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Mit dem Obus Check sollen Verbesserungsvorschläge gesammelt werden

posted by Rebekka Mayrhofer 29. März 2018 0 comments

Das Ziel der SPÖ sei nicht, nur Kritik zu sammeln. Man wolle einen konstruktiven Beitrag zur Verbesserung des öffentlichen Verkehrs leisten, weshalb man positive wie negative Anregungen sammle, heißt es vonseiten des Gemeinderatsklubs. Vor knapp drei Wochen startete die SPÖ in der Stadt Salzburg mit dem Obus Check und sammelt seither unter den Hashtags #ObusCheck bzw. #obus_check bzw. auf der neu gegründeten  Facebook-Seite Anregungen. Für Menschen, die weniger Social-Media-affin sind, besteht auch die Möglichkeit, eine E-Mail an den SPÖ-Gemeinderatsklub zu schicken.

Verbesserungsanregungen als Ziel

Die Vielzahl der Rückmeldungen überrascht auch die Initiatoren. “Bisher haben wir schon viele Rückmeldungen erhalten. Das zeigt uns, dass wir mit unserer Aktion einen Nerv getroffen haben”, kommentierte die SPÖ-Klubvorsitzende Brandner die Aktion. Besonders betonen wolle man aber, dass es nicht darum gehe irgendjemanden zu verärgern oder nur plumpe Kritik zu sammeln. “Uns ist wichtig, Verbesserungsvorschläge zu sammeln und eine Diskussion darüber zu ermöglichen. Nur meckern und kritisieren, ist nicht in unserem Sinn”, gab Brandner zu verstehen. Besonders wichtig sei ihrer Fraktion auch, dass es nicht um Kritik am Fahrpersonal gehe.

Immer wieder haben uns Bürgerinnen und Bürger auf den öffentlichen Verkehr angesprochen. Den Obus Check haben wir ins Leben gerufen, damit wir gezielt Anregungen sammeln können.
(Andrea Brandner, Klubvorsitzende SPÖ Gemeinderatklub Stadt Salzburg)

Ticketautomaten: Entlastung für Obusfahrer_innen

Am häufigsten seien bisher die Intervalle der Obusse sowie die Verspätungen angesprochen worden, heißt es von seiten der SPÖ und zeigt sich nur wenig verwundert: „Man darf nicht überrascht sein, dass der Bus zu spät kommt, wenn das Fahrpersonal erst einmal Tickets verkaufen muss, bevor er weiterfahren kann und dann vielleicht zusätzlich noch im Stau steht. Der Ticketverkauf im Bus gehört dringend überdacht“, kommentiert Bürgermeister-Stellvertreter Bernhard Auinger. Für ihn ist klar: Die zeitgemäße und sinnvolle Lösung sind Ticketautomaten außerhalb der Obusse. „Ticketautomaten würden den FahrerInnen auf jeden Fall eine Menge Zeit sparen und den Verkauf vereinfachen. Ich halte auch Automaten im Bus nicht für die ideale Lösung“, erklärt Auinger. In vielen Städten gibt es Automaten. Sie entsprechen dem modernen Standard. “Wenn es eine gute Information auch für Touristinnen und Touristen gibt, würde es in kurzer Zeit gut funktionieren”, so Auinger weiter. Die Ergebnisse des Obus Checks bestätigen ihn: Ticketautomaten sind ein heiß diskutiertes Thema und wurden oft gefordert.

Der Ticketverkauf im Bus gehört dringend überdacht
(Bernhard Auinger, SPÖ-Vizebürgermeister in der Stadt Salzburg)

Anrainerin sammelte knapp 200 Unterschriften

Im Rahmen des Obus Checks trat Dagmar Unterrainer, eine engagierte Itzlinger Anrainerin,  an Bürgermeister-Stellvertreterin Anja Hagenauer heran. Die Änderung der Linienführung der Linie 3 stößt bei Frau Unterrainer auf Unverständnis. Früher hielt die Linie  3 in Itzling an der Haltestelle Pflanzmann neben einer Apotheke und einem Supermarkt. Die neue Endstation liegt nun nicht mehr in Itzling-Pflanzmann, sondern im Gewerbegebiet.  Mit der geänderten Linienführung sind diese nun nicht mehr mit dem Bus direkt erreichbar. Frau Unterrainer sammelte knapp 200 Unterschriften – sie fordert die Rückverlegung der Endstation an die Haltestelle Itzling-Pflanzmann. Vorgeschlagen wurde alternativ der Tausch der Linienführung des 3ers mit jener der Linie 5. Die würde auch keine zusätzlichen Kosten erzeugen.

Bürgermeister-Stellvertreterin Anja Hagenauer mit dem Ehepaar Unterrainer an der Bushaltestelle Itzling-Pflanzmann.

Anregungen von A bis Z

Bürgermeister-Stellvertreterin Anja Hagenauer mit ihrer Jahreskarte.

Im SPÖ-Gemeinderatsklub freut man sich über die zahlreichen Kommentare und Mails. „Die Menschen schildern uns Ihre Erfahrungen und bringen in vielen Fällen auch gleich einen Verbesserungs- oder Lösungsvorschlag“, erklärt Bürgermeister-Stellvertreterin Anja Hagenauer. Die Ausstattung der Bushaltestellen wird neben Ticketautomaten ebenso oft genannt. Ein Wartehaus und Sitzgelegenheiten sind hier die lauteste Forderung. Hagenauer freut sich über jede neue  Erfahrung und jeden neuen Verbesserungsvorschlag: „Als langjährige Besitzerin einer Jahreskarte nutze ich  selber den Obus sehr oft  und gerne. Wenn wir gemeinsam Verbesserungsvorschläge vorbringen können, ist das eine gute Sache.“

 

 

 

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