Stadt Salzburg – Menschen in finanzieller Not sollen künftig schneller und unbürokratischer Hilfe erhalten: Der Sozialausschuss der Stadt Salzburg wird diese Woche über die Einführung des Unterstützungsfonds, kurz UFo, abstimmen. Der Fonds ist mit 100.000 Euro ausgestattet und richtet sich an Personen in akuten existenzbedrohenden Situationen.
Zielgruppe sind Alleinstehende, Senior:innen mit geringer Pension, Familien in Krisen sowie andere Menschen in akuten Notlagen. SPÖ-Sozialsprecherin und Gemeinderätin Sade Soyoye, selbst Sozialarbeiterin, betont: „In akuten Notlagen ist es entscheidend, dass Hilfe schnell bereitsteht. Mit dem UFo können wir rasch und unbürokratisch unterstützen.“
Nur Anträge über städtische Sozialarbeiter:innen möglich
Die Auszahlung aus dem UFo erfolgt ausschließlich an Dritte und nur nach Antragstellung durch städtische Sozialarbeiter:innen. Diese prüfen die individuelle Lage und entscheiden, ob eine Unterstützung die Lebenssituation stabilisieren kann. So wird gewährleistet, dass die Mittel direkt dem vorgesehenen Zweck zugutekommen.
Soyoye erklärt: „Braucht ein Kind beispielsweise eine medizinische Therapie, wird das Geld nicht an die Eltern, sondern direkt an die behandelnde Stelle überwiesen.“ Der Fonds greift nur, wenn alle anderen Hilfsleistungen bereits ausgeschöpft sind.
Anbindung an die Aktiv:Karten erleichtert schnelle Hilfe
Der UFo ist an die städtischen Aktiv:Karten (Aktiv:Karte, Aktiv:KartePLUS) gekoppelt. So entfällt eine zusätzliche Einkommensprüfung, da diese bereits bei Ausstellung der Karte erfolgt. „Das spart Zeit und ermöglicht schnelle Unterstützung“, so Soyoye. In Ausnahmefällen kann auch ohne Aktiv:Karte geholfen werden.











