Knapp drei Wochen nach dem Start der Sommerregelung zieht die Stadt Salzburg eine erste positive Zwischenbilanz. Seit 1. Juli dürfen nur noch Fahrzeuge mit den Kennzeichen S, SL, HA, BGL, BGD, REI und LF durch die Innenstadt fahren. Gleichzeitig wurden die Park&Ride-Angebote an vier Standorten ausgebaut und mit einem einheitlichen attraktiven Tarif ausgestattet.
Die ersten Zahlen zeigen, dass das Angebot angenommen wird. An den Park&Ride-Anlagen beim Designer Outlet, am Flughafen, an der Messe und in Salzburg Süd wurden deutlich mehr Kombitickets verkauft als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Das Parken kostet an allen Standorten 7,50 Euro für 24 Stunden. Im Preis enthalten ist auch ein Öffi-Ticket für bis zu fünf gemeinsam reisende Personen.
Zum Vergleich verweist die SPÖ auf die Parkgebühren in der Mönchsberggarage: Zwei Stunden Parken kosten dort 7,20 Euro, für einen ganzen Tag werden 25,90 Euro verrechnet – jeweils ohne Öffi-Ticket.
Besonders stark fiel der Anstieg beim Park&Ride-Standort beim Designer Outlet aus. Dort stieg die Auslastung laut Stadt um 117 Prozent gegenüber dem Vorjahr. In Salzburg Süd wurden knapp 1.000 Kombitickets verkauft – ein Plus von rund 50 Prozent. Am Flughafen wurden bereits in den ersten beiden Juliwochen so viele Tickets verkauft wie im gesamten Juli des Vorjahres. An der Messe wurden in den ersten 19 Tagen rund 1.500 Tickets abgesetzt.
„Das Angebot wird sehr gut angenommen. Das zeigen die Auslastungszahlen der Park&Ride-Anlagen ebenso wie der Blick auf Salzburgs Straßen. Die Maxglaner Hauptstraße blieb bisher beispielsweise von der sommerlichen Blechlawine verschont“, sagt SPÖ-Klubvorsitzender Vincent Pultar.
Auch Polizei und Salzburg Linien würden laut SPÖ eine positive erste Bilanz ziehen. Die besonders verkehrsintensiven Reisetage im August stehen allerdings noch bevor. Bis dahin soll die Verkehrslenkung weiter optimiert und das Park&Ride-Angebot noch stärker beworben werden.
Begleitet wird die Sommerregelung von einer umfassenden Informationskampagne. Gemeinden im Umland, Tourismusbetriebe, Reiseportale, Autofahrerklub und weitere Organisationen wurden über die neue Regelung informiert. Zusätzlich stehen an den Einfahrtsachsen Mitarbeiter:iknnen eines Wachdienstes bereit, die Autofahrer:innen auf die Änderungen und die Park&Ride-Angebote aufmerksam machen.
Für die Evaluierung setzt die Stadt erstmals ein kamerabasiertes Verkehrserfassungssystem ein. Erfasst werden Verkehrsmenge und Verkehrsfluss. Eine Gesamtbewertung der Sommerregelung soll nach Ende der Saison vorliegen.










