{"id":8326,"date":"2025-02-28T19:00:00","date_gmt":"2025-02-28T18:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/hallo-salzburg.at\/?p=8326"},"modified":"2025-03-14T15:10:41","modified_gmt":"2025-03-14T14:10:41","slug":"vom-musterbeispiel-zum-millionengrab-das-gesundheitssystem-wankt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hallo-salzburg.at\/index.php\/2025\/02\/28\/vom-musterbeispiel-zum-millionengrab-das-gesundheitssystem-wankt\/","title":{"rendered":"Vom Vorzeigemodell zum Bankrott: Unser Gesundheitssystem in der Krise"},"content":{"rendered":"<div id=\"fb-root\"><\/div>\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Die <strong>\u00c4rztekammer \u00d6sterreich<\/strong> fordert bereits einen <strong>Krisengipfel<\/strong>, denn in der <strong>\u00d6GK<\/strong> klafft ein Budgetloch von <strong>900 Millionen Euro<\/strong>. Was einst ein erfolgreiches Gesundheitsmodell war, wurde unter der damaligen von <strong>Sebastian Kurz<\/strong> gef\u00fchrten <strong>\u00d6VP-FP\u00d6-Regierung<\/strong> zum finanziellen Desaster.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Die gescheiterte Gesundheitsreform<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>2018 versprach die damalige Kurz<strong>-Regierung<\/strong>, dass durch die Zusammenlegung der <strong>neun Gebietskrankenkassen<\/strong> und <strong>Betriebskrankenkassen<\/strong> eine <strong>Milliarde Euro<\/strong> an Verwaltungskosten eingespart werden k\u00f6nne. Diese sogenannte <strong>&#8220;Patientenmilliarde&#8221;<\/strong> sollte allen Versicherten in \u00d6sterreich zugutekommen. Doch im Jahr <strong>2025<\/strong> zeigt sich das genaue Gegenteil: Statt der versprochenen Einsparungen gibt es nun eine <strong>Budgetdefizitmilliarde<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<p>Bis heute existieren keine <strong>nachvollziehbaren Berechnungen<\/strong>, die belegen k\u00f6nnten, dass die Einsparungen jemals realistisch waren. Es scheint vielmehr so, als ob das <strong>erfolgreiche Modell der GKK<\/strong> einem <strong>prestigetr\u00e4chtigen, aber maroden Leuchtturmprojekt<\/strong> von <strong>\u00d6VP und FP\u00d6<\/strong> geopfert wurde.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Salzburgs verschwundene Gelder \u2013 R\u00fccklagen gingen nach Wien<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Ein besonders brisantes Beispiel ist <strong>Salzburg<\/strong>. Im Zuge der Umstrukturierung wurden <strong>177 Millionen Euro<\/strong> an <strong>GKK-R\u00fcckstellungen<\/strong> aus Salzburg nach Wien transferiert. Diese Summe fehlt den Versicherten in Salzburg nun <strong>dringend<\/strong>. Gerade jetzt, wo die wirtschaftliche Lage im Land angespannt ist, ben\u00f6tigt es jeden Euro im Gesundheitssystem.<\/p>\n\n\n\n<p>Der damalige Salzburger Landesrat <strong>Christian St\u00f6ckl<\/strong> versprach, dass ein <strong>Gro\u00dfteil des Geldes<\/strong> zur\u00fcckflie\u00dfen werde. Doch bis heute ist <strong>unklar<\/strong>, wo diese Gelder geblieben sind. Es bedarf einer umfassenden <strong>Aufkl\u00e4rung<\/strong> seitens der <strong>Salzburger Landesregierung<\/strong>, um <strong>Transparenz<\/strong> zu schaffen. Bis heute zeigen die Verantwortlichen <strong>keinen Willen<\/strong>, Transparenz bez\u00fcglich dieser fehlenden Gelder zu schaffen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Zur\u00fcck zum Erfolg.<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Die Aufgabe der neuen \u201a<strong>Zuckerlkoalition<\/strong>\u2018 wird es sein, die <strong>\u00d6GK <\/strong>wieder auf einen soliden finanziellen Kurs zu bringen. Dringend n\u00f6tig ist eine Reform der \u00d6GK-Struktur, um langfristige finanzielle Stabilit\u00e4t zu gew\u00e4hrleisten.<\/p>\n\n\n\n<p>Vorschl\u00e4ge aus den Bundesl\u00e4ndern gibt es bereits. <strong>Thomas Kinberger<\/strong>, Obmann der <strong>Salzburger \u00d6GK<\/strong>, bringt etwa die Idee eines <strong>l\u00e4ndergebundenen Budgets<\/strong> ins Spiel. Dabei sollen <strong>10 % der \u00d6GK-Beitr\u00e4ge<\/strong> direkt f\u00fcr l\u00e4nderspezifische Gesundheitsversorgung reserviert werden. Regionale Projekte k\u00f6nnten auf diese Weise optimierter umgesetzt werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Die ehemalige <strong>Salzburger GKK<\/strong> galt als effizient, bot den Versicherten bestm\u00f6gliche Unterst\u00fctzung und konnte dennoch R\u00fccklagen f\u00fcr Gesundheitsinvestitionen bilden. Mit dem <strong>schwarz-blauen \u00d6GK-Modell<\/strong> ist dies offensichtlich Geschichte. Es bleibt abzuwarten, welche L\u00f6sungen die k\u00fcnftige Regierung f\u00fcr diese finanzielle Bruchlandung pr\u00e4sentieren wird. Klar ist jedoch: Ohne eine tiefgreifende Reform bleibt die finanzielle Situation f\u00fcr die <strong>\u00d6GK<\/strong> angespannt. Sparma\u00dfnahmen sind n\u00f6tig \u2013 jedoch nicht auf Kosten der Gesundheit der \u00d6sterreicherinnen und \u00d6sterreicher.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die \u00c4rztekammer \u00d6sterreich fordert bereits einen Krisengipfel, denn in der \u00d6GK klafft ein Budgetloch von 900 Millionen Euro. 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