{"id":8345,"date":"2025-03-29T19:00:00","date_gmt":"2025-03-29T18:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/hallo-salzburg.at\/?p=8345"},"modified":"2025-03-28T11:51:39","modified_gmt":"2025-03-28T10:51:39","slug":"zocken-bis-zum-absturz-und-der-staat-kassiert-mit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hallo-salzburg.at\/index.php\/2025\/03\/29\/zocken-bis-zum-absturz-und-der-staat-kassiert-mit\/","title":{"rendered":"Politik auf dem R\u00fccken der S\u00fcchtigen: \u00d6VP und FP\u00d6 spielen ein gef\u00e4hrliches Spiel"},"content":{"rendered":"<div id=\"fb-root\"><\/div>\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Gl\u00fccksspielkonzerne d\u00fcrften \u00fcber die Pl\u00e4ne der schwarz-blauen Landesregierung erfreut sein \u2013 denn es wirkt beinahe, als w\u00e4re das neue Gl\u00fccksspielgesetz direkt auf ihre Bed\u00fcrfnisse zugeschnitten. Mehr Gl\u00fccksspielautomaten sollen laut Landeshauptmann-Stellvertreterin Svazek helfen, illegale Spielr\u00e4ume einzud\u00e4mmen. Doch der Schaden f\u00fcr viele Betroffene k\u00f6nnte fatal sein.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Moralisch vertretbar eigene Bev\u00f6lkerung mit Gl\u00fccksspiel zu locken, um eigene Vers\u00e4umnisse beim Budget zu kaschieren?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Man geht davon aus, dass es 40.000 \u2013 60.000 Menschen in \u00d6sterreich mit einer Gl\u00fccksspielsucht gibt. Die Betroffenen haben dabei mit vielen Problemen im allt\u00e4glichen Leben zu k\u00e4mpfen. Es gibt Herausforderungen im Job, bei Geldangelegenheiten und auch in Beziehungen. Die Spielsucht bestimmt das Leben der betroffenen Person. Es f\u00fchrt zu einem unkontrollierten und extremen Gl\u00fccksspiel. Eine Legalisierung des kleinen Gl\u00fccksspiels k\u00f6nnte die Anzahl der Gl\u00fcckspielautomaten massiv erh\u00f6hen und birgt die Gefahr, dass mehr Menschen in den Sog der Gl\u00fcckspielsucht fallen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Spielautomatencasinos neben Wettb\u00fcros als neues Ortsbild vieler Gemeinden?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Schon heute kann man in vielen Gemeinden im Land Salzburg eines sehen: die Schaufenster der Wettb\u00fcros dominieren das Ortsbild in den Zentren und neben den Stra\u00dfen. Durch die Legalisierung k\u00f6nnten sich nun Casinos dazugesellen und die Ortsbilder zus\u00e4tzlich pr\u00e4gen. Ob dies in dem Interesse der B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger ist, d\u00fcrfte stark in Frage gestellt werden. Viele Ortschefs sind \u00fcber das ausufernde Sprie\u00dfen der Wettb\u00fcros nicht erfreut und das neue Gesetz birgt die Gefahr, dass dies auch bei den Spielautomatencasinos geschehen wird.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Kaum Einnahmen und dennoch Kosten f\u00fcr die Bev\u00f6lkerung<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Einnahmen von 1.5 Millionen werden erwartet, dass die geringen Einnahmen mit Hilfe von vielen Spiels\u00fcchtigen lukriert werden, ist eine h\u00f6chst fragw\u00fcrdige Methode. Das dies zu Lasten unseres Sozialsystems f\u00e4llt, scheint \u00d6VP und FP\u00d6 nicht bewusst zu sein. So schreibt das Gesundheitsportal \u00d6sterreich, dass es eine gro\u00dfe Wahrscheinlichkeit gibt, von einer Spielsucht in eine andere Sucht \u00fcberzugleiten. Alkoholabh\u00e4ngigkeit, Drogenabh\u00e4ngigkeit und Depressionen k\u00f6nnen zu einer Begleiterscheinung werden. Diese Erkrankungen schr\u00e4nken die Teilhabe im sozialen Feld ein und erschweren den Zugang zum Arbeitsmarkt. In Zeiten der jetzigen wirtschaftlichen Flaute sollte der Salzburger Landesregierung bewusst sein welche Mehrkosten dadurch entstehen werden. Die Argumentation der Landesregierung, mit der Legalisierung den Menschen entgegenzukommen, darf bezweifelt werden. Denn: Wird das Angebot ausgeweitet, greifen meist auch mehr Menschen darauf zur\u00fcck und damit steigt auch das Risiko, dass die Zahl der Spiels\u00fcchtigen zunimmt.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Salzburger Opposition kritisiert \u201eKniefall vor der Gl\u00fccksspiellobby\u201c.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>LAbg. David Egger-Kranzinger von der Salzburger SP\u00d6 hat dazu eine klare Haltung: <em>\u201eDas kleine Gl\u00fccksspiel mit seinen s\u00fcchtig machenden Spielautomaten zu legalisieren, ist der falsche Weg.<\/em><em> Eine Legalisierung wird den Schwarzmarkt nicht vollst\u00e4ndig verdr\u00e4ngen. Es k\u00f6nnten sogar neue M\u00f6glichkeiten f\u00fcr illegale Praktiken geschaffen werden, da Betreiber die Regulierung zu umgehen versuchen.&nbsp;<\/em><em> Auch Spiels\u00fcchtige, die bereits gesperrt sind, werden weiterhin illegale Spielh\u00f6hlen aufsuchen.\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Die Herangehensweise von \u00d6VP und FP\u00d6 an dieses Thema ist h\u00f6chst fragw\u00fcrdig. Ob man damit tats\u00e4chlich Spiels\u00fcchtigen hilft und Betreiber illegaler Casinos effektiv in die Schranken weisen kann, darf stark bezweifelt werden. Man fragt sich, ob man sich innerhalb der schwarz-blauen Landesregierung der m\u00f6glichen Konsequenzen bewusst ist oder ob es tats\u00e4chlich ein willenloser Kniefall vor der Gl\u00fccksspiellobby war.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gl\u00fccksspielkonzerne d\u00fcrften \u00fcber die Pl\u00e4ne der schwarz-blauen Landesregierung erfreut sein \u2013 denn es wirkt beinahe, als w\u00e4re das neue Gl\u00fccksspielgesetz direkt auf ihre Bed\u00fcrfnisse zugeschnitten. 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