Am 25. März beschloss der Salzburger Gemeinderat die Einführung eines Taubenmanagements. Die SPÖ hatte sich im Gemeinderat jahrelang für ein Taubenmanagement eingesetzt. Nachdem die Stadtpolitik seit Jahren über eine Verbesserung der Taubensituation diskutiert hat, hatte Bürgermeister Bernhard Auinger im Rahmen eines runden Tisches zum Thema Stadttauben im Oktober 2025 den Auftrag erteilt, ein Konzept nach dem Vorbild des Augsburger Modells zu erarbeiten. Im Gemeinderat stimmten nur die Neos gegen das vorgelegte Konzept.
Augsburger Modell als Vorbild
In Augsburg wurden bereits 1997 die ersten Taubenschläge errichtet. Mittlerweile gibt es in Augsburg 13 Taubenschläge. Dort werden die Tiere artgerecht versorgt und können Eier legen. Die Taubenschläge werden vom Tierschutzverein Augsburg betreut. Auch die Eier können durch das Taubenschlag-Modell durch Gipseier getauscht werden. „Das Ziel der Taubenschläge ist, dass die Tauben nicht öffentliche Gebäude oder Balkone als Brutstätten nutzen“, so SPÖ-Gemeinderat Sebastian Lankes. In der Vergangenheit hatte die SPÖ bereits auf stark erhöhte Betriebskosten unter anderem in Altstadtgebäuden aufgrund des Taubenkots hingewiesen. Durch die Taubenschläge soll der Verunreinigung von Gebäuden durch die Tauben vorgebeugt werden. Zudem können Krankheiten in der Population frühzeitig erkannt werden.
Taubenschläge für Salzburg
Auch in Salzburg sollen nun Taubenschläge errichtet werden, um die Taubenpopulation nachhaltig kontrollieren zu können. Die Betreuung der Salzburger Taubenschläge soll Gut Aiderbichl übernehmen. Das Taubenfütterungsverbot, das es in der Stadt Salzburg seit 1992 gibt, bleibt weiterhin bestehen. In Salzburg sollen die Taubenschläge in nicht ausgebauten Dachböden entstehen. Auf Grundlage der Erfahrungen in Augsburg rechnet die Stadt Salzburg mit Errichtungskosten in der Höhe von rund 18.000 Euro pro Taubenschlag.











