{"id":962,"date":"2016-07-20T08:47:13","date_gmt":"2016-07-20T06:47:13","guid":{"rendered":"http:\/\/hallo-salzburg.at\/?p=962"},"modified":"2016-07-25T00:24:27","modified_gmt":"2016-07-24T22:24:27","slug":"independence-day-resurgence","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hallo-salzburg.at\/index.php\/2016\/07\/20\/independence-day-resurgence\/","title":{"rendered":"Independence Day: Resurgence"},"content":{"rendered":"<div id=\"fb-root\"><\/div>\n<blockquote><p>Zu platt, oftmals geradezu peinlich und zu sehr auf prepubert\u00e4re Witze fokussiert &#8230;<\/p><\/blockquote>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>J\u00e4hrlich am 4. Juli feiern die Vereinigten Staaten ihre Unabh\u00e4ngigkeit. 1996 wurden die Feierlichkeiten allerdings von einer Alien-Invasion gest\u00f6rt, zumindest wenn es nach dem deutschen Regisseur Roland Emmerich geht, der in seinem Blockbuster <em>Independence Day<\/em> (1996) die Menschheit an den Rande ihrer Vernichtung f\u00fchrte. Das Wei\u00dfe Haus wurde von einer Laserwaffe zerst\u00f6rt und Will Smith schlug einen Au\u00dferirdischen mit einem coolen Spruch auf den Lippen ohnm\u00e4chtig. Die Effekte waren gut, das Drehbuch \u00fcbertrieben patriotisch und f\u00fcr viele auch an vielen Stellen unglaubw\u00fcrdig. Stichwort: Computervirus. 20 Jahre sp\u00e4ter pr\u00e4sentiert uns Emmerich mit <em>Independence Day Resurgence<\/em> (deutscher Titel: <em>Independence Day: Wiederkehr<\/em>) die erste Fortsetzung. In Interviews sprach der Regisseur bereits \u00fcber m\u00f6gliche Ideen f\u00fcr einen dritten Teil, den das Ende des zweiten Films mehr als nur andeutet.<\/p>\n<p>Der Alien-Angriff 1996 hatte auch seine guten Seiten. Die Menschheit konnte durch die \u00fcberm\u00e4chtige Bedrohung ihre Differenzen \u00fcberwinden. Seit 20 Jahren herrscht Friede auf Erden. Die Technologie, die aus den abgest\u00fcrzten Raumschiffen gewonnen werden konnte, erm\u00f6glicht es den Menschen unter anderem die Gravitation zu \u00fcberwinden. Helikopter gleiten ohne Rotoren durch die Luft, Kampfjets k\u00f6nnen schweben, es gibt Laserwaffen, am Mond ist ein Au\u00dfenposten und selbst beim Saturn gibt es eine menschliche Basis. Die Menschheit ist allerdings nicht friedlich vereint, weil Friede und Freundschaft zu den typischen Eigenschaften der menschlichen Rasse z\u00e4hlen, sondern weil sie wei\u00df, dass die Aliens zur\u00fcckkommen werden und man dieser Bedrohung nur vereint entgegentreten kann. Die Welt, die in den ersten Minuten des Films angedeutet wird, ist interessant und es w\u00e4re spannend gewesen, h\u00e4tte uns der Film mehr davon gezeigt und diese Kulisse mehr genutzt.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend auf der Erde die Vorbereitungen f\u00fcr den Unabh\u00e4ngigkeitstag getroffen werden, wird auf dem Mond eine neue Waffe installiert. Der junge Pilot Dylan Hiller (Jesse T. Usher) trifft im Rahmen der Feierlichkeiten auf die Pr\u00e4sidentin der Vereinigten Staaten (Sela Ward), die sich im weiteren Film als komplett inkompetente Politikerin erweist. Dylan ist der Sohn des Weltenretters Steven Hiller (Will Smith), der in der Fortsetzung keinen Auftritt hat, was vermutlich zu den wenigen wirklich guten Karriere-Entscheidungen von Will Smith in den letzten Jahren z\u00e4hlt.<\/p>\n<div class=\"epyt-video-wrapper\"><iframe loading=\"lazy\"  id=\"_ytid_99337\"  width=\"1170\" height=\"658\"  data-origwidth=\"1170\" data-origheight=\"658\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/aCozuxzw2cc?enablejsapi=1&#038;autoplay=0&#038;cc_load_policy=0&#038;cc_lang_pref=&#038;iv_load_policy=1&#038;loop=0&#038;rel=1&#038;fs=1&#038;playsinline=0&#038;autohide=2&#038;hl=de_DE&#038;theme=dark&#038;color=red&#038;controls=1&#038;disablekb=0&#038;\" class=\"__youtube_prefs__  epyt-is-override  no-lazyload\" title=\"YouTube player\"  allow=\"fullscreen; accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share\" referrerpolicy=\"strict-origin-when-cross-origin\" allowfullscreen data-no-lazy=\"1\" data-skipgform_ajax_framebjll=\"\"><\/iframe><\/div>\n<p>Auf der Mondbasis arbeiten Charlie Miller (Travis Trope) und Jake Morrison (Liam Hemsworth). Jake war fr\u00fcher mit Dylan befreundet, seit einem Unfall in der Pilotenakademie sind die beiden allerdings nicht mehr so gut aufeinander zu sprechen. Wie bei allen Charakteren werden ihre Schicksale und anf\u00e4nglich eigentlich interessanten Hintergrundgeschichten schnell zugunsten platter Witzchen und One Liner geopfert.<\/p>\n<p>Die Mondbasis darf schon bald ihre Macht demonstrieren, als sich das Weltall kr\u00fcmmt und ein fremdartiges Raumschiff auftaucht. Die f\u00fchrenden Politiker der Welt dr\u00fccken sich vor der Entscheidung, wie man auf das Raumschiff reagieren solle und die Entscheidung bleibt bei der U.S.-Pr\u00e4sidentin h\u00e4ngen, die das U.F.O. kurzerhand mit dem neuen Mondlaser vernichten l\u00e4sst, was sich, wie der weitere Verlauf des Films zeigen wird, nicht als die beste Idee herausstellt. Mit sehr viel Phantasie k\u00f6nnte man darin sogar Kritik an amerikanischer Sicherheitspolitik sehen, doch st\u00fctzt der weitere Film diese These in keiner Weise. Zu platt, oftmals geradezu peinlich und zu sehr auf prepubert\u00e4re Witze fokussiert, pr\u00e4sentieren Emmerich und sein Tross neue Charaktere wie die Tochter des ehemaligen Pr\u00e4sidenten, Patricia Whitmore (Maika Monroe) oder alte Charaktere wie President Whitmore (Bill Pullman), Jasmine Hiller (Vivica A. Fox) oder David Levinson (Jeff Goldblum).<\/p>\n<blockquote><p>Wenn es dort drau\u00dfen irgendwo Au\u00dferirdische gibt, m\u00fcssen wir hoffen, dass sie diesen Film nicht sehen. Es ist davon auszugehen, dass sie sonst kommen und uns noch vor dem Jahr 2018 vernichten, einfach nur um zu verhindern, dass Emmerich einen dritten <em>Independence Day<\/em>-Film macht.<\/p><\/blockquote>\n<p>W\u00e4hrend die schrulligen Charaktere teilweise sogar noch etwas liebenswerten Charme zu verspr\u00fchen versuchen, darunter eine angedeutete homosexuelle Beziehung (Blockbuster \u2013 welcome to 2016!) verhindert der Film mit seiner gnadenlos schlechten Handlung und ihren zahlreichen Logikl\u00f6chern, dass man sich wirklich darauf einlassen kann. Es macht einfach wenig Sinn, dass ein Fischerboot irgendwo im nirgendwo problemlos mit Area 51 Kontakt aufnehmen kann \u2013 nachdem das gesamte Kommunikationsnetz der Erde zerst\u00f6rt wurde \u2013 und jede und jeder in Area 51 deren Botschaft h\u00f6rt. Es macht auch wenig Sinn, dass ein Rebellen-F\u00fchrer die Alien-Schrift problemlos \u00fcbersetzen kann. Das sind nur zwei Beispiele f\u00fcr ein Drehbuch, das sich nahezu komplett aus Un- und Schwachsinnigkeiten zusammensetzt.<\/p>\n<p><em>Independence Day: Resurgence<\/em> nimmt sich zu ernst und ist filmtechnisch zu professionell gemacht, um als Trash wie <em>Sharknado<\/em> abgetan zu werden. Vor allem die Effekte sind \u2013 wie auch beim Vorg\u00e4nger \u2013 wirklich h\u00fcbsch und gelungen. Der Film scheitert letztendlich v\u00f6llig an der Handlung. Neben Emmerich waren am Skript Nicolas Wright, James A. Woods, Dean Devlin und James Vanderbilt beteiligt. Entweder haben hier zu viele K\u00f6che den Brei versalzen oder man hat sich absichtlich gr\u00f6\u00dfte M\u00fche gegeben, bewusst knappe zwei Stunden Schwachsinn zu kreieren. Es ist schwer zu sagen, was die Motivation hinter diesem grausamen Drehbuch war, denn wie bereits erw\u00e4hnt, gibt es durchaus Elemente wie die pr\u00e4sentierte alternative Realit\u00e4t mit der vereinten Menschheit, die gro\u00dfartigen digitalen Effekte oder auch einige der Charaktere, die Potential haben und Lust auf mehr machen. Es bereitet allerdings psychische Schmerzen, im Kino zu sitzen und als Augenzeuge zu beobachten, wie dieses Potential mit jeder weiteren Film-Minute gegen die Wand gefahren wird. Science Fiction Tropen werden geradezu nach einer Checklist abgearbeitet. Neu oder innovativ erscheint in diesem Film nichts, zu funktionieren leider auch nicht. Die obligatorische Szene, in der Hochh\u00e4user bildgewaltig einst\u00fcrzen, die sp\u00e4testens seit <em>Man of Steel<\/em> zum Sommerblockbuster-Pflichtrepertoire geh\u00f6rt, macht noch keine gute Unterhaltung. Man k\u00f6nnte fast meinen, Emmerich will sich \u00fcber das typische Blockbuster-Publikum lustig machen. Wir lachen nicht mit diesem Film, wir k\u00f6nnen leider auch nicht \u00fcber diesen Film lachen. Am ehesten lacht <em>Independence Day: Resurgence<\/em> \u00fcber uns.<\/p>\n<p>Wenn es dort drau\u00dfen irgendwo Au\u00dferirdische gibt, m\u00fcssen wir hoffen, dass sie diesen Film nicht sehen. Es ist davon auszugehen, dass sie sonst kommen und uns noch vor dem Jahr 2018 vernichten, einfach nur um zu verhindern, dass Emmerich einen dritten <em>Independence Day<\/em>-Film macht. Ich k\u00f6nnte es ihnen nicht einmal ver\u00fcbeln.<\/p>\n<p><em>Independence Day: Resurgence<\/em><br \/>\n(Deutscher Titel: <em>Independence Day: Wiederkehr<\/em>)<br \/>\nRegie: Roland Emmerich<br \/>\nDrehbuch: Roland Emmerich, Nicolas Wright, James A. Woods, Dean Devlin, James Vanderbilt<br \/>\nSoundtrack: Harald Kloser<br \/>\nCast: Liam Hemsworth, Jeff Goldblum, Bill Pullman, Maika Monroe, William Fichtner, Jesse T. Usher, Vivica A. Fox, Charlotte Gainsbourg, Travis Trope,<br \/>\nLaufzeit: 120 Minuten<br \/>\nFSK: ab 12 Jahren<br \/>\nKinostart: 24.06.16 (AT)<\/p>\n<hr \/>\n<p><em>Ob sich ein Kinobesuch lohnt, h\u00e4ngt freilich vom jeweligen Geschmack ab:<\/em><\/p>\n<div class=\"epyt-video-wrapper\"><iframe loading=\"lazy\"  id=\"_ytid_83092\"  width=\"1170\" height=\"658\"  data-origwidth=\"1170\" data-origheight=\"658\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/iSSn9jeTmrc?enablejsapi=1&#038;autoplay=0&#038;cc_load_policy=0&#038;cc_lang_pref=&#038;iv_load_policy=1&#038;loop=0&#038;rel=1&#038;fs=1&#038;playsinline=0&#038;autohide=2&#038;hl=de_DE&#038;theme=dark&#038;color=red&#038;controls=1&#038;disablekb=0&#038;\" class=\"__youtube_prefs__  epyt-is-override  no-lazyload\" title=\"YouTube player\"  allow=\"fullscreen; accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share\" referrerpolicy=\"strict-origin-when-cross-origin\" allowfullscreen data-no-lazy=\"1\" data-skipgform_ajax_framebjll=\"\"><\/iframe><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zu platt, oftmals geradezu peinlich und zu sehr auf prepubert\u00e4re Witze fokussiert &#8230; &nbsp; J\u00e4hrlich am 4. 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