Politik

Bevölkerung kämpft um Krankenhaus Mittersill

posted by Maximilian Seeburger 13. März 2017 0 comments

Die Zukunft des Krankenhaus Mittersill stand in den vergangen Monaten und Jahren immer wieder zur Diskussion. Auch Hallo Salzburg hat bereits mehrfach berichtet. Dass hinter ihrem Krankenhaus ein großes Fragezeichen steht, ist für die Mittersiller_innen also nichts Neues. So brachte Nationalrat Walter Bacher bereits im Februar 2015  gemeinsam mit dem Nationalratskollegen Erwin Spindelberger (SPÖ-Gesundheitssprecher) und Dietmar Keck eine Petition zur „Unterstützung des Erhalts einer bundesweiten, flächendeckenden Gesundheitsversorgung am Beispiel der Krankenhäuser Tamsweg und Mittersill“ im Nationalrat ein. Tatsächlich reagierte der Salzburger Landtag auf diese Initiative und verwies dabei auf die Sanierungsarbeiten und den Neubau von OP-Räumlichkeiten im Krankenhaus Mittersill.  

Sorgen der Oberpinzgauer_innen nehmen zu

Der Umstand, dass in jüngerer Vergangenheit etwa der Leistungsumfangs des Labors sukzessive verringert wurde und sich der Bau zweier neuer Operationssäle weiterhin verzögert, sorgt nun bei Bevölkerung, Angestellten und Medien erneut für Aufregung. Die derzeitige Unsicherheit, was die Zukunft des Krankenhauses anbelangt, führt dazu, dass der Standort für viele medizinische Fachkräfte im Moment leider nicht in Frage kommt und einige Ärzt_innen bereits jetzt abwandern, wie Walter Bacher Hallo Salzburg bestätigt: „Ärzt_innen springen ab, weil sie keine Alternative mehr sehen. Neben bereits bekannten Kündigungen sollen kürzlich noch weitere dazu gekommen sein. Bei der Mittersiller Bevölkerung und den Spitalangestellen wird erst dann wieder Ruhe einkehren, wenn endlich erste Baumaßnahmen getätigt wurden.“

SPÖ will für Mittersiller Spital kämpfen

Den Kampf um das Mittersiller Krankenhaus will Bacher jedoch keinesfalls aufgeben: „Die Landesregierung soll nicht nur leere Versprechen von sich geben, sondern sich endlich durch ehrlichen und engagierten Einsatz für unser Krankenhaus Mittersill einsetzen.” Am 21. März 2017 soll daher um 14 Uhr in Mittersill eine Kundgebung stattfinden.

Um das Krankenhaus Mittersill zu erhalten, braucht es einen starken Schulterschluss über alle Parteigrenzen hinweg. Mit einer gemeinsamen Kundgebung wollen wir zeigen, dass die Menschen im Oberpinzgau für ihr Spital kämpfen!

So lautet es in einer Postwurfsendung der Salzburger SPÖ an alle Haushalte im Oberpinzgau, der zugleich eine Unterschriftenliste angefügt ist. Konkret wird darin von der Salzburger Landesregierung eine schriftliche Standortgarantie über das Jahr 2018 hinaus gefordert sowie die umgehende Freigabe für deb Planungsausschreibung, damit der seit zwei Jahren zugesicherte Bau der OP-Säle endlich erfolgen kann. Darüber hinaus wird gefordert, dass Interne und Chirurgie 24 Stunden besetzt bleiben fehlende ärztliche Stellen seitesn der Geschäftsführung des Tauernklinikums nachbesetzt werden.

„Wir werden alle nötigen Mittel ergreifen, um das Spital in Mittersill so zu erhalten, wie es der Bevölkerung versprochen wurde – als gleichberechtigter Standort neben Zell am See unter dem Dach des Tauernklinikums. Wir stehen auf der Seite der Oberpinzgauer_innen“, so die Ansage vom Salzburger SPÖ-Chef Walter Steidl.

Edit (14. März 2017): Aufgrund des öffentlichen Drucks sind Landeshauptmann Wilfried Haslauer (ÖVP) und Gesundheitsreferent Christian Stöckl (ÖVP) mittlerweile beim Neubau der OP-Säle eingelenkt.  In einer ersten Stellungnahme des Bezirksvorsitzenden der Pinzgauer SPÖ Walter Bacher meinte dieser: “Wir wollen jetzt Taten sehen! Bis die Bagger auffahren wird die SPÖ in dieser Angelegenheit keine Ruhe geben.“ Außerdem wolle man auch die weiteren Forderungspunkte umgesetzt wissen.

 

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