 Prozent Kinderbetreuung f\u00fcr unter Dreij\u00e4hrige. <a href=\"https:\/\/www.statistik.at\/statistiken\/bevoelkerung-und-soziales\/bildung\/kindertagesheime-kinderbetreuung\">2022<\/a>, also zw\u00f6lf Jahre sp\u00e4ter, waren es bundesweit 29,9 Prozent, in Salzburg nur 26 Prozent.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Flexible Regelung bei Halbtagskindergarten und Angebot f\u00fcr Kids ab 2 Jahren gefordert<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Dabei liegen L\u00f6sungsvorschl\u00e4ge am Tisch: flexiblere Regelungen seitens des Landes und eine Kinderbetreuung, die den Familien wirklich was bringt.&nbsp;Bettina Brandauer, stellvertretende Landesparteivorsitzende und Karin Dollinger, Frauenvorsitzende von Salzburg (beide SP\u00d6) wollen die Familien in Salzburg unterst\u00fctzen. Sie fordern von Schwarz-Blau eine flexiblere Regelung f\u00fcr den Stichtag des kostenlosen Halbtagskindergartens. Dass Ausnahmen analog zur Schulpflicht darin bisher nicht vorgesehen sind, kritisieren die beiden scharf. Au\u00dferdem soll, wenn es nach ihnen geht, das kostenlose Angebot von 20 Stunden so weit ausgebaut werden, dass sich das zumindest mit den Bring- und Abholzeiten f\u00fcr Eltern ausgeht. <\/p>\n\n\n\n<p>Das Angebot soll au\u00dferdem auch f\u00fcr Kinder ab dem 2. Lebensjahr gelten, damit zwischen Elternkarenz und Kinderbetreuung keine L\u00fccke f\u00fcr Familien oder vor allem f\u00fcr Alleinerzieher:innen entsteht. Das sind aber alles nur kleine Schritte, viel wichtiger w\u00e4re laut den beiden ein stufenweiser Ausbau sowie ein Rechtsanspruch f\u00fcr jede Familie auf leistbare, ganzt\u00e4gige und ganzj\u00e4hrige Kinderbetreuung f\u00fcr alle Salzburger Kinder.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zu wenig Kindergartenpl\u00e4tze: Bei der Kinderbetreuung ist Salzburg auf Platz 7 von 9 Bundesl\u00e4ndern. 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